Die Ostrach ist ein mit seinem längeren rechten Oberlauf fast 29 Kilometer langer Fluss in den Allgäuer Alpen. Sie entsteht südlich von Hinterstein nahe der Grenze zu Österreich und mündet am Nordrand der Stadt Sonthofen von rechts in die obere Iller.
Geographie Verlauf Die Ostrach entsteht beim Giebelhaus sieben Kilometer südlich von Hinterstein im Gemeindegebiet von Bad Hindelang im Landkreis Oberallgäu (Regierungsbezirk Schwaben) aus der Vereinigung von Obertalbach und Bärgünd(e)lesbach. Kurz hintereinander durchfließt sie zwei Klammen, die Eisenbreche und die Aueleswände, bevor sie Hinterstein erreicht. Oberhalb von Bruck mündet die Bsonderach, die das Retterschwanger Tal entwässert. Dieser Anfangsabschnitt wird als nach ihr als Ostrachtal (auch Hintersteiner Tal) bezeichnet.
Bei Bad Oberdorf treibt sie seit mehr als 500 Jahren die Wasserräder der alten Hammerschmieden an, in denen im Mittelalter Tausende von Spießen und Hellebarden unter anderem für die Heere Kaiser Maximilians geschmiedet wurden. Kurz nach der Aufnahme der Starzlach mündet sie am Nordrand von Sonthofen von rechts in die Iller.
Die natürliche Waldzusammensetzung in den von ihr durchflossenen Tälern sind in tieferen Lagen Bergmischwälder v. a. von Fichte, Buche und Tanne. In den höheren Lagen, die allgemein kaum forstlich bewirtschaftet werden, wären dies Wälder bestehend v. a. aus Grün-Erle, Fichte und Berg-Kiefer.Walentowski et al.: Handbuch der natürlichen Waldgesellschaften Bayerns (2004) Teile des Waldes sind Schutzwald.
Zuflüsse Liste der direkten Zuflüsse der Ostrach und ihrer beiden Oberläufe, jeweils von der Quelle bis zur Mündung. Mit Gewässerlänge, Einzugsgebiet und Höhe. Andere Quellen für die Angaben sind vermerkt.
Ursprung der Ostrach auf etwa beim Wirtshaus Giebelhaus knapp sieben Kilometer südlich von Bad Hindelang-Hinterstein.
Bärgünd(e)lesbach, rechter Oberlauf von Südsüdwesten, 5,8 km und 14,2 km². Entsteht auf etwa am Südosthang des Himmelecks. Stierbach, von rechts und Südosten auf etwa am Heustättle, ca. 1,2 km und ca. 1,2 km². Entsteht auf etwa am Sulzschrofen. (Bach vom Salober), von links und insgesamt Westen auf etwa nahe der Talstation der Materialseilbahn zum Prinz-Luitpold-Haus, 1,8 km und 1,1 km². Entsteht auf etwa nordöstlich des Salobers. (Bach am Prinz-Luitpold-Haus vorbei), von rechts und Südosten auf etwa wenig nach dem vorigen, 2,5 km und 2,4 km². Entsteht auf etwa zwischen Kreuzspitze und Prinz-Luitpold-Haus. (Bach vom Berggächtle), von links und insgesamt Westen auf etwa , 1,7 km und 0,8 km². Entsteht auf etwa . Täschlefallgraben, von rechts und insgesamt Südosten auf etwa , 2,0 km und 1,4 km². Entsteht auf etwa am Glasfelderkopf. Obertalbach, linker Oberlauf von Westsüdwesten, 5,6 km und 16,8 km². Entsteht auf etwa am Osthang des Kleinen Seekopfs. Wengenbach, von links und Westen auf etwa unter der Unteren Alpe Wengen, 2,5 km und 3,4 km². Entsteht auf etwa am Osthang des Grates zwischen Zeiger und Westlichem Wengenkopf. (Bach von der Laufbichelkirche), von links und Nordnordwesten auf etwa unter der Sennalpe Laufbichel, 2,4 km und 2,8 km². Entsteht auf etwa zwischen class=noviewer|10px Laufbichelsee und Laufbichelkirche. Gündlesbach, von links und insgesamt Nordnordwesten auf etwa unter der Alpe Engeratsgund, 2,2 km und 2,8 km². Entsteht auf etwa südlich des class=noviewer|10px Engeratsgundsees. Säubach, von rechts und Ostsüdosten auf etwa etwa 0,3 km flussabwärts des Giebelhauses, ca. 2,0 km und ca. 2,0 km². Die höchste Quelle liegt auf etwa am Westhang des nördlichen Sattelkopfes. Erzbach, von rechts und insgesamt Südosten auf etwa etwas vor der Hubertuskapelle, 3,1 km und 5,0 km². Entsteht auf etwa am Nordostabhang des Sattelkopfes. Tosenbach, von links und Westen auf etwa an der Talweitung vor der Eisenbreche, ca. 3,0 km und ca. 2,3 km². Entfließt auf etwa einem kleinen See südwestlich unter dem Spichererkopf. Taufersbach, von rechts und insgesamt Südosten auf etwa vor der Auelesgasse, ca. 3,1 km mit dem weit längeren Oberlauf an der ehemaligen Taufersalpe vorbei und 4,9 km². Entsteht auf etwa am Hechel zwischen Knappenkopf und Falken. Vogelbach, von rechts und Osten auf etwa nach der Auelesgasse an der Talwendung nach Nordwesten, ca. 1,1 km und ca. 0,6 km². Entsteht unbeständig auf etwa am Westhang des Gerenkopfes. Willersbach, von rechts und insgesamt Ostnordosten auf etwa , ca. 4,0 km und ca. 4,9 km². Entsteht auf etwa am Westhang des Gaisecks. Eckbach, von links und Westsüdwesten auf etwa , 3,8 km und 5,1 km². Entsteht auf etwa am Südosthang der Heubatspitze.
