Die Burg Kuwana (, Kuwana-jō) befindet sich in der japanischen Stadt Kuwana, Präfektur Mie. In der Edo-Zeit residierten dort zuletzt ein Zweig der Hisamatsu-Matsudaira als große Fudai-Daimyō.

Burgherren in der Edo-Zeit

Geschichte mini|links|hochkant|Plan der Burg1: Hommaru2: Ni-no-maru3: Sa-no-maruF: Fluss Ibi(Weitere Angaben im Text) In den Jahren 1592 bis 1594 ließ Hitsuyanagi Naomori (1564–1694) von der Burg Kambe den Burgturm (Tenshu) nach hier verlegen. Im Jahr 1601 erhielt Honda Tadakatsu (1548–1610), einer der „Vier Himmelskönige“ unter Tokugawa Ieyasu, die Burg und begann mit deren Ausbau.

Die Anlage Die Burg, an der Mündung des Ibi-Flusses (, Ibi-gawa) gelegen, nutzte diesen, mit dem parallel dahinter verlaufenden Nagara-Fluss (, Nagara-kawa), als natürlichen Wassergraben. Wie üblich bestand sie aus dem inneren Bereich, dem Hommaru () mit dem Burgturm (Tenshu), dem sich hier im Norden der zweite Bereich, das Ni-no-maru (), und im Süden der dritten Bereich, das San-no-maru (), anschloss. Im Osten, zum Fluss hin, waren die Bereiche A: Uchi-asahi-maru () und B: Soto-asahi-maru () vorgelagert, im Westen ein Ausläufer des San-no-maru. Im Süden war das C: Kichi-no-maru () vorgelagert.

Der Burgturm (innen sechsstöckig, von außen gesehen vierstöckig) brannte 1701 ab und wurde nicht wieder errichtet. Die Burg war von mehrere, für japanische Burgen typischen, Wachtürmen (Yagura) gesichert (Siehe Bilder).

Im Süden wurde die Burg durch die beiden Gräben Uchibori () und Sotobori () geschützt. Der lange Außengraben im Westen mit dem Namen D: SiebenmeilenDer Name bezieht sich auf an der Mündung des Kanals gelegenen Anleger für die Fähren von der Poststation Miya in der Provinz Owari. -Graben (, Shichiri-bori) ist weitgehend erhalten. An dessen Nordende befand sich das Tor (Mon) T2: Mizu-no-ōmon (), das den direkten Zugang zum Fluss ermöglichte. Ein weiteres Tor am Graben war das T2: Nordhaupttor (, Kita-ōtemon).

Der zur Zeit der Meiji-Restauration amtierende Fürst Matsudaira Sadaaki (; 1847–1908) gehörte mit seinem Bruder, Matsudaira Katamori, Fürst von Aizu-Wakamatsu, zu den treuesten Anhängern des Shogunats, übergab im Unterschied zu Letzterem seine Burg schließlich kampflos. Die Gebäude wurden abgerissen, die Steine der Burgmauern wurden, ebenso wie die der Burg Kambe, zum Aufbau der Hafenanlagen der Stadt Yokkaichi verwendet.

Heute ist außer einigen, zum Teil breiten Gräben und Mauerreste am San-no-maru kaum etwas von der Burganlage erhalten. Ein Teil ist nun öffentlicher Park.

Bilder

Anmerkungen

Einzelnachweise

Literatur Hashiba, Akira: Kuwana-jo in: Miura, Masayuki (Hrsg.): Shiro to jinya. Saikoku-hen. Gakken, 2006. ISBN 978-4-05-604379-2. Nishigaya, Yasuhiro (Hrsg.): Kuwana-jo. In: Nihon meijo zukan, Rikogaku-sha, 1993. ISBN 4-8445-3017-8.

Weblinks

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