Poiana Mărului [] (, )Heinz Heltmann, Gustav Servatius (Hrsg.): Reisehandbuch Siebenbürgen. Kraft, Würzburg 1993, ISBN 3-8083-2019-2. ist eine Gemeinde im Kreis Brașov in der Region Siebenbürgen in Rumänien.
Geographische Lage mini|links|Lage von Poiana Mărului im Kreis Brașov
Die Gemeinde Poiana Mărului liegt südöstlich des Siebenbürgischen Beckens, nördlich des Piatra-Craiului-Gebirge (Königssteingebirge). Am Bach Șercaia, ein linker Nebenfluss des Olt (Alt), und an der Nationalstraße DN 73A liegt der Ort 7 Kilometer nördlich von der Stadt Zărnești (Zernen) – über eine hoch gelegene Passstraße –, die Kreishauptstadt Brașov (Kronstadt) befindet sich etwa 30 Kilometer nordöstlich entfernt.
Geschichte Der Ort Poiana Mărului wurde 1589 erstmals urkundlich erwähnt. Archäologische Funde, die auf dem Areal des Ortes gemacht wurden, deuten nach Angaben von Ecaterina Dunăreanu-Vulpe und Mircea Petrescu-Dâmbovița in die Monteoru-Kultur und befinden sich im Kronstädter Museum. Im Königreich Ungarn lag die heutige Gemeinde im Stuhlbezirk Törcsvár (heute Bran) im historischen Komitat Fogaras. Anschließend gehörte die Gemeinde dem Verwaltungsgebiet des historischen Kreises Brașov und ab 1950 dem heutigen Kreis Brașov an.
1968 wurden dem Gemeindezentrum Poiana Mărului die Dörfer Șinca Nouă und Paltin zugeteilt, sodass die damalige Gemeinde mit 144 km² eine der größten Rumäniens war. 2002 wurde die Gemeinde erneut umstrukturiert, sodass der Ort Poiana Mărului der einzige der heutigen Gemeinde ist.
Bevölkerung Seit den ersten Volkszählungen in Siebenbürgen ist der Ort Poiana Mărului als überwiegend von Rumänen bewohnt ausgewiesen. 1850 wurden 1368 Einwohner – Rumänen – registriert. Seit dem Höhepunkt im Jahr 1977 (3687 Einwohner) sank die Bevölkerungszahl ab. Bei fast jeder Aufnahme wurden Magyaren und Rumäniendeutsche; Roma nur 1930 (32) und 2002 (4) registriert.Volkszählung 1850–2002, letzte Aktualisierung 1. November 2008 (ungarisch; PDF; 521 kB). 2011 bezeichneten sich von den 3315 Menschen 3195 als Rumänen, Restliche machten keine Angabe zu ihrer Ethnie.Volkszählung 2011 in Rumänien (MS Excel; 1,3 MB).
Sehenswürdigkeiten Die rumänisch-orthodoxe Kirche Nașterea Sf. Ioan Botezătorul, 1707 vom walachischen Fürsten Constantin Brâncoveanu gestiftet, 1777 erneuert,Angaben zur Kirche bei biserici.org abgerufen am 14. Mai 2016 (rumänisch). ein Steinkreuz auf dem Kirchenareal datiert von 1700 und das Pfarrhaus 1892 errichtet, stehen unter Denkmalschutz.Liste historischer Denkmäler des rumänischen Kulturministeriums, 2010 aktualisiert (PDF; 7,10 MB).
Weblinks
Poiana Mărului bei ghidulprimariilor.ro
Einzelnachweise
Kategorie:Ersterwähnung 1589