Kupferwolframat ist eine anorganische chemische Verbindung des Kupfers aus der Gruppe der Wolframate.

Vorkommen Kupferwolframat kommt natürlich in basischer Form als Mineral Cuprotungstit (englisch auch Cuproscheelite;; Cu2+3(WO4)2(OH)2) vor.

Gewinnung und Darstellung Kupferwolframat kann durch Reaktion von Kupfernitrat mit Natriumwolframat in wässriger Lösung gewonnen werden.

Es kann auch durch Reaktion von Kupfer(II)-oxid mit Wolfram(VI)-oxid bei 600 bis 800 °C dargestellt werden.

Eigenschaften Kupferwolframat ist ein geruchloser gelbbrauner Feststoff, der praktisch unlöslich in Wasser ist. Das Dihydrat ist grünlich und ändert seine Farbe auf braun bis grau-gelb bei Erhitzung über 340 °C unter Kristallwasserabgabe. Das Anhydrat besitzt eine trikline Kristallstruktur, die einer verzerrten Wolframitstruktur ähnelt mit der und a = 0,47026 nm, b = 0,58389 nm, c = 0,48784 nm, α = 91,788°, β = 92,469°, γ = 82,805°, Z = 2.formatex.info: Structural refinement and photocatalytic properties of CuWO4 crystals, E.L.S. Souza1, C.J. Dalmaschio2, M.G.R. Filho1, G.E. Luz Jr.1, R.S. Santos1, E. Longo3 and L.S. Cavalcante, 28. August 2014, abgerufen am 17. Juni 2016 Das Anhydrat besitzt zwei Hochdruckmodifikationen, die ab etwa 9 und 18 GPa auftreten. Das monokline Dihydrat (Wolframitstruktur) behält seine Kristallstruktur bis mindestens 40 GPa.

Verwendung Kupferwolframat-Nanopulver wird für Superkondensatoren und als Anodenmaterial in Lithiumionenakkumulatoren (Lithiumchlorat und Lithiumphosphoroxynitrid) eingesetzt. Dünne Schichten aus Kupferwolframat werden für Stickstoffmonoxid-Messungen verwendet. Es wird auch in Atomreaktoren und als Katalysator in der Polyesterherstellung eingesetzt. Es wird auch als Photokatalysator (es ist ein n-Halbleiter mit einer Bandlücke von 2,25 eV) verwendet.

Einzelnachweise

Kategorie:Kupferverbindung Kategorie:Wolframat