Wilhelm Wichard Carl Gottfried Julius Franz Freiherr von Sobeck (* 25. Mai 1799 in Kruckow; † 27. August 1875 ebenda) war ein deutscher Gutsbesitzer, Politiker und Abgeordneter im Preußischen Herrenhaus.

Leben Er stammte aus dem Adelsgeschlecht Sobeck von Kornitz. Sein Großvater war der preußische Generalmajor Karl Franz von Sobeck. Als Sohn des Gutsbesitzers, preußischen Kammerherrn und Kreisdeputierten Peter Freiherr von Sobeck (1773–1847) und dessen erster Frau Jeanette von Jordan († 1805) geboren,Ernst Heinrich Kneschke: Neues allgemeines Deutsches Adels-Lexicon. Band 7, Friedrich Voigt, Leipzig 1867. S. 515. Digitalisat studierte von Sobeck Kameralwissenschaften in Göttingen, Halle und Greifswald. Während seines Studiums wurde er 1818 Mitglied der Halleschen Burschenschaft und 1819 des Corps Guestphalia Halle. Nach seinem Abschluss verwaltete er seine Güter in Kruckow mit Marienfelde, Tutow mit Wirow (wahrscheinlich handelt es sich um WittenwerderJulius Theodor Bagmihl: Pommersches Wappenbuch. Band 2, Selbstverlag, Stettin 1846, S. 160. Digitalisat), Zemmin und Barkow im Demminer Kreis und Kösternitz im Kreis Schlawe.

Wilhelm von Sobeck war Kreisdeputierter des Kreises Demmin. 1851 wurde er im Wahlkreis Pommern 1 (Demmin/Usedom/Ueckermünde) Abgeordneter der Ersten Kammer des Preußischen Landtags. Im Jahre 1854 wurde er auf Präsentation des alten und des befestigten Grundbesitzes im Landschaftsbezirk Herzogtum Stettin Mitglied des neugebildeten Preußischen Herrenhauses, dem er bis zu seinem Tod angehörte.E. David (Hrsg.): Handbuch für das Preußische Herrenhaus. Carl Heymanns Verlag, Berlin 1911, S. 244. Digitalisat

Familie Er war seit 1831 mit Marie von Quillfeldt (* 11. Oktober 1810; † 1. Januar 1889) verheiratet. Der Ehe entstammten drei Söhne und drei Töchter: Hedwig Karoline Jeannette Anna (* 5. September 1832; † 3. Juli 1918) ⚭ 1854 Otto von Diepenbroick-Grüter (* 1819; † 1870), preußischer Generalmajor Ernst Franz Ulrich Max (* 8. September 1834), Dragoner-Offizier Ernst Hans Peter Franz (* 15. Juli 1838), Jura-Studium i. Heidelberg; Erbe von TrebenowGothaisches Genealogisches Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser. 1898. Achtundvierzigster Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1897, S. 949 f. ⚭ 1867 (Scheidung 1871) Veronika von Hagen ⚭ 1880 Magaret(h)e von Arnim-Friedenfelde (* 11. Oktober 1860; † 28. Januar 1897) Elfriede Caroline Curtine Betty (* 13. November 1841) ⚭ 1862 Karl Freiherr von Senden, Rittergutsbesitzer u. Mitglied des Herrenhauses Amelie Angelika Franziska Clara (Klara) (* 1. März 1844) ⚭ Fedor von Thermo (* 1831; † 1904), Herr auf Bornsdorf (Niederlausitz) Hugo Gottfried Wilhelm Axel (* 17. November 1848; † 10. März 1938), Rittmeister, Johanniter, Gutsherr; ⚭ 1875 Freiin Marie von Brockdorff (* 18. September 1855; † 9. April 1904)-vier Kinder

Haupterbe,Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser. Zugleich Adelsmatrikel der deutschen Adelsgenossenschaft (D.A.G.) Teil A (Uradel). 1942. Jahrgang 92, Justus Perthes, Gotha 1941, S. 483. mit den VerpflichtungenF. Sendke: Verzeichniss der evangelischen Pfarrstellen, Kirchen und Kapellen, der Kirchenpatrone, sowie der Amt befindlichen evangelischen Geistlichen der Provinz Pommern. 1. Ausgabe, F. Hessenland/Selbstverlag, Stettin Januar 1900, S. 100. als mehrfacher Kirchenpatron, wurde der Sohn Axel Baron von Sobeck auf Kruckow mit Marienfelde, sowie Tutow, hier mit Wittenwerder (als Vorwerk über 1914 hinaus/später Teil einer militärischen Fläche).Vgl. Ernst Seyfert: Güter-Adreßbuch für die Provinz Pommern. 1914. Verzeichnis. Handbuch der Königlichen Behörden. In: Niekammer’s Landwirtschaftliche Güter-Adreßbücher. Band I, 4. Auflage, Reichenbach’sche Verlagsbuchhandlung, Leipzig 1914, S. 18 f. Die Familie von Sobeck ist in Kruckow und Tutow, in Zemmin mit Bentzin, 1939 nochmals nachgewiesen.Vgl. H. Seeliger (Hrsg.): Landwirtschaftliches Adreßbuch der Provinz Pommern. 1939. In: Niekammer’s Landwirtschaftliche Güter-Adreßbücher. Band I, 9. Auflage, Selbstverlag von Niekammer's Adreßbüchern G.m.b.H., Leipzig 1939, S. 16, S. 22. mini|hochkant|Wappen d. Freiherren v. Sobeck. Ostseite Kirche Barkow. Ehrungen Preußischer Roter Adlerorden, 4. Klasse Ehrenritter des Johanniterordens seit 1854Wochenblatt der Johanniter-Ordens-Balley Brandenburg. Jahrgang XVI, Nr. 36, Berlin 8. September 1875, S. 205.

Siehe auch Liste der Mitglieder des Preußischen Herrenhauses

Literatur Helge Dvorak: Biographisches Lexikon der Deutschen Burschenschaft. Band I: Politiker. Teilband 8: Supplement L–Z. Winter, Heidelberg 2014, S. 292. ISBN 978-3-8253-6051-1. Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser. 1918. Achtundsechzigster Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1917, S. 649. Gothaisches genealogisches Taschenbuch der freiherrlichen Häuser auf das Jahr 1866. Sechzehnter Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1865, S. 878 f. Liste der Mitglieder der Balley Brandenburg des Ritterlichen Ordens St. Johannis vom Spital zu Jerusalem. 1859. Verlag Martin Berendt, Berlin 1859, S. 60.

Einzelnachweise

Weblinks

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