mini|Li Cheng, Buddhist Temple in the Mountains, 11. Jahrhundert, China, Tinte auf Seide, Nelson-Atkins Museum of Art, Kansas City, Missouri

Die Geschichte der asiatischen Kunst umfasst die Entwicklung künstlerischen Schaffens in Asien von der Urgeschichte bis zur Gegenwart. Sie wurde durch viele Kulturen und Religionen beeinflusst. Historisch gesehen, sind künstlerische Entwicklungen parallel oder im Allgemeinen sogar einige Jahrhunderte früher als in der westlichen Kunst angesiedelt.The Meeting of Eastern and Western Art, Revised and Expanded edition (Hardcover) by Michael Sullivan, Publisher: University of California Press; Rev Exp Su edition (June 1, 1989), ISBN 0-520-05902-6, ISBN 978-0-520-05902-3 Chinesische Kunst, Indische Kunst,query.nytimes.com NY Times, Holland Cotter, accessed online October 27, 2007 Koreanische Kunst, sowie die Japanische KunstJaponisme: The Japanese Influence on Western Art Since 1858 (Paperback) by Siegfried Wichmann# Publisher: Thames & Hudson; New Ed edition (November 19, 1999), ISBN 0-500-28163-7, ISBN 978-0-500-28163-5, hatten jeweils großen Einfluss auf die westliche Kunst und vice versa. Persische Kunst und Islamische Kunst beeinflussten die westliche Kunst ebenso.Metropolitan Museum of Art, Ancient Near Eastern Art

Balinesische Kunst Als Balinesische Kunst wird Kunst mit hindu-javanesischem Ursprung bezeichnet, die ihre Wurzeln in der Arbeit der Künstler des Königreiches Majapahit und deren Ausbreitung nach Bali im späten 13. Jahrhundert hat. Ab dem 16. bis zum 20. Jahrhundert war das Dorf Kamasan, Klungkung (Ost-Bali), das Zentrum der klassischen balinesischen Kunst. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts entwickelten sich neue Varianten der balinesischen Kunst und seit dem späten 20. Jahrhundert gelten das Dorf Ubud und seine Nachbardörfer als die Zentren der balinesischen Kunst. Ubud und Batuan sind für ihre Malereien berühmt, Mas für die Holzschnitzereien, Celuk für deren Gold- und Silberschmiedekunst und das Dorf Batubalan besitzt einzigartige Steinschnitte. Covarrubias beschreibt die balinesische Kunst als „… eine hoch entwickelte, wenn auch informelle barocke Volkskunst, welche die bäuerliche Lebendigkeit mit den Feinheiten der hindu-javaneischen Klassik vereint, jedoch frei von den konservativen Vorurteilen und mit einer neuen Lebensfreude, welche befeuert durch den dämonischen Geist der tropischen Primitivität ist“. Eisenman beschrieb korrekterweise, dass die balinesische Kunst vor allem Gegenstände verschönert, die für den täglichen Gebrauch gedacht sind und kaum reine Kunstgegenstände hervorbringt.

In den 1920er Jahren wurde Bali durch die Ankunft vieler westlicher Künstler eine Art Künstlerenklave für Avantgarde-Künstler, zum Beispiel Walter Spies (Deutschland), Rudolf Bonnet (Niederlande), Adrien-Jean Le Mayeur (Belgien), Arie Smit (Niederlande) und etwas später auch Donald Friend (Australien). Viele dieser westlichen Künstler hatten bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs nur sehr wenig Einfluss auf die Einwohner Balis.

Die bahnbrechende Periode der balinesischen Kreativität erreichte in den späten 1930er Jahren ihren Höhepunkt. Ein Strom berühmter Besucher, unter anderem auch Charlie Chaplin, der Anthropologe Gregory Bateson und Margaret Mead, ermutigten die talentierten Einheimischen, höchst originelle Werke zu kreieren. Während ihres Aufenthalts in Bali Mitte der 1930er sammelten Bateson und Mead über 2000 Gemälde, hauptsächlich aus dem Dorf Batuan, aber auch aus dem Küstenort Sanur. Als hauptverantwortlich für die Modernisierung der traditionellen balinesischen Malerei werden oft Spies und Bonnet bezeichnet. Ab den 1950er Jahren arbeiteten balinesische Künstler perspektivische und anatomische Aspekte deren Arbeit in ihre Werke ein. Außerdem fungierten sie als Wegbereiter, indem sie Einheimische zum Experimentieren und Abweichen von Traditionen ermutigten. Das Ergebnis war eine Explosion von individuellen Ausdrucksformen, welche die Anzahl an tiefgreifenden Veränderungen innerhalb der balinesischen Kunst in die Höhe trieb.

