Paolo Saglietto (* 20. März 1924 in Imperia; † 12. Juni 1973 in Rom) war ein italienischer Dokumentarfilmer.

Leben Saglietto besuchte das Centro Sperimentale di Cinematografia und widmete sich seit seinen Anfängen dem Dokumentarfilm. Für seine Arbeiten wurde er vielfach ausgezeichnet, u. a. 1970 mit dem Osella d'Argento sowie 1968 und 1971 mit dem Silbernen Band (für das dem Schriftsteller Beppe Fenoglio gewidmete Werk Il barbaro).

Bereits 1953 hatte er eine eigene Produktionsgesellschaft gegründet, die „Chimo Film“, auf die 1957 „Riviera Film“ folgte. Mit der zuletzt genannten finanzierte er zunächst seinen einzigen Langspielfilm, den auf ein Kinderpublikum zugeschnittenen Il pupo dal K.O. mit seinem Sohn Marco unter den zahlreichen Laiendarstellern; das Werk war wegen schlechter Vertriebsstrukturen jedoch kaum in den Kinos zu sehen.Roberto Poppi: I registi dal 1930 ai nostri giorni. Rom, Gremese 2002, S. 378 Später wandte er sich wieder seinen Dokumentararbeiten zu. Ab 1965 war es ihm mit der „Corona Cinematografica“ und der Unterstützung durch Pier Paolo Pasolini möglich, finanziell besser ausgestattete Arbeiten abzuliefern.Hommage an Paolo Saglietto beim Club Amici del Cinema

Saglietto starb im Alter von nur 49 Jahren.

Filmografie (Auswahl) Spielfilm 1957: Il pupo dal k.o. (auch Drehbuch)

Dokumentarfilm 1950: Il molo 1953: Italia brand 1954: Cinema italiano in provincia 1968: Le spalle al mondo 1970: Vivere morire 1971: Il barbaro 1971: Pittori con le ali 1973: Tra tutto e il nullo

Weblinks

Paolo Saglietto, Regista da riscoprire

Einzelnachweise

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