Klaus von Ilusta (* 18. Dezember 1934 in Berlin als Klaus Goehling), verheirateter Conrads, auch bekannt als Babbelplast, ist ein deutscher Künstler und Lebemann. Seine Arbeiten sind überwiegend Aktionen und Installationen im öffentlichen Raum.

Leben und Werk mini|Babbelplast bei Volksfest, Kieler Woche 1974 Von Ilusta wuchs in Berlin auf. Im Krieg Evakuierung nach Grünkrug, Ostpreußen, später nach Zipsendorf, Kreis Meuselwitz, Thüringen. 1950 machte er sein Abitur an der Beucke-Schule in Berlin. Danach studierte er zwei Jahre Forstwissenschaften an der TU Berlin und weitere zwei Jahre in der Landwirtschaftsschule in Lüdenscheid. In Berlin absolvierte er eine zweieinhalbjährige Ausbildung bei der Polizei. Nach dem Abschluss studierte er Architektur an der Hochschule der Kunst in Berlin, welche er als Architekt HBK abschloss. In England hatte er 1965 einen Aufenthalt als Stadtplaner beim Greater London County Council und war Lehrer an der Kunstschule College of Art and Crafts Kingston upon Hull. Sechs Monate arbeitete er 1967 bei Lucio Fontana in Mailand. Ende 1968 gründete er die künstlerische Arbeitsgruppe Babbelplast, Erlebnisstrukturen im öffentlichen Bereich.Babbelplast Straßenverstopfung von Klaus Goehling, Hannover, 1970erjahre Babbelplast ging mit benutzbaren Sprungobjekten, pneumatischen Großkonstruktionen (Pneumanie®) auf die Straße. Er ist damit der Vater der sogenannten Hüpfburgen. Babbelplast-Installationen fanden sich u. a. an der Kieler Woche 1974 und an der Bundesgartenschau in Mannheim 1975. Zwei Jahre später gründete er die Gruppen Synthetisches Syndikat und s.p.a.c.e (System for the production of air and communication environments). 1973 nahm er an den Künstlerkonferenzen in Riccione und Kyoto teil. Ab diesem Zeitpunkt lebte und arbeitete er bis 1986 in Berlin und zog dann nach Düsseldorf auf die Kiefernstraße. Kiefern Portraits. Fotodokumentation einer besonderen Straße von Bernd Schaller Einladungen aus dem In- und Ausland erfolgten. Als Fashion Model entwickelte er auch eigene Mode.

Preise und Auszeichnungen Mehrere Auszeichnungen für die Konstruktion „Pneumanie“ 1970 Silbermedaille „Erfinder- und Neuheitenmesse“ in Oberhausen 1971 und 1984 Bundespreis für gute Form durch die Bundesregierung 1973 Goldmedaille 5. Biennale für Soziales Design die Konstruktion „Pneumanie“ in Ljubljana 1978: Deutscher Werkbund NW 1982: VDID Preis für behindertengerechtes DesignVDID Ehrensöldner des deutschen Bundespräsidenten Deutsche Künstlerhilfe

Ausstellungen, Aktionen und Stadtfeste (Auswahl) 23. Februar 1968: Möbel aus PolyvinylchloridMöbel aus Polyvinylchlorid, Modus Möbel, Berlin 1969: OPERATIONEN Kassel, Museum Fridericianum 9. Oktober 1970: between 5, Kunsthalle Düsseldorf 1971: Internationale Kunststoffausstellung ika, Lüdenscheid November 1970: Experiment Straßenkunst, Hannover 1975: Luisenpark Mannheim: BundesgartenschauLuisenpark Mannheim: Bundesgartenschau 1978, 1979, 1981: Kulturfest Weserlust, Bremen 1982: documenta 7, Windballett 1987: Bundesgartenschau Düsseldorf 2000: GRENZFaHrt 21, Zwickau / Karlsbad 16. November 2013: Die Uhr ticktDie Uhr tickt

Literatur

Wolf Schön: Kommunikations-Objekte, 2. Teil. Darin Abschnitt Klaus Göhling. In: Kunstforum International, Bd. 4/5, 1973, S. 150 ff. Klaus Holsen: Düsseldorfer Stadttor KUNST-WERKSTATT 1996. Myren, Düsseldorf 1996, ISBN 3-928234-62-5, S. 40–41.

Weblinks

Moda-Ilusta Grenzfahrt21 - Modell einer Kunststadt

Einzelnachweise

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