Die Liste der Kinos in Berlin-Französisch Buchholz gibt eine Übersicht aller Kinos, die im heutigen Berliner Ortsteil Französisch Buchholz existiert haben. __NOTOC__ Name/Lage Adresse Bestand Beschreibung BildFilmpalast Buchholz ()Pasewalker Straße 671926–1972Das Kino „Filmpalast Buchholz“ entstand 1926 in einem ehemaligen Tanzsaal als Ladenkino mit 250 Plätzen in dem Eckhaus an der Südwestecke von Pasewalker/Rosenthaler Straße.Ecke Rosenthaler Straße: . X=26915, Y=29915 Diese Straßenkreuzung Pasewalker/Berliner Straße und Rosenthaler/Bahnhofstraße am Südrand von Buchholz war für die Gemeinde Buchholz durch die Ortsverbindung zwischen Rosenthal und Blankenburg mit der Chaussee zwischen Berlin unter der Uckermark bei der weiteren Besiedlung in Richtung von Bedeutung.Chronik von Buchholz Im Kinoadressbuch 1927/1928 (Verlag Max MattissonAuszug aus dem Kino-Adressbuch für Ostdeutschland) ist als Inhaber des Filmpalastes Buchholz Eugen Scheuer genannt. Bespielt wurde er an drei Tagen in der Woche. Im Jahr 1930 folgte eine Tonausrüstung, wobei die Platzzahl auf 150 sank, wurde aber in den Folgejahren wieder mit 248 angegeben. 1933 übernahm Otto Siebauer die Spielstätte, der führte 1934 eine Musikausstattung ein und baute für Tonfilmvorführungen aus. 1937 wurde die Platzkapazität auf 376 erhöht und die Filmvorführungen fanden täglich statt. Das Kino ist unter diesen Angaben auch für 1941 eingetragen. Das Kinogebäude überstand die Kriegsereignisse und die Filmvorführungen wurden durchgehend fortgesetzt. Das Kino wurde noch 1960 privat von T. Kewalewski betrieben. Mit Beginn der 1960er Jahre wurde der Filmpalast Buchholz dann vom VEB Berliner Filmtheater übernommen. Nach der Schließung der Spielstätte im März 1972Der Wochenspielplan wurde letztmals am 3. März 1972 in der Berliner Zeitung veröffentlicht. wurde die vormalige Nutzung im Namen der HO-Gaststätte als „Kinoklause“ bewahrt. Auf der Rückseite des Grundstücks (20 m × 50 m) waren bereits Anbauten abgerissen. In den 2000er Jahren stand das Gebäude leer und begann zu verfallen, es wurde um 2010 durch einen viergeschossigen Neubau in „guter Wohnlage“ ersetzt.Buchholzer Lichtspiele ()Berliner Straße 391920–1928Die „Buchholzer Lichtspiele“ wurden um 1920 im Gesellschaftshaus Buchholz (Berliner Straße 38/39) als Saalkino mit 190 Plätzen eingerichtet.Ecke Dr.-Markus-Straße . X=26990, Y=30266 Es befand sich an der Südostecke der Berliner Straße mit der Straße 53 (seit 1994 Dr.-Markus-Straße). Für das Kino wurde in der Lichtbildbühne (Reichs-Kino-Adressbuch nach amtlichen Angaben bearbeitet) als Eröffnungsjahr des Saalkinos 1911 genannt. 1920Lichtbildbühne 1920/21 als Reichs-Kino-Adressbuch nach amtlichen Material bearbeitet. Dritter Jahrgang 1920/1921, Verlag der Lichtbild-Bühne. werden als Inhaber Otto Müller aus Berlin O 17 (Hohenlohestraße 4) und Paul Timm aus Pankow (Kissingenstraße 57) genannt. Die 190 Kinoplätze wurden wöchentlich zweimal bespielt, 1921Reichskino Adressbuch Band 3 Verleihbezirk I Ostdeutschland bis 1925 ist Spieltag nur der Freitag. 1925 übernahm Th. Rettich und 1927 betrieb wiederum Otto Müller mit Paul Timm das Kino mit 200 Plätzen. Im gleichen Jahr erweiterte Th. Rettich auf 300 Plätze und spielte die Filme über das Wochenende von Freitag bis Montag. Für das Jahr 1928 sind als Spieltage wiederum Freitag und Sonntag bei 200 Sitzplätzen mit Berthold Kaehne als Inhaber der Vorführstätte genannt. Wohl durch die Eröffnung des nur 350 Meter entfernten (Voll-)Kinos im Filmpalast endete damit im Gesellschaftshaus der Kinobetrieb. Das Gebäude des Gesellschaftshauses Buchholz an der besagten Straßenecke ist nicht erhalten, die Fläche wird gewerblich genutzt.Postkarte vom Gesellschaftshaus aus 1928 während des Kinobetriebs durch Kähne, weitere Ansichtskarten
Literatur Astrid Bähr: Alhambra-Lichtspiele. In: Sylvaine Hänsel, Angelika Schmitt (Hrsg.): Kinoarchitektur in Berlin 1895–1995. Berlin 1995.
Weblinks
Einzelnachweise
Franzosisch Buchholz !Kinos Kategorie:Kinogeschichte