Helmut Dorner (* 1952 in Gengenbach) ist ein deutscher Maler, Zeichner und Hochschullehrer. Sein Werk bewegt sich im Spannungsfeld zwischen Malerei und Skulptur und zeichnet sich durch das gezielte Spiel mit unterschiedlichen Texturen, Materialien und Oberflächen aus.Documenta IX: Kassel, 13. Juni-20. September 1992 – Katalog in drei Bänden, Band 1, Seite 137; Stuttgart 1992, ISBN 3-89322-380-0

Leben und Werk Helmut Dorner studierte von 1976 bis 1983 an der Kunstakademie Düsseldorf bei Gerhard Richter. Diese Zeit bei Richter prägte seine kontinuierliche Auseinandersetzung mit den Grundfragen der Malerei und ihrer Existenzberechtigung in der Gegenwart.

1989 berief man Dorner auf eine Professur an die Staatliche Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe.Kadel Willborn Portfolio von Helmut Dorner, abgerufen am 12. Juni 2016.

1992 nahm Dorner an der documenta IX in Kassel teil. 2006 wurde die Retrospektive Helmut Dorner. Malerei 1988–2005 im Kunstmuseum Winterthur, im Quadrat Bottrop und im Saarlandmuseum in Saarbrücken gezeigt.

Werke von Helmut Dorner gehören zu den Sammlungen des Stedelijk Museum voor Actuele Kunst in Gent, des Zentrums für Kunst und Medien in Karlsruhe, des Musée d’Art Moderne et Contemporain de Strasbourg in Strasbourg, der Kunsthalle Bern und des CaixaForum Barcelona.Ketterer Kunst Helmut Dorner, abgerufen am 12. Juni 2016.

Werke

Künstlerisch arbeitet Dorner an den Überschneidungsbereichen von Skulptur und Malerei. Sein Stil ist durch das gezielte Spiel mit widersprüchlichen Oberflächen gekennzeichnet, was das Verhältnis von Malerei und Objekt thematisiert.

Dorner nutzt unterschiedliche Techniken oft gleichzeitig und in direkter Konfrontation, um die Malerei selbst zu hinterfragen: Pastose Ölbilder: Arbeiten mit extrem dickem Farbauftrag, die rau und materiell wirken (Materialschlachten in Öl). Glatte Lackbilder: Kühl-distanzierte, glänzende Oberflächen aus Lack, oft auf Materialien wie Acrylglas (Methacrylat).

Diese dialektische Arbeitsweise wird durch die bewusste Inszenierung seiner Ausstellungen verstärkt, in denen er die gegensätzlichen Arbeiten (Pastos gegen Glatt) nahe beieinander platziert. Damit fordert er den Betrachter auf, das konventionelle, auf einen Blickwinkel fixierte Sehen zu überdenken und die Wechselbeziehung der Werke im Raum zu betonen.

Auszeichnungen (Auswahl) 1984 BDI Kunstpreis 1985 Stiftung Kunstfonds Bonn 1997 Prix Eliette von Karajan 2001 Hans-Thoma-Preis

Ausstellungen (Auswahl)

Dorners Werke sind in zahlreichen nationalen und internationalen Museen und Sammlungen vertreten, darunter das Centre Pompidou in Paris, das ZKM in Karlsruhe und das Stedelijk Museum voor Actuele Kunst in Gent.

Einzelausstellungen 2006: Retrospektive Helmut Dorner. Malerei 1988–2005, im Kunstmuseum Winterthur, im Josef Albers Museum Quadrat Bottrop und im Saarlandmuseum in Saarbrücken. 1990: Museum Haus Esters, Krefeld; Kunsthalle Bern. 1985: Ulmer Museum, Ulm.

Literatur Malerei: Herbert Brandl – Helmut Dorner – Adrian Schiess – Christopher Wool, Ausstellungskatalog, ZKM, 2004, ISBN 3-928201-32-8

Einzelnachweise

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