Die ICC Champions Trophy 2017 wurde vom 1. bis zum 18. Juni 2017 in England und Wales ausgetragen. Es war die achte Champions Trophy im ODI-Cricket, die vom Weltverband International Cricket Council (ICC) organisiert wird und die dritte in England. Das Land hatte zuvor das Turnier 2004 ausgetragen und zusammen mit Wales die vorhergehende ICC Champions Trophy 2013.

Das Turnierformat von 2009 und 2013 blieb unverändert und die damals acht besten Cricket-Nationalmannschaften der ICC ODI Championship nahmen an der ICC Champions Trophy 2017 teil: Australien, Bangladesch, England, Indien, Neuseeland, Pakistan, Sri Lanka und Südafrika. Während der ICC Champions Trophy 2017 wurden 15 Spiele absolviert, darunter zwölf in der Vorrunde und drei in der Finalrunde, einschließlich des Finales. Die Mannschaften wurden in zwei Gruppen zu je vier Teams eingeteilt, wobei jedes einmal gegen die anderen der Gruppe antrat. Die zwei besten Mannschaften jeder Gruppe qualifizierten sich für das Halbfinale, dessen Gewinner im Finale aufeinandertrafen. Die ICC Champions Trophy 2017 wurde im One-Day International-Format ausgetragen, wobei jedes Team jeweils ein Innings über maximal 50 Over bestritten hat.

Bangladesch, England, Indien und Pakistan erreichten das Halbfinale. Indien besiegte Bangladesch und Pakistan England, wonach Pakistan den „Erzrivalen“ Indien im Finale in The Oval in London mit 180 Runs besiegte und so seine erste Champions Trophy gewann. Zusammen mit den Siegen beim Cricket World Cup 1992 und der ICC World Twenty20 2009 war dies Pakistans dritter internationaler Crickettitel. Südafrika schied bereits in der Vorrunde aus.

Nach den ursprünglichen Plänen sollte die letzte ICC Champions Trophy 2013 ausgetragen und ab 2017 durch die ICC World Test Championship ersetzt werden. Im Januar 2014 wurde dieser Plan jedoch widerrufen und angekündigt, dass 2017 ebenfalls eine Champions Trophy stattfinden solle und die ICC World Test Championship gestrichen sei. 2016 kündigte der International Cricket Council an, dass die ICC Champions Trophy nach 2017 nicht mehr ausgetragen werden soll in Übereinstimmung mit den Bestrebungen des ICC, für jedes Cricket-Format ein Turnier auszutragen. Im November 2021 kündigte der ICC an, dass die ICC Champions Trophy 2025 wieder ausgetragen werden und in Pakistan stattfinden soll.

Vorgeschichte Ursprünglich war das Zeitfenster dazu vorgesehen, die ICC World Test Championship in England auszutragen. Da es nicht gelang, ein passendes Format für das Turnier zu finden, wurde im Februar 2014 bekanntgegeben, dass anstatt dessen eine weitere Ausgabe der Champions Trophy ausgetragen wird. Im Vorlauf des Wettbewerbes kam es zu Streitigkeiten im Weltverband ICC über die Verteilung der Finanzen, wobei Indien sich vorbehielt, zukünftige ICC-Turniere, wie die Champions Trophy, zu boykottieren. So ließ der indische Verband BCCI die ursprüngliche Einreichungsfrist der Kader verstreichen. Mit zweiwöchiger Verspätung und durch Druck von Medienpartnern entschied sich der BCCI dennoch, einen Kader einzureichen.

Vergabe Der International Cricket Council vergab die ICC Champions Trophy 2017 an England und Wales.

Teilnehmer Die damals acht besten Mannschaften der ICC ODI Championship zum 30. September 2015 qualifizierten sich für die ICC Champions Trophy 2017: Australien, Bangladesch, England, Indien, Neuseeland, Pakistan, Sri Lanka und Südafrika. Bangladesch, das sich anstelle der West Indies qualifizierte, ist die einzige Veränderung in der Teilnehmerliste gegenüber der Turniere 2009 und 2013. Der Turnierplan und die Vorrundengruppen wurden am 1. Juni 2016 veröffentlicht. Simbabwe und die West Indies konnten sich wegen ihren niedrigeren Plätzen in der ICC ODI Championship nicht für die ICC Champions Trophy 2017 qualifizieren. Außerdem nahm kein assoziiertes Mitglied an dem Turnier teil. Die Qualifikation Pakistans anstelle der West Indies war nicht unumstritten, da sich Pakistan kurzfristig aus einem Drei-Nationenturnier mit den West Indies und Simbabwe zurückzog, in dem die West Indies die Chance gehabt hätten Pakistan zu überholen um sich noch für die Champions Trophy zu qualifizieren.

