Ingrid Matthies-Pawlowski,Ludwig Zerull (Red.): Hannover im Bild. Künstler des 20. Jahrhunderts sehen Hannover und Hannoveraner. Eine Ausstellung des Hannoverschen Künstlervereins im Historischen Museum Hannover. 21. März – 9. Juni 1985, illustrierte Begleitschrift zur gleichnamigen Ausstellung, Hannover: Hannoverscher Künstlerverein, 1985, S. 60. geborene Matthies (geboren 19. Mai 1940 in Hannover; gestorben 18. Februar 2010 in Bordenau), war eine deutsche Künstlerin (Malerei, Grafik, Skulptur).
Leben
Ingrid Pawlowski, aufgewachsen in Hannover, studierte 1967 bis 1970 als Schülerin von Erich Wegner Malerei und Grafik an der Kunstgewerbeschule Hannover. Während eines Studienaufenthalts 1985 bis 1986 auf Sizilien arbeitete sie zu dem Thema Sandmasken. Nach ihrer Eheschließung 1966 mit dem Ingenieur und Designer Jacek R. Pawlowski verlegte Ingrid M. Pawlowski ihr gemeinsames Wirkungszentrum nach Bordenau. In dieser kongenialen Arbeitsgemeinschaft konnte sie sich in ihrer künstlerischen Entwicklung frei entfalten und sich ganz ihrem Schaffen widmen, da ihr Mann für die wirtschaftlich nötigen Rahmenbedingungen sorgte. So kam es Ingrid Pawlowski mehr darauf an, ein Werk zu erarbeiten und zu vollenden, als sich von kommerziellem Erfolg leiten zu lassen. Sie lebte nach ihrem Leitgedanken „Kunst ist mein Leben, ich kann nicht mehr zurück, aber noch nach vorn.“
Neben der Malerei, Grafik und Wand- und Raumgestaltung nahmen Entwicklungen in die Bereiche der Skulptur, Objekterarbeitungen und Fotografie breiten Raum ein.Kurt Märzhäuser: in: Ingrid M. Pawlowski – Kunst war ihr Leben. Hrsg. Kunstverein Neustadt e. V., 2010. Zeitweilig lehrte sie an einer öffentlichen Schule. Als Initiatorin war Ingrid M. Pawlowski 1984 maßgeblich an der Gründung des Kunstvereins Neustadt am Rübenberge beteiligt.
Der Verbleib vieler Werke der Künstlerin ist ungeklärt, da sie einer entsprechenden Buchführung keine Bedeutung beimaß. Der von ihrem Mann verwaltete Nachlass in ihrem Atelier besteht aus ca. 400 Arbeiten unterschiedlicher Art, deren Archivierung noch nicht abgeschlossen ist.
Arbeiten im öffentlichen Raum (auch Bühne) (Auswahl) 1973: Wand- und Raumgestaltung Leinepark Neustadt 1974: Wandgestaltung Hannoversche Stromversorgung 1975: „Wer hat Angst vor Virginia Woolf“ Kammerspiele Hannover (Bühnenbildnis) 1976: Schule an der Aue, Wunstorf – Wandgestaltung Pausenhalle 1979: Wandgestaltung mit grosser Pausenkatze – Schule Stockhausenstrasse Neustadt 1981: Wand- und Raumgestaltung – Stadtwerke Neustadt 1985: Wandgestaltung Volksbank Obernkirchen 1993: „Frau ohne Schatten“ Staatsoper Hannover Bühnenbildbegleitung Prof. Lehmann (Intendant Staatsoper) 2001: „Schutzengel“ mit kugelsicherer Weste – Kriminalmuseum Hannover
Ausstellungen Einzelausstellungen (Auswahl) 1971: Künstlerhaus Hannover 1972: Galerie Bernheim, Paris 1980: „Neue Sinnlichkeit“ Galerie am Ballhof Hannover 1991: Erster Förderpreis bildende Kunst – Stiftung Bordenau 1992: Schloss Landestrost „Eine Liebeserklärung an die Farbe“ 2000: „Das Buch Ruth“ Installation mit Objekten und Getreide in der Liebfrauenkirche Neustadt
Beteiligungen an Ausstellungen (Auswahl) 1972: Musée de Gobelins, Paris 1973: Wanderausstellung mit französischen Künstlern; Calais, Le Touquet, Paris 1974: Herbstausstellung Kunstverein Hannover Historisches Museum Hannover, „Wirtschaft in der Kunst“ 1976: Sala de Bellas Artes, Madrid (Medaille der Stadt Madrid) 1978: Palais Palffy Wien 1979: Palazzo delle Esposizioni, Rom 1980: Hannoversche Künstler in Polen 1985: Mostra di Pittura Centro Arte, Venedig 1987: Ministerium für Wirtschaft Messe Hannover – Installation mit Fetting, Neuenhausen, Lixfeld, Tim Ullrichs und Sartorius 1989: Mairie de IVe arrondissement Paris, Exposition Européenne peinture/sculpture 1993: „Mensch, Maske, Bühne“ – Staatsoper Hannover 1995: „Malerei – Porzellan kontrovers“, Museum Schloss Fürstenberg 2000: „Kunst vor Ort“, Kunstverein Neustadt mit Installation, „Schutzengel in kugelsicherer Weste“ jetzt Kriminalmuseum Hannover, Arche Noah; Kunstverein Neustadt und Institut für Tierverhalten, „Miniaturen“, Städt. Galerie Hannover 2004: Wintergärten III Hannover, „Garten der Lüste“ mit Installation „Auf der Suche nach Rosa Blume“ (Außenraum) 2006: „Traumbilder“, Kunstverein Neustadt im Schloss Landestrost 2009: „Wintergärten IV“, Hannover-Gunterstrasse mit Installation „Pflanzen“
Arbeiten in öffentlichen Sammlungen u. a. Ministerium für Wissenschaft und Kunst Hannover Sammlung des Landkreises Hannover Kulturamt Hannover Kunstverein Neustadt Stadtsparkasse Hannover Stadtwerke Hannover Stiftung Bordenau Hannoversche Stromversorgung Museum Schloss Fürstenberg Forum Kultur Neustadt Kriminalmuseum Hannover
Ehrungen 1991: Erster Förderpreis bildende Kunst – Stiftung Bordenau 2004: Auszeichnung der Bundesrepublik Deutschland für künstlerische Arbeit in der Öffentlichkeit (Bundesverdienstkreuz)
Weblinks
Website von Ingrid M. Pawlowski
Einzelnachweise
Kategorie:Maler (Deutschland) Kategorie:Grafiker (Deutschland) Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes (Verdienstmedaille) Kategorie:Person (Neustadt am Rübenberge) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1940 Kategorie:Gestorben 2010 Kategorie:Frau