Schützenbach, von links und Westsüdwesten auf etwa gegenüber den ersten Häusern von Hinterstein Illesbach, von rechts und insgesamt Ostnordosten auf etwa bei Hinterstein, 1,7 km und 4,3 km². Entsteht auf etwa am Westhang des Stuibenköpfles. Der gegenüber dem Illesbach-Oberlauf bedeutendere Gewässerstrang ist der erst sehr mündungsnah bei Hinterstein zufließende Zipfelsbach. Gemsbach, von rechts und Nordosten am Ortsende von Hinterstein Bsonderach, von links und insgesamt Südwesten auf etwa zwischen Hinterstein und Bad Hindelang-Bruck, 9,3 km und 21,9 km². Entsteht auf etwa östlich des Entschenkopfes. Ellesbach, von rechts und Osten am Ortsrand von Bad Hindelang-Bad Oberdorf Reichenbach, von links und Südsüdwesten Hirschbach, von rechts und insgesamt Nordnordosten auf etwa an der Hennenmühle von Bad Hindelang, 5,3 km und 9,5 km². Entsteht auf etwa am Westhang des Spießers. Zillenbach, von rechts und Norden gleich nach dem vorigen (Bach aus dem Schachentobel), von rechts und Norden in Bad Hindelang-Vorderhindelang Nägelsbach, von links und Süden gegenüber Vorderhindelang Wührbach, von links und Süden gegenüber Vorderhindelang Reckenberger Bach, von rechts und Nordnordosten nahe Bad Hindelang-Reckenberg Schelmenbach, von rechts und Nordosten auf der Gemeindegrenze zwischen Reckenberg und Sonthofen-Tiefenbach Löwenbach, von links und insgesamt Südosten auf etwa vor Sonthofen-Binswangen, 7,4 km und 6,0 km². Entsteht auf etwa am Gerenkopf im Hühnermoos. → (Abgang des ersten Sonthofener Mühlbachs), nach rechts am Wehr bei Sonthofen-Staig → (Abgang des zweiten Sonthofener Mühlbachs), nach links am Wehr bei der Sonthofener Iselstraße Berghofener Bach, von rechts und Ostnordosten in Sonthofen-Berghofen in den ersten Sonthofener Mühlbach ← (Rücklauf des zweiten Sonthofener Mühlbachs), von links gegenüber dem Sportgelände der Grüntenkaserne ← (Rücklauf des ersten Sonthofener Mühlbachs), von rechts nach der Grüntenkaserne → (Abgang des dritten Sonthofener Mühlbachs), nach links gegenüber dem vorigen. Mündet kurz vor der Ostrach in die Iller. Starzlach, von rechts und Ostnordosten auf etwa an der Ostrachbrücke der St 2007 Sonthofen–Burgberg im Allgäu, 11,2 km mit seinem linken Oberlauf Stuhlbach und 20,3 km². Entsteht auf etwa am Roßkopf.
Mündung der Ostrach von rechts und zuletzt Südosten auf ca. in die Iller am Gemarkungsdreieck von Sonthofen im Süden, Burgberg im Allgäu im Norden und Blaichach im Westen. Die Ostrach ist mitsamt ihrem längeren rechten Oberlauf 28,8 km lang und hat ein 164,0 km² großes Einzugsgebiet.
Bergrutsch Hinterstein Am 6. Mai 1966 rutschten Teile des Osthangs des Breitenbergs auf einer Länge von 400 m ins Ostrachtal. Die Geröllmassen rutschten bis in das Bachbett der Ostrach und drohten dieses zu verschütten bzw. den Fluss aufzustauen. Mit Hilfe der örtlichen Baufirmen und Planierraupen der Bundeswehr wurden ein Stadel und die Guferbrücke abgerissen und für die Ostrach am folgenden Tag ein Ausweichbett planiert, um einen unkontrollierten Aufstau und Überschwemmungen zu verhindern.
Einzelnachweise BayernAtlas („BA“) Amtliche Online-Gewässerkarte mit passendem Ausschnitt und den hier benutzten Layern: Lauf und Einzugsgebiet der Ostrach Allgemeiner Einstieg ohne Voreinstellungen und Layer: Höhe: Höhe abgefragt auf dem Hintergrundlayer Amtliche Karte (Rechtsklick). Länge: Länge abgemessen auf dem Hintergrundlayer Amtliche Karte. EZG: Einzugsgebiet abgemessen auf dem Hintergrundlayer Amtliche Karte.
Gewässerverzeichnis Bayern („GV“) Länge: Länge nach: EZG: Einzugsgebiet nach:
Sonstige
Weblinks
Karte von Lauf und Einzugsgebiet der Ostrach auf:
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