mini|Das Grab von Robert Abajyan auf dem Soldatenfriedhof von Yerablur Robert Alegsandri Abadschjan (; * 16. November 1996 in Jerewan, Armenien; † 2. April 2016 in BergkarabachProject: Support our Heroes, Paros) war ein armenischer Obergefreiter der Streitkräfte der Republik Bergkarabach. Er wurde wegen seiner außergewöhnlichen Tapferkeit posthum als Held von Arzach mit dem goldenen Adler ausgezeichnet, der höchsten Auszeichnung der Streitkräfte der Republik Bergkarabach.
Biographie Schule und Ausbildung Abadschjan wurde am 16. November 1996 in Jerewan, Armenien geboren. 2003 ging er auf die Schule 147 im Bezirk Kanaker-Sejtun. Er schloss die Schule 2012 ab und ging auf das Staatliche Allgemeine Medizinische College in Jerewan. Er schloss 2014 ab in Zahntechnik. Anschließend arbeitete er an einem medizinischen Institut, das nach Mutter Teresa benannt ist.
Militärdienst Abadschjan wurde 2014 als Wehrpflichtiger zum Militärdienst eingezogen. Wegen seiner militärischen Leistungen wurde er zum Obergefreiten befördert.
Kämpfe zwischen Armenien und Aserbaidschan In der Nacht vom 1. auf den 2. April 2016 kam es von aserbaidschanischer Seite zu heftigen Angriffen gegen die nordöstliche Verteidigungslinie von Bergkarabach. Nach Einsatz von Artillerie begannen Infanterieattacken. Unter der Führung von Hauptmann Armenak Urfanjan leistete eine kleine Anzahl armenischer Grenzsoldaten energischen Widerstand. Nachdem zwei Angriffe abgewehrt waren und ein Panzer abgeschossen war, zogen sich die aserbaidschanischen Streitkräfte in ihre Ausgangsposition zurück und nahmen die Artillerieangriffe wieder auf. Hauptmann Urfanjan und der Maschinengewehrschütze Karam Slojan wurden getötet.
Nach dem Tode des kommandierenden Offiziers setzte Robert Abadschjan den Widerstand fort. Er hatte zu der Zeit bereits eine Verwundung am Bein erlitten. Nachdem die Linie durchbrochen war, brachte er den verwundeten Maschinengewehrschützen Andranik Zohrabjan in den 30 Meter entfernten Unterstand. Im Unterstand informierte Abadschjan den Bataillonskommandanten über die militärische Lage und über drohende Gefahren, ebenso den Kommandeur der Einheiten, die zur Hilfe kommen sollten. Andranik Zohrabyan verblutete. Abadschjan setzte den Kampf alleine vom Unterstand gegen eine Übermacht fort. Am Ende zog er die Aufmerksamkeit der vorrückenden aserbaidschanischen Soldaten auf sich, erhob die Hände und gab vor, sich zu ergeben. Heimlich hatte er eine entsicherte Handgranate bei sich. Als die Soldaten näher gekommen waren, sprengte er sich selbst zusammen mit den Soldaten in die Luft und tötete dabei zehn oder mehr aserbaidschanische Soldaten. Sein letzter Funkspruch lautete: „Unter keinen Umständen darf diese Position aufgegeben werden!“.
Am 8. April gab es einen Waffenstillstand und in einer Suchaktion wurden die Leichen von Abadschjan und Zohrabjan gefunden.
Begräbnis Am 11. April wurde Robert Abadschjan auf dem Militärfriedhof Jerablur () beerdigt. Die Trauerfeier fand vor der Kirche Johannes des Täufers in Jerewan statt.
Held von Arzach Für „außerordentliche Tapferkeit und Mut bei der Verteidigung der Grenze von Republik Bergkarabach im Verlauf der Kampfhandlungen vom 2. bis 5. April“Robert Abajian, Soldier who fell on the Battlefield – Hero of Artsakh wurde Abadschjan am 8. Mai 2016 posthum der Titel „Held von Arzach“ mit dem Orden des goldenen Adlers verliehen, die höchstmögliche Auszeichnung. Er wurde als 24. “Held von Arzach” ausgezeichnet und er war mit 19 Jahren der bisher jüngste Träger dieses Titels.
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Einzelnachweise
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