Leśnice ( Lischnitz) ist ein Dorf in der polnischen Woiwodschaft Pommern. Es gehört zur Gemeinde Nowa Wieś Lęborska im Powiat Lęborski.

Geographische Lage Die Ortschaft liegt in Hinterpommern, etwa acht Kilometer südwestlich von Lębork.

Geschichte mini|Gebäude der Grundschule Am Ende des 18. Jahrhunderts befand sich das Gut Lischnitz im Besitz von Ernst Carl Ludwig von Weiher,Ludwig Wilhelm Brüggemann Ausfuͤhrliche Beschreibung des gegenwärtigen Zustandes des Königl. Preußischen Herzogthums Vor- und Hinter-Pommern. Teil II, Band 2: Beschreibung der zu dem Gerichtsbezirk der Königl. Landescollegien in Cößlin gehörigen Hinterpommerschen Kreise. Stettin 1784, S. 1074, Absatz (46).Julius Theodor Bagmihl: Pommersches Wappenbuch, Band 3, Stettin 1847, S. 65. um 1836 besaß es Hermann von Weiher.Leopold von Zedlitz-Neukirch: Neues Preussisches Adels-Lexicon, Band 2, Leipzig 1836, S. 63.

Das Gut Lischnitz war Sitz des Amtsbezirks Lischnitz, zu dem außer dem Gutsbezirk Lischnitz noch der Gutsbezirk Chotzlow und der Gutsbezirk Vitröse gehörten.Franz Schultz: Geschichte des Kreises Lauenburg in Pommern. Lauenburg i. Pom. 1912, S. 38, Nr. 18.

Am 1. April 1927 hatte das Gut Lischnitz eine Flächengröße von 1207 Hektar, und am 16. Juni 1925 hatte der Gutsbezirk 585 Einwohner.Kurt Albrecht: Die preußischen Gutsbezirke, in: Zeitschrift des Preussischen Statistischen Landesamts, 67. Jahrgang, Berlin 1927, S. 344–477, insbesondere S. 398 (Google Books). Am 30. September 1928 wurde der Gutsbezirk Lischnitz in eine Landgemeinde gleichen Namens umgewandelt.Amtsbezirk Lischnitz (Territorial.de).

Anfang der 1930er Jahre hatte die Landgemeinde Lischnitz eine Flächengröße von 12 km². Innerhalb der Gemeindegrenzen standen insgesamt 45 bewohnte Wohnhäuser an zehn verschiedenen Wohnstätten:Die Gemeinde Lischnitz im ehemaligen Kreis Lauenburg in Pommern (Gunthard Stübs und Pommersche Forschungsgemeinschaft, 2011)

Die Gemeinde Lischnitz lag 1945 im Landkreis Lauenburg i. Pom. im Regierungsbezirk Köslin der preußischen Provinz Pommern des Deutschen Reichs.

Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs besetzte im Frühjahr 1945 die Rote Armee die Region. Bald darauf wurde Lischnitz zusammen mit ganz Hinterpommern von der Sowjetunion der Volksrepublik Polen zur Verwaltung überlassen. Anschließend begann im Dorf die Zuwanderung polnischer Zivilisten, von denen die einheimischen Dorfbewohner aus ihren Häusern und Wohnungen gedrängt wurden. Lischnitz wurde unter dem polonisierten Ortsnamen Leśnice verwaltet. In der darauf folgenden Zeit wurden die Alteinwohner des Dorfs aus Lischnitz vertrieben.

Das heutige Dorf gehört zur Gmina Nowa Wieś Lęborska im Powiat Lęborski in der Woiwodschaft Pommern (1975–1998 Woiwodschaft Słupsk).

Demographie

+ Bevölkerungsentwicklung bis 1945 Jahr Einwohner Anmerkungen 1867 243 1871 238 davon 221 Evangelische, zwei Katholiken und 15 sonstige Christen 1925 585 davon 552 Evangelische und 63 Katholiken im Informationssystem Pommern. 1930 553 1939 499 Siehe auch Liste der Orte in der Provinz Pommern

Literatur Lischnitz, Rittergut, Kreis Lauenburg Pomm., Provinz Pommern. In: Meyers Gazetteer, mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, Ausgabe 1912, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Lischnitz (meyersgaz.org) Chotzlow, Rittergut, Kreis Lauenburg Pomm., Provinz Pommern. In: Meyers Gazetteer, mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, Ausgabe 1912, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Chotzlow (meyersgaz.org) Dzechlin, Gut, siehe Lischnitz, Kreis Lauenburg Pomm., Provinz Pommern. In: Meyers Gazetteer, mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, Ausgabe 1912, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Dzechlin (meyersgaz.org) Pommersches Güter-Adressbuch, Friedrich Nagel (Paul Niekammer), Stettin 1892, S. 116–117 (Google Books). P. Ellerholz: Handbuch des Grundbesitzes im Deutschen Reiche, Band 2: Provinz Pommern, 2. Auflage, Nicolai (Stricker), Berlin 1884, S. 42–43 (Google Books). Ludwig Wilhelm Brüggemann Ausfuͤhrliche Beschreibung des gegenwärtigen Zustandes des Königl. Preußischen Herzogthums Vor- und Hinter-Pommern. Teil II, Band 2: Beschreibung der zu dem Gerichtsbezirk der Königl. Landescollegien in Cößlin gehörigen Hinterpommerschen Kreise. Stettin 1784, S. 1074, Absatz (46) (Google Books). Franz Schultz: Geschichte des Kreises Lauenburg in Pommern. Lauenburg i. Pom. 1912, S. 388–389 und S. 347–348.

Weblinks

Amtsbezirk Lischnitz (Territorial.de). Die Gemeinde Lischnitz im ehemaligen Kreis Lauenburg in Pommern (Gunthard Stübs und Pommersche Forschungsgemeinschaft, 2011)

Fußnoten

Kategorie:Ort in Pommern Kategorie:Ort der Woiwodschaft Pommern Kategorie:Gmina Nowa Wieś Lęborska