Die MLB-Saison 2016, die 115. Saison der Major League Baseball, wurde am 3. April 2016 mit dem Eröffnungsspiel zwischen den St. Louis Cardinals und den Pittsburgh Pirates im PNC Park in Pittsburgh eröffnet.

Während der Regular Season kämpften 30 Mannschaften in je 162 Spielen um den Einzug in die Play-offs. Jede Mannschaft bestritt 76 Spiele gegen Teams der eigenen Division, 66 gegen Teams anderer Divisionen der League, sowie 20 Interleague-Spiele. Laut Spielplan endete die Regular Season am 2. Oktober 2016.

Das MLB All-Star Game 2016 fand am 12. Juli 2016 im PETCO Park, dem Stadion der San Diego Padres in San Diego statt. Die American League schlug die National League mit 4:2 Runs und erspielte sich so das Heimrecht für die World Series 2016.

Der MLB Draft 2016 fand vom 9. bis 11. Juni 2016 statt. Die Philadelphia Phillies hatten die erste Wahl und entschieden sich für den 1998 in Encinitas geborenen Outfielder Mickey Moniak.

Sieger der World Series 2015 und somit Titelverteidiger sind die Kansas City Royals.

Teilnehmende Teams Für die Saison 2016 wurden von der MLB keinerlei Änderungen bezüglich teilnehmender Franchises bzw. Ligen- und Divisionszuordnungen vorgenommen.

American League East Central West40x30px Toronto Blue Jays40x30px Kansas City Royals40x30px Texas Rangers40x30px New York Yankees40x30px Minnesota Twins40x30px Houston Astros Baltimore Orioles Cleveland Indians40x30px L.A. Angels of Anaheim40x30px Tampa Bay Rays40x30px Chicago White Sox40x30px Seattle Mariners Boston Red Sox40x30px Detroit Tigers40x30px Oakland Athletics

National League East Central West40x30px New York Mets St. Louis Cardinals40x30px Los Angeles Dodgers40x30px Washington Nationals40x30px Pittsburgh Pirates40x30px San Francisco Giants40x30px Miami Marlins40x30px Chicago Cubs40x30px Arizona Diamondbacks40x30px Atlanta Braves40x30px Milwaukee Brewers40x30px San Diego Padres40x30px Philadelphia Phillies40x30px Cincinnati Reds Colorado Rockies

* Sortiert entsprechend den Vorjahresplatzierungen in den jeweiligen Divisionen. Grün eingefärbt sind die Teams, die sich im Vorjahr für die Postseason qualifizieren konnten.

Spring Training Vom 1. März bis zum 2. April fand die Saisonvorbereitung der MLB, das sogenannte Spring Training statt. Hierbei testeten die Teams in der Grapefruit League und der Cactus League neue Spieler, ließen aber auch ihre angestrebten Stammformationen einspielen. Im Gegensatz zur Regular Season können Spiele im Spring Training auch unentschieden enden und tauchen nicht in den Tabellen der Ligen auf, dies war 2016 in 39 Partien der Fall war. Erfolgreichstes Team der Vorbereitung nach Siegen waren die Arizona Diamondbacks mit 24. Die beste Siegquote erreichten die Washington Nationals mit 82,6 %.

Tabellen des Spring Training 2016 Die in den Tabellen der Cactus und Grapefruit League blau markierten Teams sind Mitglieder der National League, die rot markierten spielen in der American League. + Cactus League Pos.TeamWL%GB 1 20px Arizona Diamondbacks 24 8 75 – 2 20px LA Angels of Anaheim 19 8 70,4 3 Cleveland Indians 18 12 60 5 4 20px Chicago White Sox 17 13 56,7 6 5 Colorado Rockies 15 13 53,6 7 6 20px Seattle Mariners 16 14 53,3 7 7 20px Texas Rangers 17 15 53,1 7 8 20px Cincinnati Reds 16 16 50 8 9 20px Milwaukee Brewers 14 14 50 8 10 20px LA Dodgers 13 17 43,3 10 11 20px Oakland Athletics 12 17 41,4 10,5 12 20px Kansas City Royals 14 21 40 11,5 13 20px San Francisco Giants 13 20 39,4 11,5 14 20px Chicago Cubs 11 19 36,7 12 15 20px San Diego Padres 10 21 32,3 13,5 + Grapefruit League Pos.TeamWL%GB 1 20px Washington Nationals 19 4 82,6 - 2 20px Toronto Blue Jays 17 8 68 3 3 20px Minnesota Twins 19 11 63,3 3,5 4 20px Detroit Tigers 18 11 62,1 4 5 20px Houston Astros 18 11 62,1 4 6 20px Philadelphia Phillies 15 11 57,7 5,5 7 20px Tampa Bay Rays 12 13 48 8 8 20px NY Yankees 14 16 46,7 8,5 9 St. Louis Cardinals 11 13 45,8 8,5 10 Baltimore Orioles 12 15 44,4 9 11 20px Miami Marlins 11 14 44 9 12 Boston Red Sox 14 18 43,8 9,5 13 20px NY Mets 8 17 32 12 14 20px Pittsburgh Pirates 8 21 27,6 14 15 20px Atlanta Braves 6 20 23,1 14,5

