Britta Wandaogo (geboren 27. November 1965 in Unna, Nordrhein-Westfalen) ist eine deutsche Regisseurin, Produzentin und Dokumentarfilmerin.
Leben und Werk Britta Wandaogo begann ihre Filmkarriere in den Neunzigerjahren. Ihre Dokumentarfilmarbeiten sind geprägt von einem unverstellten Direct Cinema-Stil. Ihre Protagonisten sind Personen aus dem Drogenmilieu (Den Affen Töten), aus ihrer eigenen Familie und interkulturelle, persönliche Realitäten in Burkina Faso.
In einer Laudatio zu ihrem Filmwerk wird die Arbeit von Wandaogo beschrieben als respektvolle und sensible Montagetechnik, die ohne voyeuristischen Blick die schwierigen und schönen Momente in einer eigenwilligen Bildästhetik festhält.NRW-Ministerium für Familie, Jugend, Kultur und Sport, Jury-Laudatio zur Preisverleihung Förderpreis Filmregie Für den Kölnischen Kunstverein ist ihre Arbeit geprägt von einer großen persönlichen Nähe zu ihren Protagonisten.
2003 war Britta Wandaogo Gründungsmitglied des Dokumentarfilm Filmfrauen Netzwerks LaDOC. Wandaogo ist seit 2010 Professorin für dokumentarische, journalistische und künstlerische Filmformate im Fachbereich Design (Peter Behrens School of Arts) an der Hochschule Düsseldorf.
Filmographie Dokumentarfilme 1994: Den Affen töten 1995: With a big monster 1996: Eigentlich geht’s ja um nichts 1997: Une image d’ ambition (Kurzfilm) 1997: First Look 1998: Bilfou Biga 2001: Liebe schwarz-weiss 2003: Liebe Weiss Schwarz 2003: Die Krokodile der Familie Wandaogo 2007: 1200 brutto 2009: Ohne mein viertes Kind 2011: Nichts für die Ewigkeit 2012: Krokodile ohne Sattel 2016: Der Struggle ist real 2020: Das rosa Haus und der Flüchtling
TV-Dokumentationen 1995: Tim, ein Drogenopfer 2006: Leben in der Warteschleife
Auszeichnungen 1995: Blicke – Filmfestival des Ruhrgebiets Publikumspreis und 1. Filmpreis für Den Affen töten 1997: Förderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen für junge Künstlerinnen und Künstler 1998: Spiridon-Neven-DuMont-Preis 2001: CIVIS Medienpreis für Liebe schwarz-weiss 2002: Deutscher Sozialpreis (Sparte TV) für Liebe schwarz-weiss 2003: Preis für langen Dokumentarfilm des Filmfestivals Bozen für Die Krokodile der Familie Wandaogo 2004 Nominierung Deutscher Kamerapreis Kategorie Schnitt für Die Krokodile der Familie Wandaogo 2003: Goldene Lola (Deutscher Kurzfilmpreis) in der Kategorie Sonderformate 30–70 min für Die Krokodile der Familie Wandaogo 2008: Kölner Medienpreis, Kategorie Kamera für 1200 brutto 2008: 16. blicke aus dem Ruhrgebiet, Nebenpreis für 1200 brutto 2009 Nominierung DGB Filmpreis beim Internationalen Filmfest Emden-Norderney für Halbschwarz geht nicht 2010 Deutscher Kinder- und Jugendhilfepreis für Ohne mein viertes Kind 2012: Internationales Frauenfilmfestival Köln/Dortmund Publikumspreis für Nichts für die Ewigkeit 2013: Nominierung 100 Best German Short Films AG Kurzfilm für Krokodile ohne Sattel 2013: Women Media Arts and Film Festival Sydney Bester Dokumentarfilm für Krokodile ohne Sattel 2013: San Diego International Kids’ Film Festival, Bester Dokumentarfilm für Krokodile ohne Sattel 2013: 13. Flensburger Kurzfilmtage Bester Dokumentarfilm für Krokodile ohne Sattel 2013: Festival de Cine de Lanzarote, Bester Dokumentarfilm für Krokodile ohne Sattel 2013: GROSSE KLAPPE Filmpreis für politischen Kinder- und Jugenddokumentarfilm Bundeszentrale für politische Bildung 2013: 59. Internationale Kurzfilmtage Oberhausen 1. Preis NRW-Wettbewerb für Krokodile ohne Sattel 2014: 17. New York International Children’s Film Festival JURY AWARD - BEST LIVE ACTION SHORT 2016: Nominierung GROSSE KLAPPE Filmpreis für politischen Kinder- und Jugenddokumentarfilm Bundeszentrale für politische Bildung 2016: Nominierung Preis der deutschen Filmkritik Bester Kurzfilm 2017: Nominierung 53. Grimme-Preis 2017 Kategorie Kinder & Jugend, Reihe Ab 18(ZDF/3sat)
Weblinks
Website von Britta Wandaogo
Einzelnachweise
Kategorie:Filmregisseur Kategorie:Filmproduzent Kategorie:Drehbuchautor Kategorie:Dokumentarfilmer Kategorie:Person (Medien, Nordrhein-Westfalen) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1965 Kategorie:Frau