Konstantin Konstantinowitsch Chrenow (; * in Borowsk, Russisches Kaiserreich; † 12. Oktober 1984 in Hajssyn, Ukrainische SSR) war ein russischer Metallurg, Schweißpionier und Hochschullehrer.Institute of Welding: Welding and Metal Fabrication (Bände 13–14). IPC Scientific and Technology Press 1945, S. 529.Carl W. Hall: A biographical dictionary of people in engineering: from the earliest records until 2000, Vol. 1. Purdue University Press 2008, ISBN 1-55753-459-4, S. 120.
Leben Chrenow studierte am St. Petersburger (dann Leningrader) Elektrotechnik-Institut (LETI) Elektrochemie mit Abschluss 1918. 1921–1925 war er Dozent am Lehrstuhl für Allgemeine Chemie des LETI.
1928–1947 lehrte Chrenow am Moskauer Elektromechanischen Institut der Eisenbahningenieure. Daneben leitete er 1933–1946 den Schweiß-Lehrstuhl der Technischen Universität Moskau.MT-7 "Schweißtechnologie und Diagnostik" (russisch, abgerufen am 4. Mai 2016). Er entwickelte neuartige Schweißverfahren, Geräte für die Stromversorgung, für die Elektrodenbeschichtung sowie das Diffusionsschweißen und das Plasmaschneiden. Insbesondere erfand er das Schweißen und Trennen von Metallen unter Wasser, das er als Erster 1932 mit erfolgreichen Tests am Schwarzen Meer vorführen konnte.The Rise of the Soviet Navy (abgerufen am 4. Mai 2016).K. K. Chrenow: Elektroschweißen unter Wasser. Swarschtschik 1 (1933), S. 23–24 (russisch). Schon 1936–1938 wurde das Unterwasserschweißen praktisch angewendet beim Bergen eines gesunkenen Schiffes im Schwarzen Meer und bei der Reparatur von Schiffen und Brücken (und verstärkt während des Deutsch-Sowjetischen Krieges). (russisch, abgerufen am 4. Mai 2016).John Turkevich: Soviet Men of Science: Academicians and Corresponding Members of the Academy of Sciences of the USSR. Van Nostrand 1963, S. 160. 1940 wurde Chrenow zum Doktor der Technischen Wissenschaften promoviert.
Nach dem Krieg wurde Chrenow 1945 Mitglied der Ukrainischen Akademie der Wissenschaften, deren Präsidiumsmitglied er 1953 wurde. Er arbeitete im Institut für Elektroschweißen (1945–1948 und wieder ab 1963 bis zum Ruhestand), im Institut für Baustatik (1948–1952) und schließlich im Institut für Elektrotechnik der Ukrainischen Akademie der Wissenschaften. 1947–1958 lehrte er als Professor am Kiewer Polytechnischen Institut (KPI). 1953 wurde er Korrespondierendes Mitglied der Akademie der Wissenschaften der UdSSR.
Ehrungen Stalinpreis (1946) für die Entwicklung und Anwendung des Unterwasserschweißens Leninorden Orden der Oktoberrevolution Verdienter Wissenschaftler und Techniker der Ukrainischen SSR (1970) Preis des Ministerrats der UdSSR (1982) Medaille „Zum 1500-jährigen Jubiläum Kiews“ Staatspreis der UdSSR (1986 postum) für die Entwicklung und Einführung von Schweißverfahren in die Volkswirtschaft
Einzelnachweise
Kategorie:Metallurg Kategorie:Schweißen Kategorie:Hochschullehrer (Staatliche Technische Universität Moskau) Kategorie:Hochschullehrer (Staatliche Elektrotechnische Universität Sankt Petersburg) Kategorie:Hochschullehrer (Nationale Technische Universität der Ukraine) Kategorie:Hochschullehrer (Ingenieurhochschule für Eisenbahnwesen) Kategorie:Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften der Ukraine Kategorie:Korrespondierendes Mitglied der Russischen Akademie der Wissenschaften Kategorie:Träger des Leninordens Kategorie:Träger des Stalinpreises Kategorie:Träger des Staatspreises der UdSSR Kategorie:Träger des Ordens der Oktoberrevolution Kategorie:Sowjetbürger Kategorie:Geboren 1894 Kategorie:Gestorben 1984 Kategorie:Mann