mini|Kirche St. Castulus mini|hochkant|Turm Die römisch-katholische Kirche St. Castulus in Puchschlagen in der Gemeinde Schwabhausen (Oberbayern) ist eine Filialkirche der Pfarrei St. Michael in Schwabhausen. Die Kirche steht unter Denkmalschutz.
Geschichte Eine Kirche in Puchschlagen wurde urkundlich erstmals im Jahr 814 erwähnt. Auch das Castulus-Patrozinium deutet auf ein hohes Alter. Die heutige einschiffige Kirche mit eingezogenen, dreiseitig geschlossenem Chor stammt im Kern aus spätgotischer Zeit. Nach Verwüstungen im Dreißigjährigen Krieges wurde das Kirchengebäude 1663 unter Belassung des Chores und des Turmunterbaues barockisiert und 1729 weiter umgebaut. Im nördlichen Chorwinkel steht der 42 Meter hohe, weithin sichtbare Turm mit hohem Oktogon und Zwiebelhaube, der 1695 erhöht wurde.
Seit 1977 gehört die Filialkirche St. Kastulus in Puchschlagen zur Pfarrei Schwabhausen.
Ausstattung Im Chor und Langhaus befinden sich Deckengemälde mit Szenen aus dem Leben des Patrons Kastulus und der Muttergottes. Diese wurden im Jahr 1729 vom Maler Joseph Krenauer aus Fürstenfeldbruck gemalt. Insgesamt sind 28 Deckengemälde vorhanden.
Altäre Der Hochaltar wurde 1690 für die Pfarrkirche in Kreuzholzhausen geschnitzt und 1740 nach Puchschlagen versetzt. Auf dem Altar steht Figur des Kirchenpatrons St. Kastulus.
Der linke Seitenaltar aus dem Jahr 1729 wurde der Muttergottes, der rechte Seitenaltar 1929 dem hl. Josef geweiht. Die Figuren stammen aus dem 19. Jahrhundert.
Skulpturen In der Kirche sind 11 Figuren vorhanden. Nach Einbrüchen in den Jahren 1973 und 1978 wurden wertvolle Figuren in das Diözesanmuseum Freising gebracht und durch Kopien ersetzt. Abgebildet sind:
mini|Figur des heiligen Kastulus aus dem Jahr 1470St. Kastulus (aus dem Jahr 1470) St. Gregor im Papstgewand (aus dem 18. Jahrhundert) St. Silvester (aus dem 18. Jahrhundert) St. Egidius mit einem Hund Muttergottes (aus dem 19. Jahrhundert) St. Josef mit Jesuskind (aus dem 19. Jahrhundert) St. Johannes der Täufer (aus dem Jahr 1988) St. Blasius Bruder Konrad von Parzham (aus dem 20. Jahrhundert) St. Leonhard (aus dem Jahr 1880)
Ursprungslegende Ungewöhnlich ist der Standort der Kirche, da diese außerhalb des Dorfes Puchschlagen steht. Die Legende besagt, dass die Kirche ursprünglich in der Dorfmitte gebaut werden sollte. Die Steine, die für den Bau der Kirche verwendet werden sollten, wanderten jedoch nachts an den aktuellen Standort der Kirche außerhalb des Dorfes. Dies wurde als göttliche Weisung interpretiert und die Kirche deshalb außerhalb des Dorfes gebaut. Belege für einen Wahrheitskern dieser Legende gibt es nicht.
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Einzelnachweise
Kategorie:Kirchengebäude im Landkreis Dachau St. Castulus St. Castulus Kategorie:Filialkirche des Erzbistums München und Freising Kategorie:Kastuluskirche Kategorie:Dekanat Dachau Kategorie:Kirchengebäude in Europa