Der Parallelbund ist ein Knoten zur Verbindung zweier Stäbe in Längsrichtung. Er ähnelt einem Bändsel, bei dem zwei Tampen gezeist werden, wird aber meist in einem größeren Maßstab ausgeführt.Clifford W. Ashley: Das Ashley-Buch der Knoten. Über 3800 Knoten. Wie sie aussehen. Wozu sie gebraucht werden. Wie sie gemacht werden. 6. Auflage. Edition Maritim, Hamburg 2005, S. 352 (#2102)
Anwendung Der Knoten dient zur Verbindung von nebeneinanderliegenden Stangen, die anschließend auch zu einem Zweibein, Dreibein o. ä. gespreizt werden können, um etwa als Stütze oder Stativ zu dienen.
Ein Längsbund verbindet zwei parallel liegende Stangen. Um die Verwindung von parallel liegenden Stäben zu verhindern, werden oft zwei Bünde hintereinander geknüpft.
Knüpfen mini|hochkant=1.9|Herstellung eines Parallelbunds
Zuerst befestigt ein Zimmermannsschlag oder Webeleinenstek die Leine an einem der Stäbe. Dann werden einige Windungen um beide Stäbe gewickelt. Durch wenige Windungen quer zu den zwischen den Stäben verlaufenden Wicklungen kann die Verbindung gespannt werden. Schließlich fixiert man die Leine mit einem weiteren Festmacherknoten an einem der Stäbe.
Sollen die Stangen als Zwei- oder Dreibein dienen, werden die Windungen nicht allzu fest gezurrt, da sich die Leine beim Spreizen der Stangen spannt.
Alternativen Um zwei Stäbe winklig abstehend zu verbinden, eignen sich Kreuzbund oder Diagonalbund.
Speziell zum Herstellen eines Dreibeins dient der Dreibeinbund. Siehe auch
mini|Ein Rundbändsel für die Herstellung eines Augzeising
Einzelnachweise
Kategorie:Bund (Knoten)