mini|Schloss Seeburg
Schloss Seeburg ist ein Schloss am Starnberger See in Weipertshausen in der Gemeinde Münsing.
Geschichte Das Schloss, das sich an das südliche Ufergrundstück von Schloss Allmannshausen anschließt, wurde 1889 von Oberbaurat Julius Hofmann, der seit 1884 den Innenausbau von Schloss Neuschwanstein und Herrenchiemsee geleitet hatte und als einer der besten Raumgestalter des Historismus gilt im Auftrag des Münchner Bauunternehmers Heinrich Hoech errichtet und erhielt ursprünglich den Namen „Schloss Biberkor“.
Der Münchner Architekt Friedrich Thiersch (Justizpalast und Bernheimer-Haus) erweiterte das Schloss im Jahre 1902 für den Industriellen Peter Göring aus Kochel, der den Namen offiziell in Schloss Seeburg änderte. 1921 ließ Prinz Karl von Isenburg die Seeburg erneut umbauen. Er bewohnte das Schloss mit seiner Familie fünf Jahre lang. Gemeinde Berg, Kulturspaziergang 5, abgerufen am 2. Februar 2025. Zwischen den Kriegen wechselte die Seeburg mehrmals den Besitzer.
Die Witwe Eva Maria, geb. Rochlitzer,Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Zugleich Adelsmatrikel der Deutschen Adelsgenossenschaft. Teil B (Briefadel). 1941. 33. Jg., Justus Perthes, Gotha 1940, S. 74 f. Siehe: FamilySearch (Kostenfrei). des Diplomaten Adolf Johann von Brüning verkaufte 1941 nach dessen Tod an die Nationalsozialistische Volkswohlfahrt, die das Gebäude während des Krieges als Kindergärtnerinnenschule und Kinderheim nutzte.Gruselschloss wie im Vergnügungspark, SZ, abgerufen am 2. Februar 2025. 1948 fiel das Schloss an den Freistaat Bayern.
Es ist heute an „Wort des Lebens e. V.“ verpachtet, ein christliches Kinder- und Jugendwerk. Das bayerische Finanzministerium hat 2012 seine Pläne, die Seeburg und Schloss Allmannshausen (Gemeinde Berg) zu verkaufen, aufgegeben.
Beschreibung Burgartige Anlage in neuromanischen Formen mit Erkern, Türmchen, Bergfried, Schlosskapelle und angebauten Nebengebäuden. Sie wurde entworfen von Julius Hofmann 1888 und 1902 von Friedrich von Thiersch umgestaltet, 1924 und 1942 erweitert. Zum Ensemble gehören: Bootshütte, hölzerner Flachsatteldachbau, von Friedrich von Thiersch, 1902 Einfriedung, Betonpfeiler, Ufereinfassungsmauer mit zwei Löwen und bildstockförmigem Leuchtturm; Friedrich (von) Thiersch, 1902.
Denkmalschutz
Das Schloss Seeburg (auch Schloss Biberkor) steht unter Denkmalschutz und ist unter der Aktennummer D-1-73-137-62 in der Denkmalliste des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege erfasst. Unter der gleichen Aktennummer sind auch die angegliederten Anlagen Schlosskapelle, Schlossökonomie, Bootshaus, Leuchtturm und Uferbefestigung aufgeführt.
Literatur Schloss Seeburg: In: Georg Paula, Angelika Wegener-Hüssen: Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen. In: Denkmäler in Bayern. Band I. 5. Hrsg. Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege, Karl M. Lipp Verlag, München 1994. ISBN 3-87490-573-X.
Weblinks
Christiane Bracht: Prachtvoller Ausblick., In: Süddeutsche Zeitung. Starnberger Lokalausgabe 18. September 2015. Wort des Lebens e. V. – ein christliches Kinder- und Jugendwerk, Hrsg. WDL Starnberger See gGmbH, abgerufen am 2. Februar 2025.
Einzelnachweise
Seeburg Kategorie:Bauwerk in Münsing Kategorie:Baudenkmal in Münsing Seeburg Münsing