Die Burg Hirado (, Hirado-jō) befindet sich in der japanischen Stadt Hirado, (Präfektur Nagasaki). In der Edo-Zeit residierten dort die Matsura mit einem Einkommen von 63.000 Koku als Tozama-Daimyō.
Geschichte mini|links|Burg Hirado: 1: Hommaru2: Ni-no-maru 3: San-n-maruH: Haupttor K: KitakoguchiS: Sotokuruwa Rot: Burgturm Die Burg Hirado wurde auf dem Berg Kameokayama () angelegt, der auf drei Seiten vom Meer, der Hirado-Meerenge (, Hirado-seto) umgeben ist. Im Jahr 1599 hatte der erste Fürst des Han, Matsura Shigenobu (; 1559–1614) dort eine Burg namens Hinodake () angelegt, die aber 1613 abbrannte. Danach residierte der Fürst im Nakanotachi () beziehungsweise Otachi () im zweiten Burgbereich (, Ni-no-maru).
Erst 1704 begann Matsura Takashi (; 1646–1713) mit besonderer Erlaubnis des Shogunats mit dem Bau einer neuen Burg auf den Resten der alten, die 1707 fertig wurde. Er verzichtete dabei auf die Errichtung eines Burgturms (, Tenshukaku). Um die Vorfahren der Matsura zu ehren, gab es im zweiten Burgbereich einen Schrein mit dem Namen Reichinzan-jinja (). Dieser existiert weiter, heute unter dem Namen Kameoka-jinja ().
Die hölzerne Brücke über den Fluss Toishi-gawa (), der in die Bucht Kagamiura () fließt, hieß früher Saiwaibashi (). Sie wurde im Jahr 1715 durch eine steinerne Bogenbrücke im europäischen Stil ersetzt. 1783 wurde die Han-Schule Ishinkan () auf den Außenbereich, das Sotokuruwa (), verlegt. Dazu wurde dort auch ein militärischer Übungsplatz neu angelegt.
Die Anlage heute 1957 wurde der innerste Burgbereich, das Hommaru (), der zweite Bereich Ni-no-maru und der dritte Bereich (, San-no-maru) zum Kameoka-Park (, Kameoka-kōen). Erhalten geblieben sind vor allem die Steinmauern, das Tor (Mon) Kitakoguchi-mon (北虎口門), der Tanuki-Wachturm (, Tanuki-yagura) und die dazugehörenden Erdwälle, die Saiwai-Brücke – jetzt „Holland-Brücke“ (, Orandabashi) genannt – und der wasserlose Graben am Ersten Haupttor (, Ichi-no-Ōtemon).
1962 wurde ein Burgturm auf den Fundamenten des vormaligen Okimi-Wachturms (, Okimi-yagura) errichtet. Weiter wurden die Wachtürme Inui-yagura ()Inui ( bzw. ) ist nach den Zwölf Erdzweigen die Nordwest-Ecke einer Anlage., Jizō-yagura (), Kensō-yagura () und Kaijū-yagura () nachgebaut.
Bilder
Anmerkungen
Literatur Ikeda, Koichi: Hirado-jo in: Miura, Masayuki (Hrsg.): Shiro to jin’ya. Saikoku-hen. Gakken, 2006. ISBN 978-4-05-604379-2. Nishigaya, Yasuhiro (Hrsg.): Hirado-jo. In: Nihon meijo zukan, Rikogaku-sha, 1993. ISBN 4-8445-3017-8.
Weblinks
Hirado Kategorie:Bauwerk in der Präfektur Nagasaki Kategorie:Rekonstruiertes Bauwerk in Japan Kategorie:Erbaut in den 1590er Jahren Hirado Kategorie:Hirado