mini|Barbara Wussow (2008)

Barbara Wussow (* 28. März 1961 in München) ist eine österreichische Schauspielerin und Autorin.

Leben Herkunft und Ausbildung Barbara Wussow ist die Tochter des ehemaligen Burgschauspielerehepaares Klausjürgen Wussow und Ida Krottendorf, ihr Bruder ist der Schauspieler Alexander Wussow. Sie wuchs zunächst in ihrer Geburtsstadt München auf, wo sie mit vier Jahren eine Ballettschule besuchte. Im Alter von sechs Jahren zog sie mit ihren Eltern nach Wien, da Vater Klausjürgen Wussow von seinem Stammhaus, dem Residenztheater München, an das Wiener Burgtheater engagiert wurde. Sie besuchte die katholische Volksschule „Maria Regina“ (auch als „Hofzeile“ bekannt) der Schwestern vom armen Kinde Jesus in Wien-Döbling. Nach der Volksschule trat sie in derselben Schule ins Gymnasium ein. Sie maturierte dort im Jahre 1979.

1982 traf Barbara Wussow in Salzburg anlässlich einer Lesung den Schauspieler Albert Fortell, Sohn des Schauspielers Bert Fortell. Die beiden wurden ein Paar und heirateten 1990. Sohn Nikolaus kam 1998 zur Welt, Tochter Johanna 2005. Gemeinsam spielte das Paar Wussow/Fortell in verschiedenen Theater- und Fernsehproduktionen, so in der Fernsehserie Die Leute von St. Benedikt sowie einzelnen Episoden von Eurocops, Blaues Blut und Schlosshotel Orth, sowie in der ARD/RAI-Produktion Ariadna nach Anton Tschechow.

Nach der Matura studierte Barbara Wussow an der Akademie der bildenden Künste Wien Bühnenbild und Kostümbild in der Klasse von Lois Egg. Das Studium schloss sie 1983 mit dem akademischen Grad Magistra Artium ab. Während des Studiums arbeitete sie als Assistentin des Bühnenbildners Günther Schneider-Siemssen.

Sie entschloss sich, Schauspielerin zu werden, und nahm Unterricht bei der Burgschauspielerin Susi Nicoletti. Danach studierte sie in der Wiener Schauspielschule Krauss, die sie mit der offiziellen Bühnenreifeprüfung abschloss. 1984 debütierte sie an der Seite von Helmut Qualtinger im Theater in der Josefstadt in Wien in der Uraufführung der Theaterfassung des Rosenkavaliers. Danach folgten während mehrerer Jahre zahlreiche weitere Rollen an diesem Haus.

Schauspielkarriere mini|hochkant|Barbara Wussow und Albert Fortell bei der Romy-Verleihung 2008 in Wien Während ihres ersten Engagements am Theater in der Josefstadt bot sich ihr die Möglichkeit, auch im Fernsehen mit der zunächst klein konzipierten Rolle der Lernschwester Elke, die sie zwischen 1985 und 1989 spielte, an der Seite ihres Vaters Klausjürgen Wussow in der ZDF-Fernsehserie Die Schwarzwaldklinik Fuß zu fassen. Von 1991 bis 1994 war sie als Sekretärin Vera Busch vom Frankfurter Ordnungsamt in der Krimiserie Hecht & Haie des Hessischen Rundfunks für die ARD neben Walter Kreye und Friedrich-Karl Praetorius in 26 Folgen zu sehen. Es folgten zahlreiche weitere Rollen in Serien wie auch in Film- und Fernsehproduktionen.

2011 trat sie in Berlin in Aufführungen von Hofmannsthals Jedermann als Buhlschaft neben Winfried Glatzeder und 2012 neben Francis Fulton-Smith im Rahmen der Berliner Jedermann-Festspiele auf.TrendJam Magazin: Berliner Jedermann Festspiele 2012 mit Francis Fulton-Smith, Barbara Wussow, Ursula Karusseit und Herbert Köfer, 8. Oktober 2012.

Vom 27. Juni bis 6. September 2015 spielte sie bei den Karl-May-Spielen in Bad Segeberg an der Seite von Jan Sosniok und Ralf Bauer die Rolle der Señorita Miranda.

Seit Ostern 2018 spielt sie als Nachfolgerin von Heide Keller die Chefhostess Hanna Liebhold an der Seite von Florian Silbereisen auf dem ZDF-Traumschiff.

Wussow tritt neben ihrer Arbeit auf der Bühne und vor der Kamera mit zahlreichen Lesungen zu verschiedenen Themen auf. Gelegentlich moderiert sie zudem diverse Galas, wie etwa den Fernsehpreis Romy.

Soziales Engagement Barbara Wussow präsentiert sich direkt und indirekt in mehreren Wohltätigkeits-Projekten – unter anderem für das SOS-Kinderdorf in Kőszeg (Ungarn), bei missio Aachen, bei Ärzte ohne Grenzen, bei der Aktion Lebensrecht für Alle e. V. (Alfa), beim Hilfswerk Österreich und bei der Aktion Künstler helfen Künstlern. Sie und ihr Bruder Alexander sind Botschafter der Deutschen Kinderkrebsnachsorge – Stiftung für das chronisch kranke Kind in Villingen-Schwenningen, die im Dezember 1990 von ihrem Vater Klausjürgen Wussow mitgegründet wurde. Sie engagiert sich als Botschafterin für die Kindernothilfe.

