Herbert Leonhardt (* 27. Januar 1925 in Mühlleithen; † 6. Juli 1986 in Rodewisch) war ein deutscher nordischer Skisportler, der im Skispringen, im Skilanglauf und in der Nordischen Kombination startete.
Leben Leonhardt trat zum 20. April 1943 der NSDAP bei (Mitgliedsnummer 10.000.602).Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/25560373 Als gelernter Zimmermann begann er seine Sportlerkarriere in der Betriebssportgemeinschaft (BSG) Musik Klingenthal-Aschberg der Harmonikawerke Klingenthal.Was die Startliste erzählt. In: Neues Deutschland, 15. Februar 1951, S. 6.
Leonhardt gewann bei den Wintersportmeisterschaften der Sowjetischen Besatzungszone 1949 in Oberhof alle vier Goldmedaillen in den nordischen Disziplinen.Neues Deutschland vom 12. Februar 1949 S. 4. Ein Jahr später landete er im Skilanglauf-Einzel von Schierke auf Rang vierNeues Deutschland vom 2. März 1950 S. 6. und gewann Bronze in der Kombination.Neues Deutschland vom 3. März 1950 S. 6. Bei den Olympischen Winterspielen 1956 in Cortina d’Ampezzo belegte Leonhardt im Einzel der Nordischen Kombination den 28. Platz. Ein Jahr zuvor hatte er sich noch einmal eine Bronzemedaille im Langlauf bei den DDR-Meisterschaften gesichert. Als Aktiver gewann er elf Goldmedaillen bei DDR-Meisterschaften und wurde 1953 als erster Wintersportler der DDR von Walter Ulbricht mit dem Ehrentitel „Meister des Sports“ ausgezeichnet.18 erhielten den Titel „Meister des Sports“. In: Neue Zeit, 11. Juli 1953, S. 5.
Nach einem Studium an der Deutschen Hochschule für Körperkultur in Leipzig begann Leonhardt eine Trainerlaufbahn beim SC Dynamo Klingenthal, zuerst in der Nordischen Kombination, ab 1961 im Spezialsprunglauf.Herbert Leonhardt erinnert sich des schweren Beginns. In: Neues Deutschland, 25. Januar 1979, S. 5. Zu seinen Schützlingen gehörten Ulrich Pschera, Matthias Buse, Manfred Deckert und Klaus Ostwald.Als Herbert viermal siegte. In: Neue Zeit, 6. Februar 1985, S. 6.
Leonhardt wurde bereits 1949 in den ersten Gemeinderat der kleinen Vogtlandgemeinde Mühlleithen gewählt. Bei den Kommunalwahlen 1965 wurde er erneut in den Rat der Gemeinde gewählt, war ab 1971 stellvertretender Bürgermeister von Mühlleithen und kandidierte zu den Kommunalwahlen am 6. Mai 1984 wiederum für die Gemeindevertretung.Mehrfach aktiv: H. Leonhardt. In: Neue Zeit, 4. April 1984, S. 5.
Herbert Leonhardt, Major der Deutschen Volkspolizei, war Mitglied der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) und starb nach kurzer Krankheit 1986 im Alter von 61 Jahren.In einem Satz. Mitteilung in der Berliner Zeitung vom 9. Juli 1986, S. 6 und Danksagung seiner Familie im Neuen Deutschland, 18. August 1986, S. 6.
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Einzelnachweise
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