Niederachdorf (bairisch: Heilingbluad) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Kirchroth und eine Gemarkung im niederbayerischen Landkreis Straubing-Bogen. Bis 1978 bestand die Gemeinde Niederachdorf. mini|270 px|rechts|Ehm. Kloster Niederachdorf, Pilgerstraße mini|Wallfahrtskirche
Geographie Das Kirchdorf liegt im Gäuboden am linken Ufer der Donau und beidseits der Staatsstraße 2125. Die nächstgelegenen Städte sind Straubing und Wörth an der Donau.
Geschichte Niederachdorf gehörte im Mittelalter zur Herrschaft Wörth und zum sogenannten Mittergebiet, dem Gebiet des Amtshofs in Stadldorf. 1972 wurde die 1818 durch das bayerische Gemeindeedikt gegründete Oberpfälzer Gemeinde aus dem Landkreis Regensburg nach Niederbayern in den Landkreis Straubing-Bogen eingegliedert. Mit der Gebietsreform in Bayern verlor die Gemeinde Niederachdorf ihre Eigenständigkeit und wurde am 1. Mai 1978 in die Gemeinde Kirchroth eingegliedert. Die ehemalige Gemeinde umfasste neben dem Hauptort Niederachdorf den Weiler Stadldorf und die Einöde Kiefelmauth. Bis mindestens 1900 gehörte auch Auhof zur Gemeinde.
Wallfahrt Die katholische Wallfahrtskirche Heilig Blut (Niederachdorf) entstand durch die Erweiterung einer romanischen Kapelle um eine Rotunde zu Beginn des 18. Jahrhunderts. Die Wallfahrt fand ihren Anfang im Jahr 1700. Jährlich besuchten im frühen 20. Jahrhundert rund 30.000 Menschen aus den Gemeinden der näheren Umgebung wie Pondorf, Hofdorf, Salburg, Kirchroth, Pfatter, Aholfing, Wiesent, Tegernheim, Frauenzell, Brennberg, Rettenbach, Wiesenfelde, Stamsried, Roding und Windberg die Gnadenstätte.
Die Redemptoristen, die seit 1849 die Wallfahrt zum Heiligen Blut in Niederachdorf betreut hatten, wurden 1922 abgelöst von den Brüdern des Maristenordens, die ihre neue Niederlassung in Bayern vorwiegend mit Mitgliedern aus Frankreich besetzten. Von 1922 bis 1931 befand sich hier auch die Hochschule des Ordens. Die Niederlassung musste aufgrund des fehlenden Nachwuchses 1979 aufgelöst werden.
Einwohnerentwicklung Jahr 1840 1861 1871 1875 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987Einwohner Gemeinde Niederachdorf276290318286305262261320215217Einwohner Dorf Niederachdorf194226202215189200233166174156
Sehenswürdigkeiten
Bauwerke Katholische Wallfahrtskirche Hl. Blut Ehemaliges Maristenkloster Lourdeskapelle
Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Niederachdorf
Schutzgebiet → Hauptartikel: Donauauen bei Stadldorf
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Geographie (Kirchroth) Kategorie:Ort im Landkreis Straubing-Bogen Niederachdorf Kategorie:Ort an der Donau Kategorie:Gemeindeauflösung 1978 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp)