De Inktaap (deutsch: Der Tintenaffe) ist ein niederländischer Jugendliteraturpreis, dessen Gewinner von Schülerinnen und Schülern der höheren Schulklassen bestimmt wird. Die Jugendlichen haben die Wahl zwischen vier Büchern, die aus dem gesamten niederländischen Sprachgebiet stammen, also aus den Niederlanden, Flandern, Surinam, Curaçao und Aruba. Diese vier Bücher werden von vier Jurys des BookSpot Literatuurprijs’, des Fintro-Literaturpreises, des Libris-Literaturpreises sowie aus dem niederländischsprachigen Teil der Karibik vorgeschlagen.

Der Inktaap hieß früher die Junge Goldene Eule (Jonge Gouden Uil).

Die Preisübergabe findet unter Teilnahme der vier Nominierten in De Doelen, Schouwburgplein in Rotterdam statt.

Die Jury Wollen Schülerinnen und Schüler einer weiterführenden Schule am Inktaap teilnehmen, müssen sie sich über einen Mentor (Lehrer) anmelden. Die Jury von De Inktaap besteht aus ca. 1.400 Schülerinnen und Schülern aus dem gesamten niederländischen Sprachgebiet. Die meisten Schuljurys bestehen aus Schülerinnen und Schülern im Alter zwischen 15 und 18 Jahren. Alle Schuljurys bilden zusammen die Jury für den Inktaap. Es gibt Juryblogs, in denen die Juroren sich untereinander austauschen, inspirieren und informieren können.

Kurze Geschichte des Preises Der Inktaap ist Nachfolger des Jugendpreises Jonge Gouden Uil (Junge Goldene Eule). Die Junge Goldene Eule war ein Leseförderprojekt, das zwischen 1997 und 2000 stattfand. Die Nominierten bestanden aus den Nominierten des Literaturpreises Die Goldene Eule (später Die Goldene Büchereule genannt). Die Bücher der Nominierten wurden von den teilnehmenden Jugendlichen gelesen, und diese wählten einen als Gewinner aus.

Woher kommt der Name „De Inktaap“ (Der Tintenaffe)? Der Name dieses Buchpreisprojektes stammt aus einem Text des argentinischen Schriftstellers Jorge Luis Borges: „Dieses Tier kommt häufig in nördlichen Gebieten vor und ist vier oder fünf Daumen hoch. Seine Augen sind wie Karneolschmucksteine und sein Haar pechschwarz, seideähnlich und glatt und so weich wie ein Kissen. Es leidet unter einem fremdartigen Instinkt: einer Schwäche für chinesische Tinte. Und wenn es jemanden schreiben sieht, setzt es sich mit gekreuzten Hinterpfoten dazu und wartet, mit der einen Vorderhand auf der anderen, bis der andere mit dem Schreiben aufgehört hat. Dann trinkt es das, was von der Tinte übrig ist auf. Danach setzt es sich erneut hin, diesmal sehr ruhig.“ (Jorge Luis Borges, Das Buch der imaginären Wesen, 1976).

Preisträger 2026: Joost Oomen - Het paradijs van slapen 2025: Tiemen Hiemstra - W. 2024: Anjet Daanje – Het lied van ooievaar en dromedaris 2023: Carmien Michels – Vaders die rouwen 2022: Merijn de Boer – De Saamhorigheidsgroep 2021: Sander Kollaard – Uit het leven van een hond 2020: Nina Polak – Gebrek is een groot woord 2019: Murat Işık – Wees onzichtbaar 2018: Martin Michael Driessen – Rivieren 2017: Connie Palmen – Jij zegt het 2016: Stefan Hertmans – Oorlog en terpentijn 2015: Ilja Leonard Pfeijffer – La Superba 2014: Tommy Wieringa – Dit zijn de namen 2013: David Pefko – Het voorseizoen 2012: Yves Petry – De maagd Marino 2011: Bernard Dewulf – Kleine dagen 2010: Robert Vuijsje – Alleen maar nette mensen 2009: A.F.Th. van der Heijden – Het schervengericht 2008: Dimitri Verhulst – De helaasheid der dingen 2007: Henk van Woerden – Ultramarijn 2006: Willem Jan Otten – Specht en zoon 2005: Arthur Japin – Een schitterend gebrek 2004: Tom Lanoye – Boze tongen 2003: Harry Mulisch – Siegfried 2002: Tomas Lieske – Franklin

Weblinks Die Website von De Inktaap

Siehe auch Liste von Literaturpreisen Literaturpreis Niederländische Literatur

Kategorie:Literaturpreis (Niederlande) Kategorie:Literatur (Niederländisch) Kategorie:Erstverleihung 2002