Fabian Stromberger (* 1986 in DarmstadtFabian Stromberger Profil bei e-TALENTA. Abgerufen am 8. Juni 2016.) ist ein deutscher Schauspieler, Sprecher, Synchronsprecher und Komponist.

Leben Fabian Stromberger ist der Sohn der Schauspielerin und Regisseurin Iris Stromberger und der Enkel des Schauspielers und Autors Robert Stromberger. in: Darmstädter Tageblatt vom 7. August 2015. Abgerufen am 8. Juni 2016 Er absolvierte von 2008 bis 2012 seine Schauspielausbildung an der Bayerischen Theaterakademie August Everding in München.Fabian Stromberger Vita; in: Theaterblatt des Staatstheaters Wiesbaden. Ausgabe November 2012. Abgerufen am 8. Juni 2016 Während seiner Ausbildung hatte er Theaterengagements am Metropoltheater München (2010–2011; als Woyzeck), am Akademietheater München (2011) und am Theater in der Josefstadt in Wien (2012; als Sturmführer Schulz in Sein oder Nichtsein). 2011 erhielt er den Ensemblepreis für Woyzeck bei den Bayerischen Theatertagen in Bamberg.

Nach seinem Schauspielabschluss war er anschließend von 2012 bis 2014 für zwei Spielzeiten als festes Ensemblemitglied am Staatstheater Wiesbaden engagiert. Sein Debüt am Staatstheater Wiesbaden gab er als Schüler Ernst Röbel in Frühlings Erwachen. Weitere Rollen dort waren u. a. Maik in der Bühnenfassung von Wolfgang Herrndorfs Roman Tschick (2012–2014), Don Pedro/Don Juan in Viel Lärm um nichts (Premiere: Spielzeit 2013/14), Lysander in Ein Sommernachtstraum (Premiere: Spielzeit 2013/14) und Merkur in Amphitryon von Peter Hacks (Premiere: 2014).Wenn Träume in Schäume zerstieben Aufführungskritik; RheinMainTaunus-Onlinemagazin vom 17. April 2014. Abgerufen am 8. Juni 2016.

Ab der Spielzeit 2014/15 war er bis 2017 festes Ensemblemitglied am Berliner Ensemble. Ab April 2015 spielte er dort in Robert Wilsons Faust-Inszenierung die Titelrolle."Faust I und II" am Berliner Ensemble: Goethe mit Glamour und Grönemeyer Aufführungskritik; Deutschlandfunk vom 23. April 2015. Abgerufen am 8. Juni 2016.Robert Wilson inszeniert "Faust" am Berliner Ensemble: Goethemeyers Greatest Hits Aufführungskritik; Tagesspiegel vom 24. April 2015. Abgerufen am 8. Juni 2016. In dieser Rolle war Stromberger bis einschließlich der Spielzeit 2016/17 dort zu sehen sein.

In der Spielzeit 2015/16 spielte er als Gast am Wiener Burgtheater in Die Unschuldigen, ich und die Unbekannte am Rand der Landstraße von Peter Handke (Uraufführung: Februar 2016), einer Koproduktion mit dem Berliner Ensemble, in einer Inszenierung von Claus Peymann. 2016 trat Stromberger am Berliner Ensemble in Die Unschuldigen, ich und die Unbekannte am Rand der Landstraße (Juni 2016) und als Schwarz in Die Räuber (Juni/Juli 2016) auf. Von 2017 bis 2018 war er weiterhin als Gast am Burgtheater und am Berliner Ensemble für Inszenierungen von Claus Peymann engagiert.Fabian Stromberger. Vita. Offizielle Internetpräsenz Schlosspark Theater. Abgerufen am 29. April 2021. In der Spielzeit 2017/18 spielte er am Schlosspark Theater den Arthur Varville in Die Kameliendame. 2018 gastierte er am Theater Trier als Titelheld in Don Carlos.Premiere Don Carlos am Theater Trier: Wo bleibt Schillers Tragik?. Aufführungskritik. In: Trierischer Volksfreund vom 12. Januar 2018. Abgerufen am 29. April 2021. 2018 war Fabian Stromberger als Gast beim Darmstädter Theater „TheaterLust“ in zwei Hauptrollen zu sehen. In der Spielzeit 2019/20 gastierte er an der Seite von Johannes Hallervorden, Helen Barke und Julia Biedermann in der Komödie Schmetterlinge sind frei erneut am Schlosspark Theater.SCHMETTERLINGE SIND FREI. Produktionsdetails, Besetzung und Kritiken. Offizielle Internetpräsenz Schlosspark Theater. Abgerufen am 29. April 2021.SCHMETTERLINGE SIND FREI. Trailer. Offizielle Internetpräsenz Schlosspark Theater. Abgerufen am 29. April 2021. 2021 war er beim Festival „Klassik am Meer“ als Hitler in der Inszenierung von Mein Kampf (George Tabori) von Philip Tiedemann auf Usedom zu sehen.

Stromberger wirkte bisher auch in einigen wenigen Kino- und Fernsehfilmen mit, u. a. im Kinofilm Die Frau des Polizisten (2013) von Philip Gröning, der im August 2013 im Wettbewerb der 70. Internationalen Filmfestspiele von Venedig uraufgeführt wurde und dort den Spezialpreis der Jury gewann. Im März 2013 war er in der ZDF-Serie SOKO München in einer Episodenrolle zu sehen; er spielte Konrad Franke, einen reichen Münchner Studenten, der sich an einem üblen Cyber-Mobbing gegen seinen WG-Mitbewohner beteiligt.