Privates Barbara Wussow ist seit 1990 mit dem Schauspieler Albert Fortell (bürgerlich Adalbert Fortelni) verheiratet und hat mit ihm zwei Kinder. Im April 2009 publizierte sie gemeinsam mit ihrem Bruder Alexander das Buch Klausjürgen Wussow. Sein Leben mit Ida Krottendorff über ihren bekannten Vater.

Filmografie (Auswahl) 1985–1989: Die Schwarzwaldklinik (Fernsehserie) 1987: Ein Heim für Tiere – Das Wildschwein (Fernsehserie) 1988: SOKO 5113 – Die Vergangenheit kennt kein Ende (Fernsehserie) 1989: Blaues Blut – Wer zweimal lebt, stirbt einmal mehr (Fernsehserie) 1989: Keine Gondel für die Leiche 1989: Singles (Fernsehserie) 1990: Ariadna – Nachmittag auf dem See 1990: Praxis Bülowbogen (Fernsehserie, Folge Wer nicht hören will…) 1990: Roda Roda (Fernsehserie, Segment Die Rettung des Frl. Reichenberg) 1991: Wolfgang A. Mozart (Fernsehfilm) 1991: Insel der Träume – Der Priester (Fernsehserie) 1991: Eurocops – Nasse Füsse (Fernsehserie) 1992: Die Leute von St. Benedikt (Fernsehserie) 1993: Glückliche Reise – Island (Fernsehreihe) 1993: Hecht & Haie (Fernsehserie, 25 Folgen) 1994: Rosamunde Pilcher – Karussell des Lebens 1995: Alte Freunde küßt man nicht 1996: Die Geliebte seit 1997: Das Traumschiff 1997: Hawaii 2004: Australien 2011: New York, Savannah, Salvador de Bahai (als sie selbst) 2018: Malediven (erster Einsatz als ständige Hauptrolle) 2018: Hawaii 2019: Japan 2019: Sambia 2019: Antigua 2020: Kolumbien 2020: Marokko 2020: Kapstadt 2020: Seychellen 2021: Malediven/Thaa-Atoll 2021: Schweden 2022: Namibia 2022: Mauritius 2022: Lappland 2022: Coco Island 2023: Bahamas 2023: Vancouver 2023: Walvis Bay 2023: Utah 2024: Nusantara 2024: Phuket 2024: Argentinien 2025: Curaçao 2025: Miami 2025: Bora Bora 2026: Afrika: Madikwe 2026: Island 1997: Teneriffa – Tag der Rache (Fernsehfilm) 1997: Singles (Fernsehserie) 1998: Schalom, meine Liebe (Fernsehfilm) 1999: Das Geheimnis des Rosengartens (Fernsehfilm) 2000: Rosamunde Pilcher – Der lange Weg zum Glück (Fernsehreihe) 2000: Der Zauber des Rosengartens (Fernsehfilm) 2000: Stimme des Herzens 2000–2001: Schlosshotel Orth (Fernsehserie, Gastrolle für 13 Episoden) 2001: Eine Insel zum Träumen – Koh Samui (Fernsehfilm) 2002: Mord an Bord 2002: Liebe, Lügen, Leidenschaften 2002: Singapur-Express – Geheimnis einer Liebe 2003: Mein Mann, mein Leben und du (Fernsehfilm) 2004: Mit deinen Augen 2004: Der Ferienarzt… Wiedersehen am Gardasee 2004: Tausendmal berührt 2005: Die Schwarzwaldklinik – Die nächste Generation 2005: Wenn der Vater mit dem Sohne 2006: Agathe kann’s nicht lassen – Mord mit Handicap 2006: Rosamunde Pilcher – Wo die Liebe begann 2007: SOKO Wien – Stille Wasser (Fernsehserie) 2007: Die Frauen der Parkallee 2007: Fjorde der Sehnsucht (Fernsehfilm) 2008: Italien im Herzen 2009: Lilly Schönauer – Heimkehr ins Glück 2009: Das Traumhotel – Malaysia 2009: Rosamunde Pilcher – Eine Liebe im Herbst 2009: Il mistero del lago (Fernsehfilm) 2010: Die Alpenklinik – Liebe heilt wunden 2010: La donna velata (Fernsehfilm) 2010: Mordkommission Istanbul – In deiner Hand 2011: SOKO 5113 – Schlussapplaus (Fernsehserie) 2011: SOKO Wien – Chefsache (Fernsehserie) 2011: Rosamunde Pilcher – Englischer Wein 2013: Kreuzfahrt ins Glück – Hochzeitsreise in die Provence 2016: SOKO Stuttgart – Rendezvous mit dem Tod (Fernsehserie) 2018–2024: Kreuzfahrt ins Glück (Fernsehreihe, Hauptrolle) 2019–2021: Um Himmels Willen (Fernsehserie, Gastrolle für 25 Folgen) 2019: Vier Frauen und ein Todesfall (Fernsehserie)

Werk Barbara und Alexander Wussow: Klausjürgen Wussow. Sein Leben mit Ida Krottendorff, Hamburg: edel:vita, April 2009, ISBN 978-3-941378-16-2

Literatur Hermann J. Huber: Langen Müller’s Schauspielerlexikon der Gegenwart. Deutschland. Österreich. Schweiz. Albert Langen • Georg Müller Verlag GmbH, München • Wien 1986, ISBN 3-7844-2058-3, S. 1129.

Weblinks

Offizielle Website von Barbara Wussow

Einzelnachweise

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