Bhuthanesische Kunst mini|hochkant|Bhutanesische Thangka des Berges Meru und des Buddhistischen Universums, 19. Jahrhundert, Trongsa Dzong

Bhutanesische Kunst ist ähnlicher zu der Kunst von Tibet. Beide basieren auf dem Vajrayana-Buddhismus mit seinem Pantheon göttlicher Wesen.

Jedes göttliche Wesen hat speziell zugewiesene Formen, Farben und/oder identifizierende Objekte, wie den Lotus, die Schneckenmuschel, den Blitz oder die Bettelschale. Alle heiligen Bilder sind nach genauen Spezifikationen angefertigt, die sich seit Jahrhunderten großteils nicht verändert haben.

Die Hauptlinien des Buddhismus in Bhutan sind Drugpa-Kagyü und Nyingma. Ersterer ist ein Zweig der Kagyü-Schule und bekannt für seine Malereien, die die Linie der buddhistischen Meister und der 70 Je Khenpo (Oberhäupter der Zentralen Mönchskörperschaft Bhutans) dokumentieren. Die Nyingma-Schule ist bekannt für Bilder von Padmasambhava, der für die Einführung des Buddhismus in Bhutan im 7. Jahrhundert verantwortlich gemacht wird. Einer Legende nach, versteckte Padmasambhava heilige Schätze, so dass sie von zukünftigen buddhistischen Meistern, etwa Pema Lingpa, gefunden werden konnten. Die Tertön (Schatzfinder) sind häufig Thema der Nyingma-Kunst.

Bhutanesische Kunst ist besonders reich an Bronzestatuen unterschiedlicher Art, die übergreifend als Kham-so (Bedeutung: hergestellt in Kham) bekannt sind. Dieser Name entstand durch die Herstellungsart, die aus der Provinz Kham in Tibet nach Bhutan importiert wurde. Wandmalereien und Skulpturen aus diesen Regionen sind nach den prinzipiell zeitlosen Idealen der buddhistischen Kunst gestaltet, und obwohl die Betonung der Details aus der tibetischen Kunst hergeleitet wird, ist eine Unterscheidung der Herkunft des Kunstwerks leicht möglich. Größere Freiheiten als in der Darstellung göttlicher Wesen blieb den Künstlern bei der Darstellung der grotesken Welt der Dämonen; hier gibt es Bildnisse mit reichlich bestickten Gewändern und glitzernden Ornamenten, die sich über die gezeigten Figuren ziehen.

Die traditionellen bhutanesischen Kunst- und Handwerksdisziplinen, die die exklusive „Seele und Identität des Königreichs im Himalaya“ repräsentieren, werde unter dem Begriff Zorig Chosum zusammengefasst. Zorig Chosum bedeutet „die 13 Kunst- und Handwerksdisziplinen aus Bhutan“, gemeint sind Tischlerei, Malerei, Papierherstellung, Schmiedekunst, Weberei, Bildhauerei, sowie einige andere. In Thimpu hat die Regierung von Bhutan das Institut für Zorig Chosum eingerichtet, dessen einziges Ziel es ist, Schülern diese 13 Kunstformen beizubringen und somit die reiche Kultur und Tradition Bhutans zu erhalten. Es gibt ein zweites ähnliches Institut im Trashiyangtse-Distrikt im Osten Bhutans. In Thimphu gibt es außerdem ein ‘Volkskunst-Museum’, das das ländliche Leben in Bhutan veranschaulicht und das ‘Voluntary Artists Studio’, eine Kunst-NGO, die Kindern und Jugendlichen die traditionellen Kunstformen näher bringt und sie ermutigt, diesen auch nachzugehen.

Buddhistische Kunst

Chinesische Kunst

Indische Kunst mini|links|170px| Yaksha, Madhya Pradesh, Indien, Shunga-Dynastie (2.–1. Jahrhundert v. Chr.). Museum Guimet mini|Fresco aus den Ajanta-Höhlen, ca. 450–500

Indische Kunst kann in mehrere Perioden unterteilt werden, die sich jeweils auch in bestimmten religiösen, politischen und kulturellen Entwicklungen wiederfinden. Die frühesten Beispiele indischer Kunst sind sogenannte Petroglyphen, etwa jene aus Bhimbetka. Manche dieser Petroglyphen entstanden bereits 5500 v. Chr., andere erst Jahrhunderte später. Jüngere Beispiele indischer Kunst sind die geschnitzten Säulen von Ellora, Maharashtra oder die Fresken in Ajanta und den Höhlen von Ellora.