Stromberger ist als Sprecher, Rezitator bei Lesungen und als Synchronsprecher tätig. in: Darmstädter Echo vom 14. Juli 2015. Stiftung Bärenherz, Salonfestival. September 2015. Abgerufen am 8. Juni 2016. Unter anderem entstanden 2019 in einer Koproduktion von Sony und Reclam Aufnahmen von Klassikern wie Romeo und Jullia, Hamlet und Der zerbrochne Krug (Musikkomposition: Fabian Stromberger) als Hörbuch, bei denen Fabian Stromberger als Tybalt, Horatio und Ruprecht zu hören ist (Produzent: Johannes Steck).

Fabian Stromberger ist außerdem Komponist, u. a. für Film- und Theatermusik.

Er tritt mit Chansonabenden mit Liedern aus den Goldenen Zwanzigern und den Dreißigerjahren auf.Fabian Stromberger begeistert die Musikfans im Kulze Schwabniederhofen;Aufführungskritik; in: Münchner Merkur vom 30. September 2010. Abgerufen am 8. Juni 2016.

Er lebt in München und Berlin und ist mit der Schauspielerin Elinor Eidt verheiratet, mit der er einen Sohn hat.

Theater 2010: Woyzeck in Woyzeck (Georg Büchner) am Metropol Theater München, Regie: Jochen Schölch 2011: ZAPO in Picknick im Felde (Fernando Arrabal) am Akademiestudio München, Regie: Sapir Heller 2012: Sturmführer Schulz in Sein oder Nichtsein (nach Ernst Lubitsch) am Theater in der Josefstadt, Regie: Peter Wittenberg 2012: Azor in Der Streit (Pierre Carlet de Marivaux) am Akademietheater München, Regie: Malte Lachmann 2012: Maik in Tschick (Wolfgang Herrndorf) am Staatstheater Wiesbaden, Regie: Dirk Schirdewahn 2013: Don Pedro/Don Juan in Viel Lärm um nichts (William Shakespeare) am Staatstheater Wiesbaden, Regie: Caroline Stolz 2013: Pjotr in Die Letzten (Maxim Gorki) am Staatstheater Wiesbaden, Regie: Markus Dietz 2013: Lysander in Ein Sommernachtstraum (William Shakespeare) am Staatstheater Wiesbaden, Regie: Manfred Beilharz 2014: Merkus in Amphitryon (Peter Hacks) am Staatstheater Wiesbaden, Regie: Caroline Stolz 2014: William Featherstone in Die bessere Hälfte (Alan Ayckbourn) am Staatstheater Wiesbaden, Regie: Caroline Stolz 2014: Josch K. in Weltkrieg für alle (John von Düffel) am Staatstheater Wiesbaden, Regie: Tobias Materna 2015: Faust in Faust I+II (Johann Wolfgang von Goethe) am Berliner Ensemble, Regie: Robert Wilson, Musik: Herbert Grönemeyer, Gastspiel am Théâtre du Châtelet in Paris 2016: Die Unschuldigen, ich und die Unbekannt am Rand der Landstraße (Peter Handke) am Burgtheater in Wien, Regie: Claus Peymann 2016: Schwarz/Grimm in Die Räuber (Friedrich Schiller) am Berliner Ensemble, Regie: Leander Haußmann 2016: Träumer in Abschlussball (Stückentwicklung) am Berliner Ensemble, Regie: Achim Freyer 2017: Noodler in Peter Pan, Gastspiel am National Taichung Theater in Taiwan, Regie: Robert Wilson 2017: Oberst Hennings in Prinz Friedrich von Homburg (Heinrich von Kleist) am Berliner Ensemble, Regie: Claus Peymann 2017: Varville in Die Kameliendame (Alexandre Dumas) am Schlosspark Theater, Berlin, Regie: Philip Tiedemann 2018: Don Carlos in Don Carlos (Friedrich Schiller) am Theater Trier, Regie: Alexander May 2018: Norman in Cash ... und ewig rauschen die Gelder (Michael Cooney) am Theater Trier, Regie: Caroline Stolz 2018: Datterich in Datterich (Ernst Elias Niebergall) am TheaterLust Darmstadt, Regie: Iris Stromberger 2019: Hecht in Der Glasschrank (Robert Stromberger nach Heinrich Rüthlein) am TheaterLust Darmstadt, Regie: Iris Stromberger 2020: Ralph Austin in Schmetterlinge sind frei (Leonard Gershe) am Schlosspark Theater, Berlin, Regie: Irene Christ 2021: Hitler in Mein Kampf (George Tabori) beim Festival „Klassik am Meer“, Regie: Philip Tiedemann 2021: Serge in Kunst (Yasmina Reza) am TheaterLust Darmstadt, Regie: Iris Stromberger 2022: Knuzius in Der fröhliche Weinberg (Carl Zuckmayer), Festspiele Heppenheim, Regie: Iris Stromberger 2022: Eric Swan in Cash … und ewig rauschen die Gelder (Michael Cooney), Festspiele Heppenheim, Regie: Iris Stromberger 2022: Edmund Tyrone in Eines langen Tages Reise in die Nacht (Eugene O’Neill), Schlosspark Theater, Regie: Torsten Fischer

Filmografie 2011: Corduroy (Kurzfilm) 2012: Ludwig II. (Kinofilm) 2012: Das Traumzelt (Kurzfilm) 2013: Die Frau des Polizisten (Kinofilm) 2013: SOKO München (Fernsehserie; Folge: Brennendes Herz) 2019: Die Spezialisten – Im Namen der Opfer (Fernsehserie; Folge: Alte Wunden) 2021: 73 (Kurzfilm, DFFB) 2023: Das Mädchen von früher (Fernsehfilm) 2025: Ein Fall für zwei (Fernsehserie; Folge: Der Mann aus dem Wald)

Weblinks

Fabian Stromberger – Internetpräsenz

Fabian Stromberger – ZAV Künstlervermittlung

Einzelnachweise

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