Satin ist die französische Bezeichnung für alle glänzenden Gewebe in Atlasbindung.Thomas Meyer zur Capellen: Lexikon der Gewebe. 5., grundlegende überarbeitete und erweiterte Auflage. Deutscher Fachverlag, Frankfurt am Main 2015, ISBN 978-3-86641-258-3, S. 356.
Der synonyme Begriff Atlas ist heute im Handel bedeutungslos; am ehesten ist er noch in kostümgeschichtlichem Zusammenhang für Seidenstoffe in Gebrauch.
Etymologie Das Wort Satin leitet sich ab von , dem arabischen Namen der chinesischen Stadt Quanzhou (früher Tsen-tung), einem wichtigen Hafen für den Seidenhandel.
Atlas leitet sich ab vom arabischen Wort .Thomas Meyer zur Capellen: Lexikon der Gewebe. 5., grundlegende überarbeitete und erweiterte Auflage. Deutscher Fachverlag, Frankfurt am Main 2015, ISBN 978-3-86641-258-3, S. 25ff.
Eigenschaften mini|Bindungspatrone für einen 5-bindigen Kettatlas Durch die Atlasbindung ergibt sich eine stark glänzende, glatte Oberseite (rechte Seite) und eine matte Unterseite (linke Seite).Bekleidung - Das Wissensbuch. Mediadidact Deutscher Fachverlag, Frankfurt am Main 2014, S. 182. Am häufigsten verwendet wird 5-bindiger Kettatlas, seltener auch mit längeren Flottungen, etwa als 8-,10- oder 12-bindiger Atlas. Die Eigenschaften des Satins hängen vom eingesetzten Garn und der Einstellung ab (typischerweise in der Kette 40–120 Fäden/cm, im Schuss 25–60 Fäden/cm). Er kann leicht oder schwer, matt- oder hochglänzend, fließend oder steif sein.
Satin kann aus verschiedenen Materialien gewebt werden, etwa als Baumwollsatin oder Wollatlas. Für einen besonderen Glanz werden endlose Fasern (Filamente) wie Seide, Viskose oder Polyester bevorzugt.
Verwendung mini|Ein SatinkleidWegen des starken Glanzes wird vor allem der schwere Duchesse besonders für festliche Kleidung (Abend- und Brautkleider) verwendet. Er wird als Kettatlas gewebt.Fabia Denninger, Elke Giese: Textil- und Modelexikon. Bd. A – K, 8., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. Deutscher Fachverlag GmbH, Frankfurt am Main 2006, ISBN 3-87150-848-9, S. 172. Crêpe Satin ist die Handelsbezeichnung für Kleider- und Mantelstoffe,Fabia Denninger, Elke Giese: Textil- und Modelexikon. Bd. A – K, 8., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. Deutscher Fachverlag GmbH, Frankfurt am Main 2006, ISBN 3-87150-848-9; S. 135. wird aber auch zu Blusen und Accessoires verarbeitet.Thomas Meyer zur Capellen: Lexikon der Gewebe. 5., grundlegende überarbeitete und erweiterte Auflage. Deutscher Fachverlag, Frankfurt am Main 2015, ISBN 978-3-86641-258-3, S. 87f.
Baumwollsatin, nach einer besonderen ägyptischen Baumwollart auch Mako-Satin genannt, wird vor allem zu Bettwäsche- und Vorhangstoffen verarbeitet; Wollsatin (Charmelaine) ist heute eher selten zu finden. Satin findet Verwendung in der Nachtwäsche-Mode für Damen und Herren.
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Einzelnachweise
Kategorie:Flachgewebe Kategorie:Geschichte der Seide