Sonderhofen ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Würzburg. Die Gemeinde ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Aub.

Geographie Die Gemeinde liegt am Gaubahnradweg zwischen Rittershausen und Gelchsheim in der Region Würzburg. Durch Sonderhofen führt der Fränkische Marienweg.

Gemeindegliederung Es gibt fünf Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben): Bolzhausen (Pfarrdorf) Holzmühle (Einöde) Sächsenheim (Pfarrdorf) Sonderhofen (Pfarrdorf) Wiesenmühle (Einöde)

Es gibt auf dem Gemeindegebiet die Gemarkungen Bolzhausen, Sonderhofen und Sächsenheim. Die Gemarkung Sonderhofen hat eine Fläche von 10,240 km². Sie ist in 874 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 11716,64 m² haben.

Geschichte Bis zur Gemeindegründung Der im Gollachgau gelegene Ort wurde 973 in einer Urkunde des Otto II. erwähnt, in welcher dieser dem Marienkloster Rechte bestätigt.Regesta imperii II Sächsisches Haus (919–1024) – II,2 Otto II. (955) 973–983, hg. Hanns Leo Mikoletzky, 1950, S. 278.

Als Teil des Hochstiftes Würzburg, das ein Teil des Fränkischen Reichskreises war, wurde Sonderhofen 1803 zugunsten Bayerns säkularisiert, dann im Frieden von Preßburg (1805) Erzherzog Ferdinand von Toskana zur Bildung des Großherzogtums Würzburg überlassen, mit dem es 1814 endgültig an Bayern fiel. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Eingemeindungen Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurden am 1. Mai 1978 die Gemeinden Bolzhausen und Sächsenheim eingegliedert.

Einwohnerentwicklung 1961: 958 Einwohner 1970: 952 Einwohner 1987: 791 Einwohner 1991: 770 Einwohner 1995: 809 Einwohner 2000: 842 Einwohner 2005: 827 Einwohner 2010: 826 Einwohner 2015: 848 Einwohner 2023: 873 Einwohner

Im Zeitraum 1988 bis 2018 stieg die Einwohnerzahl von 769 auf 846 um 77 Einwohner bzw. um 10 %. Quelle: BayLfStat

Politik Erster Bürgermeister ist seit 1. Mai 2014 Heribert Neckermann (UWG); bei einer Wahlbeteiligung von 82,5 % wurde er am 15. März 2020 mit 85,8 % der Stimmen für weitere sechs Jahre gewählt.

Die Gemeinderatswahl am 15. März 2020 ergab folgende Sitzverteilung: UWG 4 Sitze (53,28 %) CSU 4 Sitze (46,72 %) Auch in der Amtszeit 2014 bis 2020 hatten UWG und CSU jeweils vier Sitze erhalten.

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 2013 404.000 €, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 85.000 €.

Wappen

Feuerwehr Die Freiwillige Feuerwehr Sonderhofen besteht seit dem Jahr 1886. Die Feuerwehr besitzt einen Gerätewagen-Logistik GW-L1 und ein Mehrzweckfahrzeug, sowie den Rüstwagen RW 2 und das Tanklöschfahrzeug TLF 16/25, die beide vom Landkreis Würzburg in Sonderhofen stationiert sind. Die Kommandanten sind Felix Zehnter und Daniel Kreußer. Der Feuerwehrverein hat 126 Mitglieder.

Kultur und Sehenswürdigkeiten Dorfplatz mini|Dorfplatz in Sonderhofen Im August 2005 wurde der Dorfplatz in der Ortsmitte fertiggestellt. Der Blickfang ist ein Findlingsstein, aus dem eine Wasserfontäne sprudelt.

Pfarrkirche Die Pfarrkirche, Johannes dem Täufer geweiht, entstand um 1755. Nach den Plänen von Johann Michael Fischer wurde damals dem Altbau ein neues Langhaus angefügt.

Im barocken Portal befindet sich über der Eingangstür das Wappen des Fürstbischofs Adam Friedrich von Seinsheim. Der Turm wurde 1843 neu errichtet und 1869 mit Kuppeldach und Laterne versehen.

Zwischen 1765 und 1895 wurde die Ausstattung von Künstlern wie Johann Peter Wagner (Hochaltar), Fritz Bayerlein und Antonio Petrolli (Stuckarbeiten) und Georg Anton Urlaub (Deckengemälde) geschaffen. Die kunstvollen, leichten, hellen und festlich wirkenden Figuren und die Stuckdekorationen brachten der Kirche den Beinamen Perle im Gau ein.

Bau- und Bodendenkmäler

Persönlichkeiten Philipp von Michel, (1845–1922), Jurist, Geheimer Hofrat und Oberbürgermeister der Stadt Würzburg Aaron Zehnter (* 2004), Fußballspieler

Weblinks

Gemeinde Sonderhofen (PDF; 1,05 MB)

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Landkreis Würzburg Kategorie:Gemeindegründung 1818 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp)

Kategorie:Gemarkung im Landkreis Würzburg