Babett Arens (* 7. Juli 1959 in München) ist eine österreichischeAgenturprofil, abgerufen am 23. Mai 2016 Schauspielerin und Theaterregisseurin.

Leben Babett Arens ist die Tochter des Schauspielerehepaares Peter Arens und Margrit Ensinger. Sie wuchs in Zürich auf, da ihre Eltern von den Münchner Kammerspielen an das Schauspielhaus Zürich gewechselt hatten.Claudia Schülke: Monolog einer todgeweihten Seherin: Babett Ahrens spielt die Titelrolle in Christa Wolfs dramatisierter „Kassandra“, FAZ vom 14. Mai 2003, abgerufen am 22. Mai 2016 Hier besuchte Arens von 1976 bis 1979 die Schauspiel-Akademie und debütierte im Jahr ihres Abschlusses an den Basler Theatern, denen sie bis 1983 angehörte. Daran anschließend lebte sie eine Zeit lang in Paris und schloss sich einer Theatergruppe an, mit der sie unter anderem beim Festival von Avignon auftrat. In die Schweiz zurückgekehrt, war sie von 1985 bis 1986 am Schauspielhaus Zürich engagiert, anschließend von 1986 bis 1988 am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg. Nach einer weiteren Verpflichtung an das Schauspielhaus Zürich 1989 verlegte Arens Anfang der 1990er Jahre den Schwerpunkt ihrer Tätigkeit für etwa zehn Jahre nach Österreich und spielte dort am Wiener Volkstheater, am Burgtheater und am Schauspielhaus Wien. Von 2001 bis 2007 war Arens am Schauspiel Frankfurt engagiert, seither arbeitet sie wieder überwiegend in Österreich, unter anderem am Landestheater Niederösterreich, beim Theatersommer Haag und bei der Theaterformation aktionstheater ensemble.babettarens.com:

Bekannte Rollen in Arens’ Bühnenlaufbahn waren bisher Elisabeth I. in Friedrich Schillers Drama Maria Stuart, die Titelrollen in Katharina Knie von Carl Zuckmayer und Federico García Lorcas Yerma sowie die Franziska in Gotthold Ephraim Lessings Lustspiel Minna von Barnhelm (nach eigenen Angaben ihre Lieblingsrolle). Sie war ferner Claire Zachanassian in Friedrich Dürrenmatts Besuch der alten Dame und Marthe Rull im Zerbrochnen Krug von Heinrich von Kleist. Häufig spielte sie auch in Stücken von Elfriede Jelinek.

Seit Beginn der 2010er Jahre inszeniert Babett Arens auch selber an österreichischen Bühnen, so am Landestheater Niederösterreich und in Wien am Kosmos Theater, am Volkstheater und am Theater zum Fürchten. An Letzterem erhielt ihre Inszenierung von Maxim Gorkis Nachtasyl eine Nominierung für den Nestroy-Theaterpreis für die beste Off-Produktion. Arens war 2016 und 2017 als Lady Capulet in Romeo und Julia am Schauspielhaus Graz zu sehen.

Um das Jahr 1980 herum begann Arens für Film und Fernsehen zu arbeiten. Erste Rollen hatte sie in zwei Folgen der Serie Derrick, danach spielte sie häufig in Schweizer Produktionen, so unter der Regie von Markus Imboden in dem Film Katzendiebe oder in dessen moderner Version von Heidi nach dem Roman von Johanna Spyri. Weiter sah man sie in dem Historienfilm Sisi und drei Tatort-Episoden.

Babett Arens lebt in Wien. Sie ist mit dem Schauspieler, Sprecher und Regisseur Florentin Groll verheiratet.Kleine Zeitung: Sommergespräch: „Ich kenne Wald seit meiner Kindheit“. Artikel vom 14. August 2016, abgerufen am 8. Juni 2017.derStandard.at: Zwischentöne statt Gesellschaftsgockeleien. Artikel vom 10. April 2015, abgerufen am 8. Juni 2017.

Filmographie 1980: Derrick – Der Tod sucht Abonnenten 1981: Der Erfinder 1983: Glut 1983: Der Fahnder – Verraten und verkauft 1984: Derrick – Angriff aus dem Dunkel 1984: Gespenstergeschichten: Ambrose Temple 1988: Die Dollarfalle 1988: Zimmer 36 1989: Noch ein Wunsch 1990: Die Zeugin 1993: Brandnacht 1994–1995: Die Direktorin (Fernsehserie) 1995: Vandalucia 1996: Katzendiebe 1996: Im Rausch der Liebe 1997: Laura 1998: Lieselotte 1999: Die Neue – Eine Frau mit Kaliber – Nur der Tod ist umsonst 2000: Charmants voisins 2001: Heidi 2001: Utopia Blues 2009: Giulias Verschwinden 2009: Sisi 2010: Der grosse Kater 2011: Restrisiko 2012: Tatort – Skalpell 2013: Couchmovie 2013: Die Schweizer 2014: Der Kreis 2014: Tatort – Freigang 2014: Victoria (Kurzfilm) 2017: SOKO Donau – Der Praktikant 2022: Baden gegen Württemberg – Männer, Macht und Frauenfunk 2025: Tatort: Rapunzel (Fernsehreihe) 2025: Tatort: Kammerflimmern (Fernsehreihe) 2026: Kommissar Rex (Fernsehserie, Folge Der Rosenkavalier)

Hörspiele 1990: Der Magnetit – Autorin: Sheila Hodgson – Regie: Heinz Wilhelm Schwarz 2003: Klopfzeichen – Autorin: Gisela von Wysocki – Regie: Brigitte Landes

Auszeichnungen 1990/91: Karl-Skraup-Preis 1992: Förderungspreis zur Kainz-Medaille für die Rolle der Elisabeth I. 2012: Nominierung zum Nestroy-Theaterpreis für Nachtasyl

Literatur

Weblinks

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Einzelnachweise

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