Giuseppe Ducrot (* 4. September 1966 in Rom) ist ein italienischer Bildhauer.
Leben Der 1966 geborene Ducrot begann seine künstlerische Tätigkeit mit Temperamalerei und mit schwarz-weiß gehaltenen Zeichnungen. Während seines Militärdienstes malte er Porträtserien seiner Kameraden.Vgl. Marco Vallora, La 'naja' in nero e pastello, in: Il Giornale, 11. April 1991. Nach einer Phase des Experimentierens, unter anderen in den Werkstätten des figürlichen Malers Giovanni Colacicchi und des Bildhauers Vito Cipolla, wandte Ducrot sich schließlich der Skulptur zu. Trotz einiger Ausflüge in die Abstraktion orientiert der Künstler sich im größten Teil seines Œuvres stilistisch an den Plastiken der Römischen Kaiserzeit und des Hellenismus sowie an der barocken Bildhauerkunst. Er arbeitet in Ton, glasierter Keramik, Marmor und Bronzeguss. Ducrots Werk umfasst, neben zahlreichen Bozzetti, sowohl denkmalpflegerische Projekte als auch kirchliche wie private Auftragsarbeiten.
Seit 2013 ist Ducrot Mitglied der Päpstlichen Akademie der schönen Künste und der Literatur, Klasse für Bildhauerei. Er lebt und arbeitet in Rom.Zusammengefasst aus Ducrot, Giuseppe, in: Istituto dell’Enciclopedia Italiana Treccani, Lessico del XXI Secolo (2012); sowie Achille Bonito Oliva, Giuseppe Ducrot (Ausstellungskatalog, ARCO 20. Februar-10. Mai 2015), Rom 2015, S. 142.
Werke (Auswahl) Die Hauptwerke Ducrots stellen bisher dar:Ausführlich: Achille Bonito Oliva 2015, S. 134–139. 1995 Büste des Mark Aurel für die Fassade der Galleria Borghese, Rom 1996 Nymphenherme für die Piazza Capo di Ferro, Rom 1999 Büsten-Reliquiar (Bronze) des Heiligen Filippo Neri für die Basilika San Giovanni Battista dei Fiorentini, Rom 2000 Füllhörner und Bacchus-Urne für die Galleria Borghese, Rom 2000 Altar, Ambo und Statue des Heiligen Benedikt für die Kathedrale von Nursia 2009 Monumentalstatue des Heiligen Benedikt in Cassino (Latium)Seit 2015 steht die Figur im Zentrum eines Kreisverkehrs. – , in: GazzettaRegionale, 12. Juli 2015. 2010 Monumentalstatue des Heiligen Annibale Maria Di Francia im Auftrag der Kongregation der Rogationisten des Herzens Jesu, Außennische des Petersdoms, Rom, in: L’Osservatore Romano, 8. Juli 2010. – Benedizione della statua di Sant’Annibale Maria di Francia - 7 luglio 2010, in: La Basilica di S. Pietro 22/7 (2010), S. 1–2. 2011 Altar, Ambo und Kruzifix für die Kathedrale von Noto, Sizilien 2012 Statue des Heiligen Johannes des Täufers für die Basilika Santa Maria degli Angeli e dei Martiri, Rom, in: L’Osservatore Romano, 22. Juni 2012. 2015 Fontäne, Le Sirenuse, Positano (Amalfi)Alyssa Bird: The Most Attractive New Bar on the Amalfi Coast, in: Architectural Digest, 31. Juli 2015. 2017 Evangelist Matthäus, Theatinerkirche, München (Entwurf/Modell von Giuseppe Ducrot, geschnitzt vom Südtiroler Bildhauer Gregor Prugger)Jakob Wetzel: Auferstehung in der Theatinerkirche, in: Süddeutsche Zeitung (online), 3. Mai 2017. – Die Figur greift zwar die Abmessungen, das Motiv und die allgemein barocke Formensprache der 1944 zerstörten Originalskulptur von Balthasar Ableithner auf, ist aber ansonsten frei gestaltet. Ein Vergleich mit dem Foto der alten Figur zeigt die deutlichen stilistischen Unterschiede: Lukas aus der Asche. Auferstandenes Kulturerbe aus dem 3D-Labor. Kunstverlag Josef Fink, Lindenberg 2016, ISBN 978-3-89870-981-1, Abb. S. 38–39 und 58–59.
Literatur Achille Bonito Oliva: Giuseppe Ducrot, sculture 1992 – 1994 (Ausstellungskatalog, Galleria Carlo Virgilio), Rom 1995. Alberto Abruzzese, Marco Tullio Giordana: Giuseppe Ducrot, ritratti per I cento passi, Rom 2000. Achille Bonito Oliva: Giuseppe Ducrot (Ausstellungskatalog, ARCO 20. Februar – 10. Mai 2015), Rom 2015.
Weblinks Homepage von Giuseppe Ducrot
Einzelnachweise
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