Die Burg Yatsushiro (, Yatsushiro-jō) befindet sich in der Stadt Yatsushiro, Präfektur Kumamoto. In der Edo-Zeit war die Burg Nebenresidenz, zuletzt der Hosokawa (Tozama-Daimyō).

Burgherren in der Edo-Zeit Nebenresidenz der Katō, Ab 1632 Nebenresidenz der Hosokawa.

Geschichte mini|links|1: Hommaru 2: Ni-no-maru3: San-no-maru K: Kita-no-maru D: Demaru H: HaupttorRot: BurgturmDunkelblau: Graben heute Die Burg Yatsushiro liegt an der Mündung des Kuma-Flusses (, Kumagawa) in die Bucht vor Yatsushiro. Als eine der Nebenburgen der Burg Kumamoto wurde sie im Jahr 1620 von Katō Tadahiro (; 1597–1653), Katō Kiyomasas Sohn, erbaut, als die alte Burg Mugishima (, Mugishima-jō) auf einer Insel im Fluss 1619 bei einem Erdbeben zerstört wurde.

Der nahezu rechteckigen zentralen Burgbereich, das Hommaru (), wurde auf der Ostseite durch das Ni-no-maru (), an der Westseite durch das San-no-maru () und an der Nordseite durch das Kita-no-maru () und durch einen vorgelagerten Bereich, das Demaru () geschützt. Die Burg war von Steinwällen umgeben, wobei der Steinwall des Kita-no-maru nicht zu Ende geführt wurde und es bei einem Erdwall blieb.

Nachdem die Katō mit der Burg Kumamoto auch diese verloren hatten, übernahmen die Hosokawa sie. Im Kita-no-maru ließ sich Hosokawa Fujitaka (; 1534–1610) nieder, nachdem er sich aus dem tätigen Leben zurückgezogen hatte. Tatsutaka (; 1615–1645), vierter Sohn des Hosokawa Tadaoki (1564–1645) richtete sich im Hommaru ein.

Nach dem Tode der beiden erhielt der Hausälteste der Hosokawa, Matsui Okinaga (; 1582–1661), die Burg Yatsushiro. Die Matsui residierte dort bis zur Meiji-Restauration mit einem Einkommen von 30.000 Koku, womit sie wie Daimyō behandelt wurden.

1672 gingen durch Blitzeinschlag der Burgturm (tenshukaku) und einige Wachtürme verloren, der Burgturm wurde nicht wieder aufgebaut. Bei einem weiteren Blitzeinschlag 1797 gingen auch der Nebenturm zum Burgturm, die Residenz im Hommaru und ein dreistöckiger Wachturm verloren, wurden aber wieder aufgebaut.

Zu Beginn der Meiji-Zeit wurde die Burg weitgehend abgetragen, die Residenz im Hommaru wurde zu einer Schule umgewandelt. Nachdem sie während der Satsuma-Rebellion als Lazarett gedient hatte, wurde sie in die Stadt verlegt und diente nun wieder als Schule. Zunächst hieß sie Daijōkō (), dann wurde sie in Städtische Daiyō-Grundschule (, Yatsushiro shiritsu Daiyō shogakkō) umbenannt. 1986 ging das alte Gebäude bei einem Brand verloren.

Im Hommaru wurde Yatsushiro-Schrein (, Yatsushiro-gū) zur Verehrung des Seiseishōgun-no-miya (; 1329–1383) errichtet. Weiter gibt es den Matsui-Schrein (, Matsui-jinja), in dem die ersten beiden Burgherren aus dem Hause Matsui verehrt werden.

An der Burg wird auch des Haiku-Dichters Nishiyama Sōin gedacht, der aus Yatsushiro stammte.

Bilder

Literatur Ikeda, Koichi: Yatsushiro-jo in: Miura, Masayuki (Hrsg.): Shiro to jinya. Saikoku-hen. Gakken, 2006. ISBN 978-4-05-604379-2. Nishigaya, Yasuhiro (Hrsg.): Yatsushiro-jo. In: Nihon meijo zukan, Rikogaku-sha, 1993. ISBN 4-8445-3017-8.

Weblinks

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