W = Wins (Siege), L = Loss (Niederlagen), % = Winning Percentage, GB = Games Behind (Rückstand auf Führenden: Zahl der notwendigen Niederlagen des Führenden bei gleichzeitigem eigenen Sieg)

Reguläre Saison Kurzerklärung Spielbetrieb und Tabellenaufbau Die AL und die NL sind jeweils für den Spielbetrieb in drei Divisionen unterteilt. Die Zuordnung erfolgt nach regionalen Kriterien: East, Central und West Division. Der Spielbetrieb läuft vom 3. April bis zum 2. Oktober 2016.

Die Tabellenplatzierungen sind für das Erreichen der Postseason verantwortlich: Die drei jeweiligen Divisionssieger und die nach Winning Percentage beiden weiteren besten Teams tragen in drei Runden die Meisterschaft in der American beziehungsweise National League aus. Die jeweiligen Meister treffen dann in der World Series aufeinander.

Die Rangfolge der Mannschaften in der Tabelle ergibt sich während der Saison grundsätzlich aus dem aktuellen Verhältnis von Siegen zu Spielen insgesamt als sogenannte Winning Percentage. Der Grund hierfür liegt in der ungleichmäßigen Verteilung der Spiele über den Kalender, so dass manche Mannschaften zwischenzeitlich drei oder mehr Spiele mehr ausgetragen haben als andere. Damit wird zum Beispiel die Bilanz eines Teams A mit 15 Siegen und 15 Niederlagen (.500 als entsprechende Percentage ausgedrückt) für exakt gleichwertig erachtet mit der Bilanz eines Teams B, das zum gleichen Zeitpunkt 16 Siege und 16 Niederlagen erzielte. Für die Abschlusstabellen ist dies jedoch ohne Belang, da zum Saisonende alle Mannschaften die seit 1961 üblichen 162 Saisonspiele ausgetragen haben. Deshalb reicht die Angabe von Siegen und Niederlagen (Unentschieden sind unüblich).

Mit der Angabe GB (Games Behind) wird dokumentiert, wie groß der Rückstand eines Verfolgers auf den Tabellenersten ist. Hiermit wird ausgedrückt, wie viele Siege der Verfolger bei gleichzeitiger Niederlage des Führenden theoretisch bräuchte, um Gleichstand zu erreichen. Die Angabe GB wird auf 0.5 Spiele genau ausgedrückt: Hat zum Beispiel Mannschaft A zehn Siege und fünf Niederlagen, Mannschaft B hingegen neun Siege und fünf Niederlagen, würde bereits ein eigener Sieg (ohne Niederlage von A) zu Tabellengleichstand führen. mini|150px|April: Robinson Canó acht Home Runs und 24 RBI Saisonverlauf der regulären Saison American League April Erfolgreichstes Team der American League im April waren die Chicago White Sox, die vor allem Auswärts eine sehr gute Figur abgaben und 11 ihrer 16 Spiele in fremden Ballparks für sich entscheiden konnten. Pitcher Chris Sale gelangen 5 Wins. Titelverteidiger Kansas City startete ordentlich in die neue Spielzeit, kam aber zum Ende des Monats außer Form und verlor in der letzten Aprilwoche fünf Spiele am Stück, und wurde Auswärts von den Los Angeles Angels of Anaheim gesweept. Enttäuschend begann die Spielzeit zudem auch für die Houston Astros, die in der Vorsaison die League Division Series erreichen konnten, aber im April 2016 nur 7 Siege in 24 Spielen verbuchten.

Einer der auffälligsten Spieler des Eröffnungsmonats war der dominikanische Second Baseman Robinson Canó, der für seine Seattle Mariners 8 Home Runs und 24 RBI erzielte.