Spezielle Perioden: Hinduismus und Buddhismus der antiken Periode (3500 v. Chr. bis heute) Islamischer Aufstieg (712–1757 n. Chr.) Die Kolonial-Periode (1757–1947 n. Chr.) Unabhängigkeit und die postkoloniale Periode (nach 1947) Moderne und Postmoderne Kunst in Indien

Eine der beliebtesten Kunstformen Indiens heißt Rangoli und ist eine Form des Sandbildes. Dabei wird gefärbtes, fein geriebenes Pulver zu Bildern angeordnet, üblicherweise findet man solche Bilder im Freien.

Die bildenden Künste (Bildhauerei, Malerei und Architektur) sind in der indischen Kunst eng mit den anderen Kunstformen verknüpft. Kapila Vatsyayan beschreibt dies wie folgt: „Klassische indische Architektur, Bildhauerei, Malerei, Literatur (Kaavya), Musik und Tanz haben ihre eigenen Regeln, je nach Ausdrucksmedium, entwickelt, aber sie teilen sich nicht nur die zugrunde liegenden Glaubensvorstellungen des indischen religiös-philosophischen Geistes, sondern auch die Verfahren, mit denen die Beziehungen zwischen Symbolen und Geisteszustand im Detail ausgearbeitet werden.“

Einblicke in die einzigartigen Eigenschaften indischer Kunst erlangt man am besten durch das Verständnis des philosophischen Gedankens, der breitgefächerten kulturellen Geschichte, sowie des sozialen, religiösen und politischen Hintergrundes der einzelnen Kunstwerke.

Indonesische Kunst links|mini|Kenyah, Wandmalerei in Long Nawang, Kalimantan Timur mini|Reliefskulptur aus dem Borobodur-Tempel, ca. 760–830 n. Chr.

Die Indonesische Kunst und Kultur wurde durch eine lange Interaktion zwischen traditionell indigenen Bräuchen und unterschiedlichen Fremdeinflüssen geprägt. Durch die zentrale Lage Indonesiens an wichtigen antiken Handelsrouten zwischen dem Fernen und dem Mittleren Osten entstand ein starker Einfluss östlicher Religionen. Hinduismus, Buddhismus, Konfuzianismus und der Islam hatten einen hohen Stellenwert in den großen Handelsstädten. Es entstand eine komplexe kulturelle Durchmischung, die sich stark von der ursprünglichen indigenen Kultur Indonesiens unterscheidet.

Indonesische Malereien sind weitgehend unbekannt, eine Ausnahme bilden hier die komplizierten und ausdrucksstarken balinesischen Malereien, die oft Naturszenen oder Themen aus dem traditionellen Tanz zeigen. Auch Gemälde der indigenen Kenyah zeigen, wie unter austronesischen Kulturen üblich, natürliche Motive, vorwiegend Farne, Bäume, Hunde, Nashornvögel oder menschliche Figuren. Beispiele für solche Gemälde sind immer noch in Kenyah Dayak Langhäusern in der Region Apo Kayan des Kalimantan Timur zu finden.

Kalligraphie, basierend auf dem Koran, wurde oft als Dekoration unter Muslimen eingesetzt, da der Islam naturalistische Darstellungen untersagt. Indonesien hat außerdem eine große Anzahl an Bronze- und Eisenskulpturen; die Herstellung dieser war besonders im 8. bis zum 10. Jahrhundert n. Chr. beliebt. Die Skulpturen wurden auch gerne in die Ausstattung von Tempeln integriert.

Eines der eindrucksvollsten indonesischen Kunstwerke ist die hunderte Meter lange Reliefskulptur des Tempels in Borobodur in Zentral-Java. Etwas mehr als 3 Kilometer Relief erzählen die Geschichte von Gautama Buddha und veranschaulichen seine Lehren. Der Tempel beheimatete außerdem 504 sitzende Buddha statuen. Anhand dieses, sowie anderer Tempel in Zentral-Java, sind die indischen Einflüsse in der indonesischen Kunst gut erkennbar.

Iranische Kunst

Islamische Kunst

Japanische Kunst

Kambodschanische Kunst mini|Steinschnitt in Banteay Srei (Angkor)