miniatur|hochkant=0.5|Darstellung des Tsuchinoko von Kuroda Suizan (um 1859) Das Tsuchinoko (jap. , dt. „Kind/Brut des Bodens/Hammers“, letzteres sinngemäß als „hammerähnliches Geschöpf“) ist ein schlangenähnliches Fabelwesen bzw. Kryptid aus Japan.

Der Name Tsuchinoko ist üblich im Westen Japans, wie Kansai oder Shikoku. Daneben gibt es eine Vielzahl regionaler weiterer Namen wie: Tsuchinohebi (, „Hammerschlange“), Nozuchi (, „Feldhammer“), Tsuchinokohebi (, „Hammerkindschlange“), Gohassun (, „58 sun = 175 cm“), Shakuhachihebi (, „Shakuhachi-Schlange“), Kinenokohebi (, „Stößelkindschlange“), Sukinotokohebi (, „Ackerkrumenschlange“), Kōgaihebi (, „Haarnadelschlange“) oder Bachihebi (, „Trommelschlägelschlange“). Nozuchi bezeichnet jedoch auch ein anderes Wesen des japanischen Volksglaubens.

Tsuchinoko werden als schlangenähnliche Wesen beschrieben, deren Mittelteil jedoch viel dicker ist als Kopf und Schwanz. Es hat schwarzbraune Flecken. Im Gegensatz zu den meisten Schlangen soll es einen guten Sehsinn besitzen und auch Schnarchen können. Zudem soll sie übel riechen und tödliches Gift besitzen. Weitere zugeschriebene sehr ungewöhnliche Eigenschaften sind, dass es in Reifenform herumrollen und schrille Laute äußern kann. Die Tiere haben für gewöhnlich eine Länge von 30 bis 80 cm.Kenzo Moriguchi: Town touting mythical snake find; is ‘rare’ creature really a cash cow? In: The Japan Times. 16. Juni 2001, abgerufen am 13. Juni 2016.

Tsuchinoko dienen in Japan häufig als Basis für Popkultur, so kommen sie unter anderem in Videospielen und Anime vor.

Einzelnachweise

Kategorie:Kryptid Kategorie:Fiktive Figur (Japan) Kategorie:Fiktive Schlange