Zum 30. April 2016 ergaben sich folgende Tabellenkonstellationen in der American League:

East DivisionPSFranchiseWL%GB 2 Baltimore Orioles 14 9 60,9 — WC Boston Red Sox 14 10 58,3 ½ 20x15px Tampa Bay Rays 11 12 47,8 2 20x15px Toronto Blue Jays 11 14 44,0 3 20x15px New York Yankees 8 14 36,4 5½ Central DivisionPSFranchiseWL%GB 1 20x15px Chicago White Sox 17 8 68,0 — WC 20x15px Detroit Tigers 13 10 56,5 3 20x15px Kansas City Royals 12 11 52,2 4 Cleveland Indians 10 11 47,6 5 20x15px Minnesota Twins 7 17 29,2 9½ West DivisionPSFranchiseWL%GB 3 20x15px Texas Rangers 14 10 58,3 — WC 20x15px Seattle Mariners 13 10 56,5 ½ 20x15px Oakland Athletics 13 12 52,0 1½ 20x15px Los Angeles Angels of Anaheim 11 13 45,8 3 20x15px Houston Astros 7 17 29,2 7 PS = Postseason; Zahl = Rang auf Setzliste bzw. WC = Wild Card (beste zwei Mannschaften nach den Divisionssiegern)W = Wins (Siege), L = Losses (Niederlagen), % = Winning Percentage, GB = Games Behind (Rückstand auf Führenden: Zahl der notwendigen Niederlagen des Führenden bei gleichzeitigem eigenen Sieg)

Mai

Die im April noch so erfolgreichen White Sox enttäuschten im Mai mit einer Siegquote von nur 39 % und rutschten in der Central Division auf den zweiten Platz hinter Titelverteidiger Kansas City. Die Royals hatten Ende April noch vier Spiele hinter den White Sox gelegen. Auch die Detroit Tigers schwächelten und verloren gleich zwei Positionen, da sie ebenfalls nur 39 % der Spiele im laufenden Monat gewinnen konnten. Allerdings konnten gleich drei Spieler der Tigers in nur einem Monat bedeutende Karrieremeilensteine erreichen. Miguel Cabrera schaffte sein 500stes Double, Pitcher Justin Verlander gelang sein 2.000ster Strikeout und Francisco Rodríguez sicherte sich seinen 400sten Karriere-Save.

Zum jetzt erfolgreichsten Team der AL entwickelte sich im Mai der neue Führende der East Division, die Boston Red Sox, welche über 64 % der Partien im Mai für sich entscheiden konnten und die Orioles von Platz 1 der Division verdrängten. Offensiv überzeugten bei den Red Sox hierbei vor allem Xander Bogaerts mit 49 Hits und fünf Home Runs, sowie Jackie Bradley Jr., der 37 Hits und sogar acht Home Runs beisteuern konnte. Die Tampa Bay Rays verloren im Mai den Anschluss an die Spitze der Division und liegen bereits neun Spiele hinter den Red Sox, Ende April waren es nur 1½ Spiele.

An der Spitze der West Division sind die Texas Rangers und die Seattle Mariners weiter nahezu gleichauf. Im Mai gewannen beide Teams 17 Spiele bei 11 Niederlagen und konnten sich von der Konkurrenz absetzten. Die Oakland Athletics, die Ende April nur ein Spiel hinter den Mariners lagen, spielten einen schwächeren Monat und rutschten auf den letzten Rang der Division ab. Positiv erwähnenswert bei den A’s war im Mai allerdings die Leistung von Starter Rich Hill, der mit 5 Wins und einem ERA von 2,13 zu den besten Pitchern des Monats gehörte.

Zum 31. Mai 2016 ergaben sich folgende Tabellenkonstellationen in der American League:

East DivisionPSFranchiseWL%GB 1 Boston Red Sox 32 20 61,5 — WC Baltimore Orioles 28 22 56,0 3 20x15px Toronto Blue Jays 28 26 51,9 5 20x15px New York Yankees 24 27 47,1 7½ 20x15px Tampa Bay Rays 22 28 44,0 9 Central DivisionPSFranchiseWL%GB 3 20x15px Kansas City Royals 29 22 56,9 — 20x15px Chicago White Sox 28 25 52,8 2 Cleveland Indians 26 24 52,0 2½ 20x15px Detroit Tigers 24 27 47,1 5 20x15px Minnesota Twins 15 36 29,4 14 West DivisionPSFranchiseWL%GB 2 20x15px Texas Rangers 31 21 59,6 — WC 20x15px Seattle Mariners 30 21 58,8 ½ 20x15px L.A. Angels of Anaheim 24 28 46,2 7 20x15px Houston Astros 24 29 45,3 7½ 20x15px Oakland Athletics 24 29 45,3 7½

Wild Card RaceFranchiseWL%GB SEA 30 21 58,8 +1½BAL28 22 56,0 — CWS 28 25 52,8 1½ CLE 26 24 52,0 2 TOR 28 26 51,9 2 DET 24 27 47,1 4½ NYY 24 27 47,1 4½ LAA 24 28 46,2 5 HOU 24 29 45,3 5½ OAK 23 29 44,2 6 TB 22 28 44,0 6 MIN 15 35 30,0 13 Pfeile: Verbesserung ggü. April, Verschlechterung ggü. April, sonstige Erläuterung siehe AL April

Juni mini|Der Berliner Max Kepler von den Minnesota Twins feierte im Juni die ersten RBI (15) und die ersten Home Runs (3) seiner MLB-Karriere.