Horst Schultheis (* 28. März 1936; † 4. November 2013) war ein deutscher Schauspieler.

Leben Horst Schultheis wurde im Saarland geboren. An der Essener Folkwang Universität der Künste studierte er Schauspiel, Tanz und Musicalgesang und war von 1960 bis 1964 am Theater Aachen engagiert. Dort spielte er unter anderem den Wladimir in Warten auf Godot von Samuel Beckett, im Tod eines Handlungsreisenden von Arthur Miller verkörperte er die Rolle des Biff und in Max Frischs Andorra den Andri. In der Hauptsache spielte sich Schultheis' Theaterlaufbahn in Berlin ab. Dort gastierte er an der heutigen Schaubühne am Lehniner Platz, an der Komödie und dem Theater am Kurfürstendamm und insbesondere an der Tribüne, an der er 22 Jahre lang wirkte. Hier war er beispielsweise in den Titelrollen von Molières Eingebildetem Kranken und in Onkel Wanja von Anton Tschechow zu sehen, ferner als Gerichtsrat Walter im Zerbrochnen Krug von Heinrich von Kleist. Weitere Stationen waren das Schlosspark Theater, wo Schultheis in der Operette Wie einst im Mai von Walter Kollo spielte, und ab 1993 das Renaissance-Theater. Dort stand er in Stücken wie Der rote Hahn von Gerhart Hauptmann, Die Dame vom Maxim von Georges Feydeau, Bunbury von Oscar Wilde oder Bertolt Brechts Das wirkliche Leben des Jakob Gehherda auf der Bühne., abgerufen am 2. Juni 2016

Darüber hinaus wirkte Schultheis ab 1994 in den jährlichen Berliner Jedermann-Inszenierungen unter der Regie von Brigitte Grothum mit und spielte 2006 in der Rolle des Otto Staudach in der Uraufführung des Musicals Ich war noch niemals in New York im Hamburger Operettenhaus.

Seit Mitte der 1960er Jahre arbeitete Schultheis auch immer wieder für das Fernsehen. So spielte er 1972 in der 13-teiligen ZDF-Serie Die Pulvermänner, gastweise in Liebling Kreuzberg oder Die Wicherts von nebenan sowie verschiedenen Tatort-Episoden.

Sporadisch waren seine Aufgaben als Hörspiel- und Synchronsprecher. Im Synchronstudio lieh Schultheis seine Stimme unter anderem Buck Kartalian in dem Film Sam Marlow, Privatdetektiv und Kevin Dobson in einer Folge von CSI – Den Tätern auf der Spur.

Filmografie 1966: Unser Pauker – Die Kur 1966: Die Chefin 1969: Tagebuch eines Frauenmörders 1972: Die Pulvermänner (8 Folgen als Lehrer Fabian) 1977: Tatort – Feuerzauber 1979: Kommissariat 9 – An der richtigen Quelle 1979: Tatort – Gefährliche Träume 1981: Engel aus Eisen 1981: Tatort – Beweisaufnahme 1981: Tatort – Katz und Mäuse 1982: Tatort – Sterben und sterben lassen 1984: Der Mandelblütentraum – Kurzfilm 1985: Löwenzahn – Der Unkrautgärtner 1986: Berliner Weiße mit Schuß 1986: Didi – Der Untermieter – Die Renovierung 1986: Die Wicherts von nebenan (2 Folgen als Cherobino) 1986: Berliner Weiße mit Schuß Folge 4, Episode: Der Leihvater 1990: Liebling Kreuzberg – Selbsthilfe 1990: Wie gut, daß es Maria gibt – Der Zweck heiligt die Mittel 1991: Der Hausgeist – Geisterstunde 1992: Der Millionenerbe – Ein neuer Anfang 1993: Der Hausgeist – Ich glaub’, mich tritt ein Pferd 2002: Dr. Sommerfeld – Neues vom Bülowbogen – Unter Verdacht

Hörspiele 1995: Mein wunderbares Schattenspiel (Teile 2, 4 und 5) – Autoren: Peter Steinbach und Christoph Busch – Regie: Holger Rink

Weblinks (als Horst Schultheiss)

Horst Schultheis Verzeichnis der Hörspiele bei hoerspielland.de

Einzelnachweise

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