Bernhard Friedrich von Hülsen auch Behrend Friedrich von Hülsen (* 13. Mai 1700; † 1763Nach dem GGT (Lit.) soll er erst im Jahr 1767 verstorben sein.) war ein preußischer Oberst und Chef des Königsberger Land-Regiments.

Leben Hülsen war Angehöriger des seit dem 16. Jahrhundert in Preußen begüterten Adelsgeschlechts von Hülsen.Ernst Heinrich Kneschke: Neues allgemeines deutsches Adels-Lexicon. Band 3. Leipzig 1861, S. 511–512; . Seine Eltern waren der preußische Leutnant und Erbherr auf Plehnen und Schönbaum Otto Heinrich von Hülsen (1704 †) und Anna Dorothea von Königsegg.

Er vermählte sich 1736 in erstere Ehe mit Magdalene Katharine von Bonin (1718–1737). Er soll sich weiterhin 1742 mit Elisabeth von Diebes, die ihm als Erbtochter das Gut in Groß Arnsdorf zutrug, verehelicht haben.Jarnoltowo – Groß Arnsdorf. ostpreussen.net Eine weitere Ehe ging er mit Esther Wilhelmine von Eppingen (1720–1776), einzige Tochter des Hofgerichtsrats Ernst Ludwig von Eppingen (1688–1765) und Adelgunde Catharina von Goetzen, ein. Ihr fielen 1765 die väterlichen Güter Wesselshöfen, Düsterwalde und Kelmkeim im Amt Balga zu. Die drei Söhne Christoph Ludwig, Ernst Friedrich und Georg Friedrich (1744–1820) wurden seit 1753 von Immanuel Kant als Hauslehrer auf dem väterlichen Erbgut unterrichtet. Der zuletzt genannte wurde 1800 mit seinen weiteren Brüdern Bernhard Wilhelm auf Wesselshöfen und Ernst Ludwig in den erblichen preußischen Grafenstand gehoben, da sie zu den ersten preußischen Edelleuten gehörten, welche auf ihren Gütern die Leibeigenschaft abschafften.Maximilian Gritzner: Chronologische Matrikel der Brandenburgisch-Preußischen Standeserhöhungen und Gnadenacte von 1600–1873. Berlin 1874, S. 68. Dies kann auf den Einfluss Kants rückinterpretiert werden. Zwischen der Familie Hülsen und Kant erwuchs eine langjährige enge Bindung, welche sich auch in zahlreichen Briefen dokumentiert. korpora.zim.uni-duisburg-essen.de

1742 soll Hülsen bereits Major gewesen sein, dergleichen 1753 beim Dienstantritt Kants. Spätestens 1755 avancierte er jedoch zum OberstErnst Heinrich Kneschke: Neue genealogisch-historische Nachrichten. Leipzig 1755, S. 721; . und übernahm als solcher 1756 das Königsberger Land-Regiment (Nr. 2)Eduard Lange: Die Soldaten Friedrich’s des Großen. Leipzig 1853, S. 309; . und ist 1763 verstorben.Rangliste der Königlich Preußischen Armee. Berlin 1787, S. 115; .

Literatur Gothaisches genealogisches Taschenbuch der adeligen Häuser. Erster Jahrgang. Justus Perthes, Gotha 1901, S. 441; ub.uni-duesseldorf.de

Bei Major von Hülsen in Arnsdorf. In: Karl Vorländer: Immanuel Kant. Der Mann und das Werk. Hamburg 1924; textlog.de

Einzelnachweise

Kategorie:Immanuel Kant Kategorie:Oberst (Preußen) Kategorie:Militärperson der Frühen Neuzeit (Brandenburg-Preußen) Kategorie:Regimentsinhaber der Frühen Neuzeit Bernhard Friedrich Kategorie:Adliger Kategorie:Geboren 1700 Kategorie:Gestorben 1763 Kategorie:Mann