Niko Matul (auch Nico Matul; * 28. Februar 1928 in Ljubljana, Königreich Jugoslawien; † 16. Oktober 1988 in Ljubljana, SFR Jugoslawien) war ein jugoslawischer Filmarchitekt mit zahlreichen Aufträgen für den bundesdeutschen Film der 1960er Jahre.

Leben Matul erhielt gleich nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs an der Hochschule eine architektonische Ausbildung (Abschluss: Ing. arch.) und ging anschließend zur in seiner Heimatstadt ansässigen, staatlichen Filmproduktionsfirma Triglav Film, wo man ihn als Filmarchitekt einstellte. Zum Ende der 1950er Jahre knüpfte Matul erstmals Kontakte zu einer westlichen Filmcrew (“Bomben auf Monte Carlo”), ab 1961 entwarf er regelmäßig die Filmbauten für eine Reihe von anspruchsarmen, deutschen Reise-, Sommer- und Ferienlustspielen der Stuttgarter Produktionsfirma Piran-Film und der Münchner Music House Film. Von 1965 bis 1968 kamen Aufträge für die international co-produzierten Kommissar-X-Verfilmungen hinzu. Anschließend stattete Matul wieder fast nur noch Produktionen im heimischen Jugoslawien, überwiegend im slowenischen Landesteil, seiner Heimat, aus.

Filmografie 1951: Trst 1953: Jara gospoda (Filmrolle) 1957: Zwei Herzen im Schnee (Ne cakaj na maj) 1958: Dobro morje 1958: Klempo – Die Geschichte vom Segelflieger mit den großem Ohren (Klempo) 1959: Tri cetrtine sonca 1960: Bomben auf Monte Carlo 1960: Akcija 1960: Veselica 1961: Ti lovis 1961: So liebt und küßt man in Tirol 1961: Am Sonntag will mein Süßer mit mir segeln gehen 1962: Einer gegen Rom (Solo contra Roma) 1962: Die letzten Stunden von Pompeji (Anno 79: La distruzione di Ercolano) 1962: Der Kampf der Makkabäer (Il vecchio testamento) 1963: Apartment-Zauber 1963: Übermut im Salzkammergut 1963: … denn die Musik und die Liebe in Tirol 1963: Erotikon – Karussell der Leidenschaften 1964: Zarota 1965: Kommissar X – Jagd auf Unbekannt 1966: Kommissar X – Drei gelbe Katzen 1966: Kommissar X – In den Klauen des goldenen Drachen 1967: Kommissar X – Drei grüne Hunde 1967: Die drei Supermänner räumen auf (I fantastici tre supermen) 1968: Kommissar X – Drei blaue Panther 1968: Das Totenfest (Grüße an Maria) (Sedmina) 1969: Hier bin ich, mein Vater (Fernsehfilm) 1972: Verflucht, verdammt und Halleluja (E poi lo chiamarono il magnifico) 1973: Begunec 1973: Pastirci 1973: La rosa rossa 1974: Wer stirbt schon gerne unter Palmen 1974: Angst (Strah) 1975: Povest o dobrih ljudeh 1975: Cudoviti prah 1976: Paul und Paulischen (Fernsehserie) 1976: Bele Trave 1977: Das Glück an der Leine (Sreca na vrvici) 1977: Oh, diese Lausejungen (To so gadi) 1978: Frühlingsstürme (Praznovanje pomladi) 1979: Iskanja 1979: Krc 1982: Pustota 1982: Dämmerung (Suton) 1984: Desdiscina 1986: Cas bez pravljic 1987: Ljubezni Blanke Kolak 1988: Kavarna Astoria

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