mini|Das schmiedeeiserne Wirtshausschild aus dem 18. Jahrhundert Das Haus zur Sonne ist eine historische Gaststätte in Winterthur im Kanton Zürich in der Schweiz. Das im Jahr 1557 erbaute Gebäude gilt als eines der ältesten Gasthäuser der Stadt und ist als Kulturgut von regionaler Bedeutung eingestuft.Alfred Bütikofer, Regula Michel, Daniel Schneller (Hrsg.): Die Altstadt Winterthur. Eine kulturgeschichtliche Entdeckungsreise. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Bern 2002, ISBN 3-85782-712-2, S. 46.

Geschichte Das Gasthaus zur Sonne existierte bereits im Mittelalter und wurde 1557 neu erbaut. Die im ersten Obergeschoss noch heute sichtbaren dreiteiligen Staffelfenster und die dahinter liegende saalartige grosse Gaststube mit Bohlenbalkendecke dürften aus dieser Zeit stammen. Im Jahr 1670 nahmen die Besitzer am Wirtshaus umfangreiche bauliche Änderungen vor. 1800 ging der Bau in den Besitz der Familie Ziegler über, die ihn 1875 an den Konsumverein veräusserte.Emanuel Dejung, Richard Zürcher, Hans Hofmann: Die Kunstdenkmäler des Kantons Zürich, Band VI: Die Stadt Winterthur und die Stadt Zürich (Kunstgeschichtliche Zusammenfassung) (= Die Kunstdenkmäler der Schweiz. Band 27). Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte. Birkhäuser Verlag, Basel 1952, S. 125. Dieser richtete im Gebäude seinen Hauptsitz ein und betrieb im Erdgeschoss einen Laden. Im Hof verkaufte er ab 1907 auch Meerfische, die eine preisgünstige Alternative zum damals vergleichsweise teuren Fleisch waren. Von 1925 bis 1975 wurde im Erdgeschoss eine Genossenschaftsbuchhandlung betrieben.Alfred Bütikofer, Regula Michel, Daniel Schneller (Hrsg.): Die Altstadt Winterthur. Eine kulturgeschichtliche Entdeckungsreise. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Bern 2002, ISBN 3-85782-712-2, S. 46–48.

Heutige Nutzung Die 1863 gegründete Winterthurer Mittelschulverbindung Vitodurania nutzte die «Sonne» bereits seit 1892 als Stammlokal.Alfred Bütikofer, Regula Michel, Daniel Schneller (Hrsg.): Die Altstadt Winterthur. Eine kulturgeschichtliche Entdeckungsreise. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Bern 2002, ISBN 3-85782-712-2, S. 46. Der Altherrenverband dieser Verbindung gründete 1999 den Verein Vito-Haus zur Sonne, der das Gebäude noch im selben Jahr erwarb und seither verwaltet.Adrian Knoepfli: Von der Herrschaft der Demokraten zu Rot-Grün. In: Erwin Eugster (Hrsg.): Von 1850 bis zur Gegenwart. Zwischen Dampf und Bytes – Technik, Kultur, Innovation (= Winterthurer Stadtgeschichte. Band 2). Chronos Verlag, Zürich 2014, ISBN 978-3-0340-1212-6, S. 119. Im Erdgeschoss befindet sich heute eine Drogerie, während das erste Obergeschoss weiterhin gastronomisch genutzt wird. Website des «Restaurants zur Sonne». Abgerufen am 23. Mai 2016.

Literatur Alfred Bütikofer, Regula Michel, Daniel Schneller (Hrsg.): Die Altstadt Winterthur. Eine kulturgeschichtliche Entdeckungsreise. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Bern 2002, ISBN 3-85782-712-2. Emanuel Dejung, Richard Zürcher, Hans Hofmann: Die Kunstdenkmäler des Kantons Zürich, Band VI: Die Stadt Winterthur und die Stadt Zürich (Kunstgeschichtliche Zusammenfassung). (= Die Kunstdenkmäler der Schweiz. Band 27). Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte. Birkhäuser Verlag, Basel 1952.

Weblinks

Geschichte des Hauses auf der Website des Restaurants zur Sonne

Einzelnachweise

Kategorie:Bauwerk in Winterthur Kategorie:Gotisches Bauwerk im Kanton Zürich Kategorie:Kulturgut von regionaler Bedeutung im Kanton Zürich Kategorie:Erbaut in den 1550er Jahren Kategorie:Gasthaus in Europa Kategorie:Gastronomiebetrieb (Schweiz) Kategorie:Restaurant Kategorie:Gasthaus in der Schweiz