Die Liste der Kinos in Berlin-Buch gibt eine Übersicht aller Kinos, die im heutigen Berliner Ortsteil Buch existiert haben. __NOTOC__ Name/Lage Adresse Bestand Beschreibung BildHubertus-LichtspieleKino im Klub ()Wiltbergstraße 271927–1967Das Kino „Hubertus-Lichtspiele“ wurde 1927 in dem Restaurantgebäude am S-Bahnhof Buch durch den Besitzer Otto Lange als Ladenkino eröffnet. Der Kinosaal hatte eine Kapazität von 284 Plätzen. Das Kinogebäude besaß damals die Adresse Lindenhofstraße 17. Die Lindenhofstraße wurde 1938 in Wiltbergstraße umbenannt. X=31025, Y=34380 Als 1930 die Lichtspiele von Theodor Rettig aus Templin übernommen wurden, ist zur Lage „Am Bahnhof“ angegeben. Rettig besaß bereits andere Filmspielstätten im Berliner Norden. Das Kino war mit mechanischer Kinomusik und einer geringeren Platzkapazität im Kino-Adressbuch angegeben, zur Spielintensität sind wöchentlich ein bis zwei Tage genannt. Im Jahr 1937 übernahm Johanna Jodlauk aus Bergfelde das Kino und spielte Filme an vier Tagen in der Woche, gleichzeitig wurde die Platzkapazität auf 308 erweitert. Das Gebäude mit dem Kinosaal blieb im Zweiten Weltkrieg erhalten und der Spielbetrieb wurde im Nachkriegsdeutschland fortgesetzt. Die „Hubertus-Lichtspiele“ bieten für die Besucher nunmehr 472 Sitzplätze. Um 1960 wird die Spielstätte vom VEB Berliner Filmtheater(Ost-)Branchentelefonbuch für Groß-Berlin 1961: Spielstätten des VEB Berliner Filmtheater: „Hubertus, Berlin-Buch, Wiltbergstraße 25“. noch bis 1964 fortgeführt.filmtheater.square7.ch: Hubertus-Lichtspiele Der Wochenspielplan der Hubertus-Lichtspiele Buch war zum letzten Mal am 27. Dezember 1963 in der Berliner Zeitung abgedruckt. Die letzte Vorstellung des Kinos war für den 1. Januar 1964 angekündigt. In der Ausgabe vom 3. Januar 1964 heißt es: „Hubertus Buch, z. Z. geschlossen“. aus Kino zum Fest. In: Neues Deutschland, 9. April 1964, S. 6. In den folgenden Jahren ist das „Kino im Klub am S-Bahnhof Buch“ in allen in der Berliner Zeitung veröffentlichten Wochenspielplänen der Ost-Berliner Kinos enthalten. Gespielt wurde jeweils nur noch an zwei bis drei Spieltagen in der Woche. In der Berliner Zeitung vom 14. Juli 1967 taucht der Klub zum letzten Mal mit einer für den 15. Juli angekündigten Vorstellung Die Kreuzritter auf.Lichtspieltheater BuchElysium ()Viereckweg 921921–1927Die „Elysium-Lichtspiele“ wurden ab 1921 von Galle und Word (Hauptstraße) als Saalkino im Saalanbau des „Gesellschaftshauses Elysium“Ansichtskarte vom Gesellschaftshaus Elysium. Bild vom Gebäude und dem Saal Kaiser-Friedrich-Straße 43 eröffnet. Ende des 19. Jahrhunderts war westlich der Eisenbahnlinie die Kolonie (Neu-)Buch mit Stadtvillen und Einfamilienhäusern entstanden. Das Kinotheater wurde im Gesellschaftshaus eingerichtet, das nahe der Mewesstraße und deren BahndurchführungViereckweg . X=31980, Y=35440 zum 500 Meter entfernten S-Bahnhof Röntgental (1903 als Haltepunkt außerhalb der Bucher Flur geschaffen). Die „Elysium-Lichtspiele“ hatten 233 Plätze.Reichskino Adressbuch vom Verlag Lichtbühne: Groß-Berlin 1921 Die Spielstätte unter dieser Adresse ist 1924 für Willi Jander und Hans Puck als Inhaber als „Lichtspieltheater Buch“ aufgenommen, für 1925 fehlt ein Eintrag zum Kinobetrieb. 1927 ist hier die „B.L.B. Bucher Lichtbild-Bühne“ für Hans-Paul Ulbrich aus N 20 (Stettiner Straße 1) als Inhaber eingetragen. Der Programmwechsel in diesem Kino mit 300 Plätzen erfolgte einmal in der Woche für die Spieltage Freitag bis Sonntag. Ein letzter Eintrag zu Filmvorführungen findet sich für das Jahr 1927, wobei wiederum Willi Jander und Hans Puck als Inhaber verzeichnet sind. Die Kaiser-Friedrich-Straße wurde 1938 mit der Luisenstraße zusammengefasst und als Viereckweg umbenannt. Dabei wurde das Gebäude des Gesellschaftshauses als Viereckweg 92 und der benachbarte Garten als Viereckweg 94 nummeriert. Für 1947 ist unter Viereckweg 92 die Gaststätte von Wilhelm Schenatzky aufgeführt. Das Wohnhaus 92 mit dem Saalanbau zur Bahnstrecke und das benachbarte Wohngebäude 96 sind Wohnhäuser, das dazwischenliegende wohl gewerblich genutzte Grundstück 92 steht Mitte der 2010er Jahre leer und ist ungenutzt.Schloßkrug-Lichtspiele Buch ()Karower Straße 11920–1934Das Lichtspieltheater „Schloßkrug“ wurde 1920 vom Gastwirt H. Lubisch in der Gaststätte „Schloßkrug“ eröffnet,Karower Straße / Alt-Buch: . X=31485, Y=34240 der Kinosaal mit 180 Plätzen wurde einmal wöchentlich (sonntags) bespielt. Auch nach der Übernahme des Spielbetriebs durch Karl Steen ist der Sonntag der Spieltag für die 140 Plätze umfassenden Schloßkrug-Lichtspiele. 1935 wurden die Filmvorführungen eingestellt. Das mit dem Ensemble Alt-Buch denkmalgeschützte Restaurantgebäude des Schloßkrugs an der Ecke der Hauptstraße (seit 1938: Alt-Buch) gegenüber dem Gutshof und der Schlosskirche Buch wird aktuell immer noch als Restaurant genutzt.
Literatur Astrid Bähr: Alhambra-Lichtspiele. In: Sylvaine Hänsel, Angelika Schmitt (Hrsg.): Kinoarchitektur in Berlin 1895–1995. Berlin 1995. Esther Sabelus, Jens Wietschorke: Die Welt im Licht. Kino im Berliner Osten 1900–1930 mit Berliner Kinokarte. Panama Verlag, Berlin 2015, ISBN 978-3-938714-34-8.
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