mini|400px|Teilnehmende Länder der ICC Champions Trophy 2017; insgesamt zehn Teams nahmen teil. LandQualifikationsgrundlageTurnierteilnahmeLetztmalige TeilnahmeBestes ErgebnisGastgeberAchte2013Finalist (2004, 2013)ODI-Ranglistezum 30. September 2015Achte2013Sieger (2006, 2009)Fünfte20069. Platz (2000, 2006)Achte2013Sieger (2002, 2013)Achte2013Sieger (2000)Achte20133. Platz (2000, 2009)Achte2013Sieger (2002)Achte2013Sieger (1998)

Austragungsorte Die Spiele wurden in zwei englischen und einem walisischen Stadien ausgetragen. Insgesamt wurden 15 Partien während der ICC Champions Trophy 2017 ausgetragen, darunter die zwei Halbfinals und das Finale. Alle drei ausgewählten Stadion trugen Vorrundenspiele und jeweils ein Finalrundenspiel aus. Dabei wurde am 17. Dezember 2014 bekanntgegeben, dass die gleichen Stadien gewählt wurden wie bei der letzten Ausgabe. Da jedoch im gleichen Zeitfenster in Cardiff das Finale der UEFA Champions League 2016/17 ausgetragen wurde, fand dort ein Spiel weniger als 2013 statt.

Birmingham Cardiff London Edgbaston Cricket Ground Sophia Gardens The Oval Kapazität: 25.000 Kapazität: 15.634 Kapazität: 27.500 150px 150px 150px

Format Die ICC Champions Trophy 2017 wurde über 18 Tage zwischen acht verschiedenen Mannschaften über 15 Spiele ausgetragen. Sie begann am 1. Juni 2017 in The Oval in London mit dem Eröffnungsspiel zwischen dem Gastgeber England und Bangladesch. Das Turnier endete am 18. Juni im denselben Stadion mit dem Finale zwischen Indien und Pakistan, wobei Pakistan die ICC Champions Trophy gewann. Dasselbe Turnierformat kam bei den Champions Trophies 2009 und 2013 zur Anwendung.

Spielplan Die nachfolgende Tabelle zeigt das tägliche Programm der ICC Champions Trophy 2017. Dabei steht ein zyanblaues Kästchen für die Vorrunde, ein grünes Kästchen für Finalrundenspiele und ein gelbes Kästchen für das Finale.

+ Anzahl täglicher Spiele während des TurnieresVorrundeJuniDo.1.Fr.2.Sa.3.So.4.Mo.5.Di.6.Mi.7.Do.8.Fr.9.Sa.10.So.11.Mo.12.Gruppe A | bgcolor=#7DF9FF| 1 | bgcolor=#7DF9FF| 1

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| bgcolor=#7DF9FF| 1 | bgcolor=#7DF9FF| 1 | |Gruppe B

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| bgcolor=#7DF9FF| 1 | bgcolor=#7DF9FF| 1FinalrundeJuniDi.13.Mi.14.Do.15.Fr.16.Sa.17.So.18.Finalrunde | | bgcolor=#00cc33| 1 | bgcolor=#00cc33| 1

| bgcolor=#ffcc00| 1Farblegende

Gruppen Gruppe AGruppe B

Vorrunde Die Champions Trophy 2017 wurde zwischen acht Nationalmannschaften ausgespielt. Für die Vorrunde wurden die Mannschaften in zwei Gruppen zu je vier Mannschaften eingeteilt mit demselben Turnierformat wie 2009 und 2013. In welche Gruppe jede Mannschaft eingeteilt wurde, wurde in der Auslosung festgelegt. Jede Mannschaft bestritt ein Spiel gegen jede andere seiner Gruppe. Für einen Sieg gab es zwei Tabellenpunkte, für ein Unentschieden oder No Result einen Punkt, für eine Niederlage keinen Punkt. Hatten zwei Mannschaften dieselbe Anzahl an Tabellenpunkten, wurde der Tabellenrang anhand der Net Run Rate, gefolgt von der Net Bowl Rate und dem direkten Vergleich ermittelt.

Am Ende der Vorrunde qualifizierten sich die jeweils beiden besten einer Gruppe für die Finalrunde.

Finalrunde Ab dieser Phase nahm das Turnier ein K.-o.-System an. Jedes Spiel musste zwingend mit einem Sieg enden. Gab es nach beiden Innings keinen Sieger, wurde das Spiel durch ein Super Over entschieden.

