mini|Eier des Schikrasperbers
Der Schikrasperber oder Schikra (Tachyspiza badia, Synonym: Accipiter badius) gehört zur Familie der Habichtartigen (Accipitridae). Die Art gilt als weitgehend unerforscht. Sie kam ursprünglich im westlichen Zentralasien, in Südkasachstan und Südasien vor. Auf dem afrikanischen Kontinent wurden ebenfalls Schikras gemeldet.
Aussehen Er wird etwa 30 bis 36 Zentimeter lang und erreicht Spannweiten von bis zu 74 Zentimetern und ist damit fast gleich groß wie der Sperber, jedoch mit deutlich hellerem Federkleid.
Die Flügelspitzen sind im Verhältnis zum Kurzfangsperber bei adulten Vögeln erkennbar schwarz.
Verbreitung und Lebensraum mini|Verbreitungsgebiete des Schikrasperbers: Das eigentliche Brutgebiet der Art liegt im westlichen Zentralasien, Süd-Kasachstan und Südasien, sowie vereinzelt auf dem afrikanischen Kontinent. In der Westpaläarktis brüten Shikras nur unregelmäßig.Benny Génsbøl, Walther Thiede: Greifvögel - Alle europäischen Arten, Bestimmungsmerkmale, Flugbilder, Biologie, Verbreitung, Gefährdung, Bestandsentwicklung. BLV Verlag, München 1997, ISBN 3-405-14386-1
Schikras leben vorwiegend in Steppen, Savannen und Wüstenrandzonen sowie Oasen. Auch in Kulturlandschaften mit Höfen und Baumgruppen sowie Galeriewäldern findet man die Art.
Ernährung Sie ernähren sich meist von Reptilien, großen Insekten und Küken von Hühnervögeln. In der Dämmerung jagen sie auch gezielt nach Fledermäusen. Daneben erbeutet er Froschlurche und Kleinsäuger (Mäuse etc.).
Unterarten Es sind sechs Unterarten bekannt:IOC World Bird List New World vultures, Secretarybird, kites, hawks & eagles Tachyspiza badius sphenurus (, 1836)Eduard Rüppell, S. 42. – zum Verbreitungsgebiet gehören der Senegal und Gambia über den Südwesten Arabiens und südlich bis in den Norden Tansanias und das nördliche Gebiet der Demokratischen Republik Kongo. Tachyspiza badius polyzonoides (), 1838Andrew Smith, Tafel 11, Text. – kommt im Süden der Demokratischen Republik Kongo und den Südens Tansanias bis Südafrika vor. Tachyspiza badius cenchroides (, 1873)Nikolai Alexejewitsch Sewerzow, S. 113. – ist im Kaukasus über Zentralasien bis in den Nordwesten Indiens verbreitet. mini| Tachyspiza badius cenchroides Tachyspiza badius dussumieri (, 1824)Coenraad Jacob Temminck, Tafel 308, Tafel 336, Text S. 222–225 – kommt in Zentralindien und Bangladesch vor, Tachyspiza badius poliopsis (, 1874)Allan Octavian Hume, S. 325. – ist im Norden Indiens über den Süden Chinas bis Indochina verbreitet. Tachyspiza badius badius (, 1788)Johann Friedrich Gmelin, S. 280. – kommt im Südwesten Indien und auf Sri Lanka vor.
Literatur Benny Génsbøl, Walther Thiede: Greifvögel. Alle europäischen Arten, Bestimmungsmerkmale, Flugbilder, Biologie, Verbreitung, Gefährdung, Bestandsentwicklung. BLV Verlag, München 1997, ISBN 3-405-14386-1. Theodor Mebs: Greifvögel Europas – Biologie – Bestandsverhältnisse – Bestandsgefährdung. Franckh-Kosmos Verlag, Stuttgart 2002, ISBN 3-440-06838-2
Einzelbelege
Weblinks
Kategorie:Habichte und Sperber