mini|Illustration, 1890 Der fette Lollus und der magere Lollus ist ein Märchen. Es steht in Ludwig Bechsteins Neues deutsches Märchenbuch an Stelle 36 und stammt aus Johann Wilhelm Wolfs Hessische Sagen von 1853 (Nr. 229 Lollus).
Inhalt Ein Bruder wird Mönch, der andere Gastwirt und betrügt, wo er kann. Doch verarmt er und kann dem Mönch sein Erbteil nicht auszahlen. Der zeigt ihm den fetten Lollus, den Kellergeist, dem all seine Gier zugutekam. Fortan ist der Wirt fleißig und redlich. Dankbar kann er den Bruder schließlich auszahlen. Der Lollus ist ganz mager geworden.
Herkunft Bechstein nennt dies einen „echten und ganz eigentümlichen Märchenstoff“ aus Wolfs Hessische Sagen, S. 229.Hans-Jörg Uther (Hrsg.): Ludwig Bechstein. Neues deutsches Märchenbuch. Nach der Ausgabe von 1856, textkritisch revidiert und durch Register erschlossen. Diederichs, München 1997, ISBN 3-424-01372-2, S. 294. Wolfs Text ist bei gleicher Handlung deutlich kürzer. Als Quelle nennt er ein Exempelbuch von Zacharias Rivander.Johann Wilhelm Wolf: Lollus. In: Hessische Sagen. Dieterichsche Buchhandlung / Fr. Chr. Wilh. Vogel, Göttingen / Leipzig 1853, S. 141–142, 212. Der Lollus ist eine Gestalt des Aberglaubens. Zum betrügerischen Wirt vgl. Bechsteins Die schlimme Nachtwache, zur Handlung vielleicht Märchen wie Grimms Der Faule und der Fleißige, Der verwünschte Keller oder Basiles Die beiden Brüder.
Literatur Hans-Jörg Uther (Hrsg.): Ludwig Bechstein. Neues deutsches Märchenbuch. Nach der Ausgabe von 1856, textkritisch revidiert und durch Register erschlossen. Diederichs, München 1997, ISBN 3-424-01372-2, S. 218–224, 294.
Weblinks
Gutenberg-DE: Der fette Lollus und der magere Lollus Der fette Lollus und der magere Lollus gelesen (11:57) (YouTube)
Einzelnachweise
Kategorie:Bechsteins Märchen Kategorie:Märchen Kategorie:Literatur (19. Jahrhundert) Kategorie:Literatur (Deutsch) Kategorie:Literarisches Werk