Kaderlisten Die offizielle Einreichungsfrist für die Kader war der 25. April 2017, wobei im Verletzungsfall Spieler nachnominiert werden konnten. Südafrika benannte seinen Kader am 19. April, Australien und Bangladesch am 20. April, Neuseeland und Sri Lanka am 24. April, England und Pakistan am 25. April und Indien am 8. Mai 2017. + ODI Eoin Morgan (K) Moeen Ali Jonny Bairstow Jake Ball Sam Billings Jos Buttler Alex Hales Liam Plunkett Adil Rashid Joe Root Jason Roy Ben Stokes David Willey Chris Woakes Mark Wood Steve Smith (K) Par Cummins Aaron Finch John Hastings Josh Hazlewood Travis Head Moises Henriques Chris Lynn Glenn Maxwell James Pattinson Mitchell Starc Marcus Stoinis Matthew Wader (wk) David Warner Adam Zampa Mashrafe Mortaza (K) Imrul Kayes Mahmudullah Mehedi Hasan Mosaddek Hossain Mushfiqur Rahim (wk) Mustafizur Rahman Rubel Hossain Sabbir Rahman Shafiul Islam Shakib Al Hasan Soumya Sarkar Sunzamul Islam Tamim Iqbal Taskin Ahmed Virat Kohli (K) Ravichandran Ashwin Jasprit Bumrah Shikhar Dhawan MS Dohni (wk) Bhuvneshwar Kumar Ravindra Jadeja Kedar Jadhav Manish Pandey Hardik Pandya Ajinkya Rahane Mohammed Shami Rohit Sharma Yuvraj Singh Umesh Yadav Kane Williamson (K) Corey Anderson Trent Boult Neil Broom Colin de Grandhomme Martin Guptill Tom Latham Mitchell McClenaghan Adam Milne Jimmy Neesham Jeetan Patel Luke Ronchi (wk) Mitchell Santner Tim Southee Ross Taylor Sarfraz Ahmed (K & wk) Ahmed Shehzad Azhar Ali Mohammad Hafeez Babar Azam Fahim Ashraf Fakhar Zaman Hasan Ali Imad Wasim Junaid Khan Mohammad Amir Shadab Khan Shoaib Malik Umar Akmal Wahab Riaz Angelo Mathews (K) Dinesh Chandimal Niroshan Dickwella Asela Gunaratne Chamara Kapugedera Nuwan Kulasekera Suranga Lakmal Lasith Malinga Kusal Mendis Kusal Perera Thisara Perera Nuwan Pradeep Seekkuge Prasanna Lakshan Sandakan Upul Tharanga AB de Villiers (K) Hashim Amla Quinton de Kock Faf du Plessis JP Duminy David Miller Chris Morris Wayne Parnell Andile Phehlukwayo Kagiso Rabada Imran Tahir Keshav Maharaj Dwaine Pretorius Farhaan Behardien Morne Morkel

Aufwärmspiele Vom Veranstalter wurden zahlreiche Aufwärmspiele angesetzt, die den Teams die Möglichkeit geben sollten sich an die Bedingungen zu gewöhnen. England und Südafrika bestritten zu dieser Zeit eine ODI-Serie in England.

Vorrunde Die Auslosung der Vorrundengruppen wurde am 1. Juni 2016 bekanntgegeben. Gruppe A

Tabelle

Spiele

England konnte den Münzwurf für sich entscheiden und entschied sich zuerst als Feldmannschaft aufzulaufen. Bangladesch gelang ein guter Start, verlor zunächst nur im 12. und im 20. Over jeweils ein Wicket. Eröffnungsbatsman Tamim Iqbal gelang mit 128 Runs ein Century und Mushfiqur Rahim 79 Runs, bevor ihre beiden Wickets im 45. Over fielen. Verantwortlich dafür war jeweils Bowler Liam Plunkett, dem 4 Wickets bei 59 Runs das beste Ergebnis der englischen Bowler gelang. Im Nachhinein verlor Bangladesch noch zwei weitere Wickets und konnte so in den letzten Overn keinen Endspurt mehr vollziehen und erzielte insgesamt 305 Runs. Die Antwort Englands wurde früh gestört als Jason Roy im 3. Over sein Wicket verlor. Der für ihn hineinkommende Joe Root gelang es zusammen mit Alex Hales das Spiel zu kontrollieren. Hales fiel mit 95 Runs im 28. Over. Anschließend vollendete Root mit insgesamt 133 Runs zusammen mit Eoin Morgan mit 75 Runs das Innings für England im 48. Over. Es war die höchste erfolgreiche Jagd bei einer Champions Trophy bisher. Als Man of the Match wurde Joe Root benannt.