Das Durango-Streifenhörnchen (Neotamias durangae, Syn.: Tamias durangae) ist eine Hörnchenart aus der Gattung der Streifenhörnchen (Neotamias). Es kommt im Nordwesten Mexikos vor.
Merkmale Das Durango-Streifenhörnchen erreicht eine durchschnittliche Kopf-Rumpf-Länge von etwa 13,5 bis 22,7 Zentimetern, der Schwanz ist mit etwa 10 Zentimetern deutlich kürzer und das Gewicht beträgt etwa 80 bis 85 Gramm. Die Grundfarbe der Tiere ist Zimtbraun, auf dem Rücken befinden sich – wie für die Gattung typisch – mehrere dunkle Rückenstreifen, die durch hellere Streifen getrennt und gegenüber den Körperseiten abgegrenzt sind. Dabei handelt es sich um vier helle und fünf dunkle Streifen, wobei die mittleren der dunklen Streifen dunkler und brauner als die äußeren sind. Die äußersten Streifen sind zudem deutlich kürzer. Von dem sehr ähnlichen Buller-Streifenhörnchen (Tamias bulleri) unterscheidet es sich durch die etwas hellere, zimtfarbene Grundfarbe und die rotbraune Unterseite des Schwanzes.
Verbreitung thumb|Rechts, das Verbreitungsgebiet des Durango-Streifenhörnchens, links das Verbreitungsgebiet des Sierra-del-Carmen-Chipmunks (N. solivagus) Das Durango-Streifenhörnchen kommt in zwei voneinander getrennten Gebieten im Norden Mexikos vor. Dabei befindet sich das Verbreitungsgebiet der einen Population im südwestlichen Chihuahua bis in das westliche Durango; die zweite Population lebt im südöstlichen Coahuila im Grenzgebiet zu Nuevo León und vielleicht dehnt sich ihr Areal auch in diesen Bundesstaat hinein aus.
Lebensweise Durango-Streifenhörnchen leben bevorzugt in mäßig trockenen Mischwäldern aus Kiefern, Fichten und Eichen. Dabei kommt Neotamias durangae durangae vor allem in Kiefer-Eichen-Wäldern der Sierra Madre Occidental und Neotamias durangae solivagus in Kiefer-Fichten-Beständen mit Amerikanischer Zitterpappel (Populus tremuloides) oberhalb von 2700 Metern in der Sierra Madre Oriental vor.
Über die Lebensweise des Durango-Streifenhörnchens liegen nur sehr wenige Angaben vor. Wie andere Streifenhörnchen ist es tagaktiv und primär bodenlebend. Die Tiere ernähren sich zudem vor allem herbivor von den Nussfrüchten (Eicheln) der Eichen und den Samen der Nadelbäume.
Systematik Das Durango-Streifenhörnchen wird als eigenständige Art innerhalb der Gattung der Streifenhörnchen (Tamias) eingeordnet, die aus 25 Arten besteht. Die wissenschaftliche Erstbeschreibung stammt von dem amerikanischen Naturforscher Joel Asaph Allen aus dem Jahr 1903, der die Art anhand von Individuen von der Sierra de Candella in Durango beschrieb.
Innerhalb der Art wurden mit der Nominatform zwei Unterarten unterschieden: Neotamias durangae durangae: Nominatform; kommt auf der Sierra Madre Occidental in Chihuahua und im angrenzenden Durango vor. Neotamias durangae solivagus: kommt isoliert im südöstlichen Coahuila im Grenzgebiet zu Nuevo León in der Sierra Madre Oriental vor.
Letztere gilt heute als eigenständige Art.Neotamias solivagus (A. H. Howell, 1922) in der ASM Mammal Diversity Database
Status, Bedrohung und Schutz Das Durango-Streifenhörnchen wird von der International Union for Conservation of Nature and Natural Resources (IUCN) als „nicht gefährdet“ (Least Concern, LC) eingeordnet. Begründet wird dies durch das große Verbreitungsgebiet und die angenommen großen Bestände. Bestandsgefährdende Risiken sind nicht bekannt.
Belege Richard W. Thorington Jr., John L. Koprowski, Michael A. Steele: Squirrels of the World. Johns Hopkins University Press, Baltimore MD 2012; S. 323. ISBN 978-1-4214-0469-1 Bruce D. Patterson, Ryan W. Norris: Towards a uniform nomenclature for ground squirrels: the status of the Holarctic chipmunks. Mammalia 80 (3), Mai 2016; S. 241–251 Jose Ramirez-Pulido, Noe Gonzalez-Ruiz, Alfred Gardner, Joaquin Arroyo-Cabrales (September 2014): List of Recent Land Mammals of Mexico, 2014. Special publications - the Museum, Texas Tech University. 63: 52. doi:10.5962/bhl.title.142891. ISBN 978-1-929330-27-0. Tamias (Neotamias) durangae In: Don E. Wilson, DeeAnn M. Reeder (Hrsg.): Mammal Species of the World. A taxonomic and geographic Reference. 2 Bände. 3. Auflage. Johns Hopkins University Press, Baltimore MD 2005, ISBN 0-8018-8221-4.
Literatur Richard W. Thorington Jr., John L. Koprowski, Michael A. Steele: Squirrels of the World. Johns Hopkins University Press, Baltimore MD 2012; S. 323. ISBN 978-1-4214-0469-1
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Kategorie:Streifenhörnchen