Iesa ist ein Ortsteil (Fraktion, italienisch frazione) von Monticiano in der Provinz Siena, Region Toskana in Italien.
Geografie Der Ort liegt ca. 7 km südöstlich des Hauptortes Monticiano, ca. 25 km südwestlich der Provinzhauptstadt Siena und ca. 70 km südlich der Regionshauptstadt Florenz an der Provinzgrenze zur Provinz Grosseto. Der Ort liegt in der Hügelkette Colline Metallifere bei 432 m und hat ca. 220 Einwohner. Die Einwohnerzahl setzt sich aus den vier Weilern Lama (ca. 150 Einwohner), Cerbaia (ca. 40 Einwohner), Palazzo (mit Le CaseEcomuseo Val di Merse: Iesa, ca. 20 Einwohner) und Solaia (ca. 20 Einwohner) zusammen.Offizielle Webseite des ISTAT (Istituto Nazionale di Statistica) zu den Einwohnerzahlen 2001 in der Provinz Siena, abgerufen am 2. Mai 2016 (italienisch) Weitere Weiler (oder Borghi), die zu Iesa gehören, sind Quarciglioni und Contra. Die ehemaligen Siedlungen von Gamberucci und Renna sind heute nicht mehr vorhanden. Der Ort liegt im Tal des Merse (Val di MerseEmanuele Repetti: JESA in Val di Merse.), kurz südlich fließt der Farma, der nach Bagni di Petriolo (5 km südwestlich von Iesa) in den Merse fließt.
Geschichte Erstmals erwähnt wurde der Ort 1271, als die Gegend dem Podestà von Siena unterstellt wurde und somit Teil der Grafschaft (contado) wurde. Der Podestà von Siena sendete dazu einen giusdicente minore als Interessenvertreter von Siena nach Iesa. Weitere Erwähnung findet der Ort am 1. April 1338 in den Dokumenten der Abtei von Sant’Agostino in Siena. Im 14. Jahrhundert kam der Ort in das Vicariato di Monticiano. 1749 wurde Iesa Teil der Gemeinde Sovicille und ist seit 1833 Ortsteil von Monticiano.
Sehenswürdigkeiten mini|Chiesa di San Michele Arcangelo mini|Chiesa di Lama
Chiesa di San Michele Arcangelo, auch San Michele a Jesa genannt, Kirche im Erzbistum Siena-Colle di Val d’Elsa-Montalcino. , abgerufen am 2. Mai 2016 (italienisch) Wurde erstmals 1276 erwähntEcomuseo Val di Merse: Chiesa di San Michele Arcangelo und wurde im 15. Jahrhundert der Pieve vom Santa Maria Assunta in Tocchi unterstellt.Anna Maria Guiducci: I Luoghi della Fede 1618 wurde sie der Abtei Abbazia di San Lorenzo al Lanzo (auch Badia Ardenghesca genannt, liegt heute im Gemeindegebiet von Civitella Paganico) unterstellt. Die Kirche enthält zwei Statuen neueren Datums, Madonna Immacolata und San Giuseppe, sowie ein Taufbecken aus Travertin aus dem 18. Jahrhundert. Die Sakristei enthält das Leinwandgemälde Madonna del Rosario col Bambino (19. Jahrhundert). Chiesa di Lama, Kirche nahe dem Hauptplatz in LamaEcomuseo Val di Merse: Chiesa di Lama, wird auch als Cappella della Madonna di Loreto a Lama oder Chiesa della Madonna di Loreto bezeichnet., abgerufen am 3. Mai 2016 (italienisch) Entstand im 16. Jahrhundert und enthält Werke von Kurt Laurenz Metzler. Monumento ai caduti, um 1918 entstandenes Kriegsdenkmal für die Gefallenen des Ortes im Ersten Weltkrieg. Der Gedenkstein enthält die Inschrift IESA / I SUOI GLORIOSI CADUTI / 1915–18 sowie die Namen der Gefallenen. Auf dem Stein befindet sich ein Adler aus Bronze.Ecomuseo Val di Merse: Abgerufen am 3. Mai 2016 (italienisch) Il Parco di Kurt Laurenz Metzler, Skulpturengarten Renna, ehemalige Siedlung mit der Kirche Sant’Andrea, die bereits 1276 erwähnt wurde. Heute sind noch Teile der Ruinen vorhanden.Ecomuseo Val di Merse: Abgerufen am 3. Mai 2016 (italienisch)
Verkehr Der Ort hat die Anschlussstelle Iesa an der Strada Statale 223 di Paganico.
Bilder
Literatur Anna Maria Guiducci (a cura di) in: I Luoghi della Fede. Le Crete senesi, la Val d’Arbia e la Val di Merse. Arnoldo Mondadori Editore, Mailand 1999, ISBN 88-04-46774-6, S. 137. Emanuele Repetti: JESA in Val di Merse. In: Dizionario Geografico Fisico Storico della Toscana (1833–1846). Onlineausgabe der Universität Siena (pdf, italienisch)
Weblinks
Ecomuseo Val di Merse zu Iesa Ecomuseo Val di Merse zur Chiesa di Lama Ecomuseo Val di Merse zur Chiesa di San Michele Arcangelo
Einzelnachweise
Kategorie:Fraktion in der Toskana Kategorie:Monticiano