Die Eibergstraße (B 173) ist eine Landesstraße in Tirol. Sie führt auf einer Länge von 9,855 km von Söll über den Eiberg nach Kufstein und verbindet das Sölllandl mit dem Inntal.
Verlauf Die Eibergstraße zweigt bei Unterhauning (Gemeinde Söll) kreuzungsfrei von der Loferer Straße ab und verläuft anschließend entlang der Weißache in nordwestlicher bis nördlicher Richtung. In Kufstein-Endach erreicht sie das Inntal und endet an einem Kreisverkehr mit Anschluss an die Tiroler Straße und die Inntal Autobahn (Anschlussstelle Kufstein Süd).
Geschichte Bis ins 20. Jahrhundert gab es durch das enge Tal der Weißache nur einen Karrenweg, der nur mit einspännigen Karren befahrbar war. Vor allem für die rasch wachsende Zementindustrie bei Schwoich wurde eine Straßenverbindung nach Kufstein immer wichtiger,Eibergstraße feiert 100. Geburtstag. tirol.orf.at vom 9. Mai 2013, abgerufen am 20. Mai 2026 ebenso, um die Gemeinden des Sölllandls besser an die Bezirkshauptstadt Kufstein anzubinden. Nach mehreren Jahrzehnten Planungen und Finanzierungsgesprächen wurde im November 1909 die Ausschreibung für die Bauarbeiten im Tiroler Grenzboten veröffentlicht. Das Kaisertum Österreich, das Land Tirol, die Stadtgemeinde Kufstein, die Gemeinden Schwoich, Söll, Scheffau, Ellmau und die Zementfabrik des Alois Kraft bildeten eine sogenannte Konkurrenz zur gemeinsamen Finanzierung der Straße.Das Tor in den Süden. Heimatverein Kufstein, abgerufen am 20. Mai 2026 Ab 1910 gewährte das österreichische Ministerium für Öffentliche Arbeiten einen jährlichen Zuschuss in Höhe von 30.000 Gulden für den Bau der Eibergstraße.Finanzgesetz vom 29. Juni 1909, RGBl. Nr. 96/1909, S. 310. Den Auftrag erhielt der Kufsteiner Bauunternehmer Leonhard Zanier, für die Kunstbauten aus Stahlbeton war die Innsbrucker Firma Wayss & Freytag & Meinong G.m.b.H. als Subunternehmen verantwortlich. Am 9. April 1910 begannen die Bauarbeiten an mehreren Stellen zwischen Söll und Kufstein. Bereits 1912 verkehrte das erste Postauto von Kufstein über die Eibergstraße bis Ellmau.Wirtschaft: Die Straße. Kleine Heimatkunde Ellmau. Abgerufen am 7. Dezember 2010. Am 30. Juni 1913 wurde die Straße vom Statthalter Friedrich von Toggenburg offiziell eröffnet. Zur Finanzierung der Straße wurde in den ersten Jahren eine Maut eingehoben.
Zur Zeit der Annexion Österreichs durch das Deutsche Reich 1938 bis 1945 trug sie die Bezeichnung Reichsstraße 15a.
Die Eiberg Straße gehört seit dem 1. Jänner 1949 zum Netz der Bundesstraßen in Österreich.Bundesstraßengesetz vom 18. Februar 1948, Verzeichnis B. Am 15. Mai 2002 wurde der Name vom Tiroler Landtag in Eibergstraße geändert. (PDF; 66 kB), veröffentlicht im Landesgesetzblatt Nr. 68/2002.
Hohe Brücke mini|Hohe Brücke Für die Überbrückung der tief eingeschnittenen Weißachklamm wurde eine Bogenbrücke mit einer Spannweite von 20 Metern und aufgeständerter Fahrbahn errichtet. Als Material wurde, erstmals für eine Brücke in Tirol, der damals neuartige Stahlbeton verwendet. Sie war bis 1972 in Betrieb, als in unmittelbarer Nähe eine neue, den wachsenden Verkehrserfordernissen entsprechende Brücke erbaut wurde. Die alte Brücke wurde 2002 unter Denkmalschutz gestellt () und von 2003 bis 2005 saniert.
Verkehr Besonders im Winter ist die Eibergstraße eine der am stärksten befahrenen Landesstraßen Tirols, sie dient unter anderem als Zubringer von Kufstein (und damit dem Verkehr aus Deutschland) zu den Schigebieten um den Wilden Kaiser und in Kitzbühel. Der durchschnittliche tägliche Verkehr an der Zählstelle Schwoich betrug im Jahr 2023 11.656 Kraftfahrzeuge, davon entfielen auf Lkw-ähnlichen Verkehr 833, auf Lkw-Güterverkehr 663 und auf Sattelkraftfahrzeuge und Lkw mit Anhänger 838 Fahrzeuge.Amt der Tiroler Landesregierung, Abteilung Mobilitätsplanung (Hrsg.): Verkehr in Tirol – Bericht 2023. Innsbruck 2024, Anlage 1 (PDF; 7 MB)
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Einzelnachweise
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