mini|Thomas Oláh (2016) Thomas Oláh (* 3. August 1966 in Wien) ist ein österreichischer Kostümbildner.

Leben Thomas Oláh studierte von 1985 bis 1987 Theaterwissenschaft, Philosophie und Kunstgeschichte an der Universität Wien. Er machte ab 1986 zudem eine Lehre als Damenkleidermacher, die er 1989 abschloss. Von 1988 bis 1992 studierte er Modedesign an der Universität für angewandte Kunst Wien. Oláh war ab 1990 als Kostümbildner für Werbefilme tätig. Er gründete 1993 die Kostümwerkstatt Oláh, die Kostüme für das Theater an der Wien, die Wiener Staatsoper, die Bayerische Staatsoper, das Opernhaus Zürich, die Wiener Festwochen und weitere Bühnen herstellte. Oláhs Arbeitsschwerpunkt als Kostümbildner verlagerte sich zunehmend vom Theater zu Film und Fernsehen.

2006 unterrichtete er erstmals an der Universität für angewandte Kunst Wien, an der er 2007 mit einer Dissertation über militärische Elemente in der Mode den Doktortitel erwarb. 2023 veröffentlichte er seinen Debütroman Doppler, mit dem er für den Deutschen Buchpreis (Longlist) sowie für den Debütpreis des Österreichischen Buchpreises 2023 nominiert wurde.

Oláh ist Mitglied der Akademie des Österreichischen Films. und der Deutschen Filmakademie.

Filmografie mini|Thomas Oláh (Mitte) mit dem Österreichischen Filmpreis 2013, den er für das Kostümbild für Die Vermessung der Welt erhielt

1994: Ich gelobe 1994: Die Knickerbocker-Bande: Das sprechende Grab 1995: Internationale Zone 1995: Nachtbus 1996: Der Hausbesorger oder Ein kurzer Film über die Ordnung 1998: Frauen lügen nicht 1998: Kleine Semmeln 1999: Die Nichte und der Tod (Fernsehfilm) 1999: Tatort: Passion 2000: Frische Ware 2000: Geier im Reisrand 2001: Die Gottesanbeterin 2001: Spiel im Morgengrauen 2002: MA 2412 (acht Folgen) 2002: Poppitz 2003: MA 2412 – Die Staatsdiener 2003: Ravioli 2004: Antares 2004: Mein Vater, meine Frau und meine Geliebte 2005: Kabale und Liebe 2005: Im Reich der Reblaus 2006: König Otto 2007: Free Rainer – Dein Fernseher lügt 2007: Midsummer Madness 2008: Der Prager Frühling 2008: Transsiberian 2009: Mein Kampf 2009: Women Without Men 2010: 3faltig 2010: Jud Süß – Film ohne Gewissen 2010: Der Täter 2011: Die Konterrevolution 2012: Die Machtergreifung 2012: Die Vermessung der Welt 2013: Der Medicus 2014: Stonehearst Asylum – Diese Mauern wirst du nie verlassen 2015: Käthe Kruse 2017: Maximilian – Das Spiel von Macht und Liebe 2018: Der Pass (Fernsehserie) 2019: Ich war noch niemals in New York 2019–2023: Vienna Blood (Fernsehreihe) 2021: Tribes of Europa (Fernsehserie)

Publikationen (Auswahl) 2008, Ares und das Band der Charis: militärische Elemente in der Mode Zentraleuropas von den 1950er Jahren bis 2000, Dissertation, Praesens-Verlag, Wien 2008, ISBN 978-3-7069-0493-3 2023, Doppler, Roman, Müry Salzmann Verlag, Salzburg 2023, ISBN 978-3-99014-239-4.

Auszeichnungen Bestes Kostümbild, Österreichischer Filmpreis 2013 (für Die Vermessung der Welt)

Weblinks

Internetpräsenz von Thomas Oláh

Einzelnachweise

Kategorie:Kostümbildner (Österreich) Kategorie:Hochschullehrer (Universität für angewandte Kunst Wien) Kategorie:Mitglied der Akademie des Österreichischen Films Kategorie:Träger des Österreichischen Filmpreises Kategorie:Roman, Epik Kategorie:Literatur (21. Jahrhundert) Kategorie:Literatur (Österreich) Kategorie:Literatur (Deutsch) Kategorie:Autor Kategorie:Österreicher Kategorie:Geboren 1966 Kategorie:Mann