Der Friedhof Seelberg oder auch Friedhof Am Seelberg in Hannover ist ein im 19. Jahrhundert angelegter ehemaliger Friedhof, der heute als Grünanlage mit einer Ausdehnung von rund 1,08 HektarPeter Schulze: Friedhöfe. In: Klaus Mlynek, Waldemar R. Röhrbein (Hrsg.) u. a.: Stadtlexikon Hannover. Von den Anfängen bis in die Gegenwart. Schlütersche, Hannover 2009, ISBN 978-3-89993-662-9, S. 193–196; hier: S. 195; online über Google-Bücher unter Denkmalschutz steht. Standort ist die Straße Am Seelberg im heutigen Stadtteil Misburg-Nord.Wolfgang Neß: Der Dorfbereich sowie Ortskarte 13 Misburg-Nord. In: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Baudenkmale in Niedersachsen, Stadt Hannover, Teil 2, Band 10.2, hrsg. von Hans-Herbert Möller, Niedersächsisches Landesverwaltungsamt – Veröffentlichungen des Instituts für Denkmalpflege, Friedr. Vieweg & Sohn, Braunschweig/Wiesbaden 1985, ISBN 3-528-06208-8, S. 60f., 179f. (Link zum Digitalisat); sowie Misburg-Nord im Addendum Verzeichnis der Baudenkmale gem. § 4 (NDSchG) (ausgenommen Baudenkmale der archäologischen Denkmalpflege) / Stand: 1. Juli 1985 / Stadt Hannover. S. 27

Geschichte Nachdem das bereits im Mittelalter im Zusammenhang mit der ehemaligen Mudzborgh und dem späteren Siedlungskern rund um Meyers Garten entstandene Dorf Misburg zur Zeit des Königreichs Hannover ab 1824 politisch dem Amt Hannover zugeordnet worden war,Klaus Mlynek: Misburg. In: Stadtlexikon Hannover, S. 444f. wurde kurz darauf „[...] der 1827 relativ weit außerhalb des Dorfes angelegte Friedhof“ angelegt.Davon abweichend wird das Jahr 1831 als Datum der Anlage des Friedhofes genannt, vergleiche Peter Schulze: Friedhöfe. In: Stadtlexikon Hannover, S. 195

Als im Zuge der Industrialisierung während der Gründerzeit des Deutschen Kaiserreichs und insbesondere durch die Gründung der Misburger Zementindustrie ab 1877 die Bevölkerung des Dorfes rasant anwuchs, erhielt Misburg eine eigene Kirchengemeinde und gehörte ab 1893 nicht mehr zum Kirchspiel Kirchrode, wenngleich die St.-Johannis-Kirche erst 1904 eingeweiht werden konnte.

An der historischen Straße „Am Seelberg“, die bereits zuvor 1895 amtlich nach dem Flurnamen benannt wurde,Helmut Zimmermann: Am Seelberg, in ders.: Die Strassennamen der Landeshauptstadt Hannover. Verlag Hahnsche Buchhandlung, Hannover 1992, ISBN 3-7752-6120-6, S. 21 erinnern auf dem ehemaligen Friedhof einige – ebenfalls denkmalgeschützte – Grabsteine an verstorbene Bewohner Misburgs sowie an die frühere Nutzung des Geländes, das zur Zeit der Weimarer Republik im Jahr 1921 als aufgelassen wurde.Davon abweichend wird das Jahr 1920 als Datum der Auflassung genannt, vergleiche Peter Schulze: Friedhöfe. In: Stadtlexikon Hannover, S. 195 Im selben Jahr wurde der Waldfriedhof Misburg eröffnet.

Endgültig aufgegeben wurde der Seelberger Friedhof 1972. Dabei wurde einige Gräber umgebettet, andere blieben an Ort und Stelle erhalten.Juan Carlos Blancos Varela, Wolfgang Illmer: Gräber werden umgebettet, in Wolfgang Illmer (Hrsg.) et al.: Chronik Misburg. Ursprung bis Gegenwart, 1. Auflage, Hannover-Misburg: W. Illmer, 2012, ISBN 978-3-00-038582-7, S. 95

Siehe auch Liste der Baudenkmale in Misburg-Anderten Friedhöfe in Hannover

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Anmerkungen

Einzelnachweise

Misburg-Nord Kategorie:Erbaut in den 1820er Jahren Kategorie:Baudenkmal in Hannover Kategorie:Parkanlage in Hannover Kategorie:Misburg-Nord Kategorie:Umgewidmeter Friedhof Hannover Hannover Seelberg