Bielskie [] () ist ein Dorf in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren, das zur Landgemeinde Miłki (Milken) im Powiat Giżycki (Kreis Lötzen) gehört.
Geographische Lage Bielskie liegt am Westufer des Bilsker Sees (1938–1945 Billsee, ) in der östlichen Mitte der Woiwodschaft Ermland-Masuren. Bis zur Kreisstadt Giżycko (Lötzen) sind es 21 Kilometer in nordwestlicher Richtung.
Geschichte Das kleine nach 1818 Bielsken, bis 1938 Bilsken genannte DorfDietrich Lange: Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Billsee wurde 1476 gegründet. Vor 1945 bestand es aus mehreren großen und kleinen Höfen.
Zwischen 1874 und 1945 war das Dorf in den Amtsbezirk Groß KonopkenRolf Jehke: Amtsbezirk Groß Konopken/Hanffen () eingegliedert, der – 1938 in Amtsbezirk Hanffen umbenannt – bis 1945 zum Kreis Lötzen im Regierungsbezirk Gumbinnen (1905–1945 Regierungsbezirk Allenstein) in der preußischen Provinz Ostpreußen gehörte. In der gleichen Zeit war Bilsken dem Standesamt Groß Konopken/Hanffen zugeordnet.
Im Jahr 1910 zählte Bilsken 122 Einwohner, 1933 waren es 109 und 1939 – das Dorf wurde 1938 in Billsee umebannt – 108 Einwohner.
Aufgrund der Bestimmungen des Versailler Vertrags stimmte die Bevölkerung im Abstimmungsgebiet Allenstein, zu dem Bilsken gehörte, am 11. Juli 1920 über die weitere staatliche Zugehörigkeit zu Ostpreußen (und damit zu Deutschland) oder den Anschluss an Polen ab. In Bilsken stimmten 80 Einwohner für den Verbleib bei Ostpreußen, auf Polen entfielen keine Stimmen.Herbert Marzian, Csaba Kenez: Selbstbestimmung für Ostdeutschland. Eine Dokumentation zum 50. Jahrestag der ost- und westpreussischen Volksabstimmung am 11. Juli 1920. Herausgeber: Göttinger Arbeitskreis, 1970, S. 79
In Kriegsfolge kam das Dorf 1945 mit dem gesamten südlichen Ostpreußen zu Polen und erhielt die polnische Namensform Bielskie. Heute ist es Sitz eines Schulzenamtes () und als solches ein Ortsteil der Landgemeinde Miłki (Milken) im Powiat Giżycki (Kreis Lötzen), vor 1998 der Woiwodschaft Suwałki, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig.
Religionen Bilsken war bis 1945 in die evangelische Kirche MilkenWalther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente. Göttingen 1968, S. 492. in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Evangelischen Kirche der Altpreußischen Union sowie in die katholische Pfarrkirche St. Bruno Lötzen im Bistum Ermland eingepfarrt. Heute gehört Bielskie zur evangelischen Pfarrei Giżycko – mit der Filialkirche in Wydminy (Widminnen) – in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen bzw. zur katholischen Pfarrkirche Miłki im Bistum Ełk (Lyck) der Römisch-katholischen Kirche in Polen.
Verkehr Bielskie ist über eine Nebenstraße zu erreichen, die vier Kilometer südlich von Konopki Wielkie (Groß Konopken, 1938–1945 Hanffen) von der polnischen Landesstraße DK 63 (frühere deutsche Reichsstraße 131) abzweigt und über Danowo (Dannowen, 1938–1945 Dannen) an den Zielort führt. Eine Bahnanbindung besteht nicht.
Einzelnachweise
Kategorie:Ort der Woiwodschaft Ermland-Masuren Kategorie:Gmina Miłki Kategorie:Gegründet 1476