Im englischen Recht ist unlawful killing ein Tatbestand, der bei einer Untersuchung in England und Wales festgestellt werden kann, wenn jemand durch eine oder mehrere unbekannte Personen getötet worden ist. Der Tatbestand bedeutet, dass die Tötung ohne einen gesetzeskonformen Grund und in Verletzung des Strafrechts geschehen ist. Dieses Verhalten beinhaltet: Mord, Totschlag, Kindstötung und Tötung durch gefährliches Autofahren. Ein Tatbestand des unlawful killing führt im Allgemeinen zu einer polizeilichen Untersuchung, deren Ziel es ist, genügend Beweise zu sammeln, um die Verantwortlichen zu identifizieren, Strafanzeige zu erstatten und die Verantwortlichen anzuklagen.
Die Untersuchung benennt normalerweise keine Einzelpersonen als Verantwortliche. Als Maßstab für den Tatbestand gilt, dass kein erheblicher Zweifel an dem Umstand besteht. Wenn Zweifel bestehen, so ist es möglich, den Tod durch Unfall oder die Verkettung unglücklicher Umstände festzustellen.Lord Mackay of Clashfern: Halsbury’s Laws of England. 4., überarbeitete Auflage. Band 9(2), LexisNexis, Butterworth, London 2006, Coroners, S. 1043.
Bekannte Fälle Ein entsprechendes Urteil ist in den folgenden Fällen ergangen: Diana, Princess of Wales und Dodi Al-FayedPrincess Diana unlawfully killed auf: BBC News, 7. April 2008. Terry LloydIraq reporter unlawfully killed auf: BBC News, 13. Oktober 2006. Tom Hurndall'Unlawful killing' of Gaza Briton, auf BBC News, 10. April 2006. Den 97 Toten der Hillsborough-KatastropheHillsborough inquests: Fans unlawfully killed, jury concludes, BBC News, 27. April 2016.
Rezeption Im Jahr 2011 kam ein Dokumentarfilm über die angeblich konspirative Tötung von Prinzessin Diana und Dodi Al-Fayed mit dem Titel Unlawful Killing heraus. Regisseur war Keith Allen, das Drehbuch stammte von Victor Lewis-Smith und Paul Sparks.Unlawful Killing – the film the British won’t get to see. In: The Guardian. 7. Mai 2011, , theguardian.com. Die Ausstrahlung der Dokumentation sollte zunächst in Großbritannien verhindert werden. Unlawful Killing wurde von Mohamed Al-Fayed finanziert, da es Gerüchte gab, dass „dunkle Mächte“ innerhalb des britischen Establishments für den Tod der beiden im Jahr 1997 mitverantwortlich gewesen sein sollen. Der Film, der nicht zum offiziellen Teil des Festivals gehörte, wurde daher auf dem Filmfestival in Cannes 2011 zum ersten Mal gezeigt.Charlotte Higgins: Not for British eyes: Keith Allen’s Diana film seeks headlines in Cannes. In: The Guardian. 13. Mai 2011, , theguardian.com.
Literatur Ben Child: Princess Diana documentary Unlawful Killing is shelved. In: The Guardian. 5. Juli 2012 , theguardian.com. Ian Herbert: Hillsborough inquest returns ‘unlawful killing’ verdict over disaster. In: The Independent 26. April 2016.
Weblinks Law Sheet No. 1 – Unlawful Killing (PDF) Chief Coroner, 17. Mai 2013.
Einzelnachweise
Kategorie:Recht (England und Wales) Kategorie:Tötungsdelikt Kategorie:Tod (Vereinigtes Königreich)