Die Bahnstrecke Kędzierzyn-Koźle–Opole ist eine zweigleisige elektrifizierte Eisenbahnstrecke in der polnischen Woiwodschaft Opole.

Verlauf und Zustand mini|links|Bahnhof Gogolin (2015) Die Strecke beginnt im Fernverkehrsbahnhof Kędzierzyn-Koźle (Kandrzin-Kosel) an der Bahnstrecke Katowice–Legnica, welcher der Anfangsbahnhof der Bahnstrecke Kędzierzyn-Koźle–Bohumín und der ehemaligen Bahnstrecke Kędzierzyn-Koźle–Kluczbork ist, und verläuft nordwestwärts zum nächsten Fernverkehrsbahnhof Zdzieszowice (Leschnitz; km 10,375) mit einem Anschluss zu einer Kokerei, weiter über Gogolin (Gogolin; km 21,380), dem Endpunkt der einstigen Neustadt-Gogoliner Eisenbahn, und Przywory Opolskie (Przywor; km 31,404) mit einem Anschluss zu einem Zementwerk von Heidelbergcement, und endet im Bahnhof Opole Groszowice (Groschowitz; km 37,510) an der Bahnstrecke Bytom–Wrocław, der auch der Anfangsbahnhof der Bahnstrecke Opole–Wrocław ist.

Die Strecke ist durchgehend zweigleisig und mit drei Kilovolt Gleichspannung elektrifiziert.

Aufgrund der niedrigen Streckenhöchstgeschwindigkeit betrug die Fahrzeit zwischen Kędzierzyn-Koźle und Opole Główne Ende 2018 mindestens 46 MinutenKursbuch 9. Dezember 2018 – 9. März 2019., damit länger als beispielsweise 1914 (mindestens 33 Minuten)Reichskursbuch Juli 1914, Nachdruck, 5. Auflage, 1995, Ritzau KG – Verlag Zeit und Eisenbahn, Pürgen, ISBN 3-921 304-09-1. oder 1936 (mindestens 21 Minuten)Deutsches Kursbuch Sommer 1936, Ritzau KG – Verlag Zeit und Eisenbahn – Pürgen, Nachdruck, 1. Auflage, 1990.. Sämtliche Schnell- und Eilzüge dieser Fahrplanjahre brauchten weniger Zeit als die Intercity- und Twoje-Linie-Kolejowe-Züge von 2019. Nach einer Sanierung und Ausbau der Strecke auf weitgehend 160 km/h ist die kürzeste Fahrzeit wieder auf zwanzig Minuten gesunken (Stand März 2026).

Geschichte Die Strecke Oppeln–Cosel (damaliger Name des späteren Bahnhofs Kandrzin) wurde am 2. November 1845 gemeinsam mit der Fortführung nach Gleiwitz von der später verstaatlichten Oberschlesischen Eisenbahn eröffnet und ist bereits seit 1847 zweigleisig ausgebaut. 1945 wurde das zweite Gleis demontiert, aber 1946 (Abschnitt Kędzierzyn-Koźle–Gogolin) und 1956 (Abschnitt Gogolin–Opole Groszowice) wieder aufgebaut. Seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges und der folgenden Angliederung des größten Teils Schlesiens an Polen gehört die Strecke zu den Polnischen Staatseisenbahnen, die sie seit dem 22. Dezember 1961 elektrisch betreiben.

Bedeutende Züge auf der Strecke waren zu Zeiten des Ersten Weltkrieges der Balkanzug, später der Schnelltriebwagenzug Berlin–Beuthen.

Literatur und Weblinks

Ryszard Stankiewicz und Marcin Stiasny: Atlas Linii Kolejowych Polski 2014. Eurosprinter, Rybnik 2014, ISBN 978-83-63652-12-8, S. G6 Beschreibung auf atlaskolejowy.net (polnisch)

Anmerkungen

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