Julius Ernst August Hermann Rollmann (* 13. Dezember 1827 in Soest; † 30. April 1865 in Düsseldorf) war ein deutscher Landschaftsmaler der Düsseldorfer Schule.

Leben Rollmann kam früh nach Düsseldorf in die Ausbildung bei dem Dekorationsmaler Ludwig Pose.Sabine Fehlemann (Hrsg.): Das irdische Paradies. Sammlung Volmer. Von der Heydt-Museum, Wuppertal 2003, ISBN 978-3-89202-052-3, S. 131 An der Kunstakademie Düsseldorf besuchte er 1844/1845 gleichzeitig die Elementarklasse. Mehrere Jahre studierte er an der Berliner Akademie. Von dieser erhielt er 1862 die „Kleine Goldene Medaille für Kunst“. 1853 siedelte er sich wieder in Düsseldorf an, wo er Mitglied des Künstlervereins Malkasten wurde., Webseite im Portal malkasten.org, abgerufen am 6. Mai 2016 Von dort aus ging er auf Reisen, in die bayerischen Gebirge (1855) und nach Oberitalien (1858, 1863). Einige Zeit verweilte er in München und seiner Umgebung, auch in der Künstlerkolonie von Brannenburg, wo er sich in den frühen 1860er Jahren zu jährlichen Studienaufenthalten mit anderen Düsseldorfer Künstlern traf, etwa Ludwig Hugo Becker, Carl Irmer, Wilhelm Busch und Christian Kröner.Wend von Kalnein (Hrsg.): Die Düsseldorfer Malerschule. Verlag Philipp von Zabern, Mainz 1979, ISBN 3-8053-0409-9, S. 434 ff. Nach seinem frühen Tod geriet Rollmann bald in Vergessenheit, doch als im Jahre 1919 anlässlich der Hundertjahrfeier der Kunstakademie Düsseldorf der Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen die Ausstellung „Ältere Düsseldorfer Landschaftsmalerei“ veranstaltete, waren seine Bilder, die vor allem der Schule von Johann Wilhelm Schirmer zugeordnet werden, eine große Überraschung. „Wer ist Julius Rollmann?“ fragte Walter Cohen im Vorwort des Ausstellungskatalogs.Richard Klapheck: Die Kunstsammlungen der Staatlichen Kunstakademie zu Düsseldorf. Verlag Mathias Strucken, Düsseldorf 1928, S. 47

Werke (Auswahl) mini|Voralpenlandschaft, 1857 Die Mühlsturzhörner in Tirol, 1853 Hochgebirge, 1853 Am Obersee, 1855 Gebirgslandschaft mit zwei Raubvögeln am Fluss, 1856 Voralpenlandschaft, 1857 Venedig, 1858 Blick auf Florenz, 1860 Hirschjagd im Gebirge, 1861 Canale Grande, Venedig, 1863 Blick von Brannenburg auf den Heuberg, 1864 In Venedig, 1865

Literatur

Rollmann, Julius. In: Friedrich von Boetticher: Malerwerke des neunzehnten Jahrhunderts. Beitrag zur Kunstgeschichte. Band II. Dresden 1898, S. 462, Irene Markowitz: Die Düsseldorfer Malerschule. Kataloge des Kunstmuseums Düsseldorf. Band 2, Düsseldorf 1969, S. 270 ff. Martina Sitt: Rollmann, Julius Ernst August Hermann. In: Hans Paffrath (Hrsg.): Lexikon der Düsseldorfer Malerschule 1819–1918. Band 3: Nabert–Zwecker. Herausgegeben vom Kunstmuseum Düsseldorf im Ehrenhof und von der Galerie Paffrath. Bruckmann, München 1998, ISBN 3-7654-3011-0, S. 157 ff. Julius Rollmann III.: Julius Rollmann. 1827–1865. Ein Maler der Düsseldorfer Schule. BfG, Bonn / Hamburg / Soest 1987 Rollmann, Julius. In: Allgemeine Deutsche Biographie. Band 29 (1889), S. 99

Weblinks

Julius Rollmann. Kurzbiografie im Portal stiftung-volmer.de Julius Rollmann. Datenblatt im Portal rkd.nl (Rijksbureau voor Kunsthistorische Documentatie) Julius Rollmann. Auktionsresultate im Portal artnet.de

Einzelnachweise

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