Das FameLab ist ein internationaler Wettbewerb zur Wissenschaftskommunikation für Studierende und junge Wissenschaftler. Die Gewinner aus den verschiedenen Ländern treten bei einem jährlichen internationalen Finale beim Cheltenham Science Festival gegeneinander an.
Format mini|alt=Ein Mann steht mit einem blauen Luftballon auf einer Bühne. Im Hintergrund sitzt eine Jury aus zwei Männern und einer Frau an einem Tisch|Vortrag beim Regionalentscheid des FameLab Hessen im Jahr 2014 Das FameLab Vortragsformat wurde im Jahr 2005 von Cheltenham Festivals entwickelt und wird seitdem in Kooperation mit British Council weltweit organisiert. Beim FameLab treten Studierende und junge Wissenschaftler aus den Natur- oder Ingenieurwissenschaften in einem Vortragswettbewerb gegeneinander an. Sie haben jeweils nur drei Minuten Zeit, ihr Thema zu präsentieren. Es dürfen keine Präsentationsfolien verwendet werden, aber alle Hilfsmittel die die Teilnehmenden selbstständig mit auf die Bühne bringen können. Die Bewertung der Vorträge erfolgt durch eine Jury, typischerweise zusammengesetzt aus Vertretern aus Wissenschaft und Medien. Die Jury benotet nach den Kriterien Inhalt, Struktur und Charisma. Von der grundsätzlichen Ausrichtung ähnelt das FameLab in einigen Aspekten dem Science-Slam, unterscheidet sich aber durch die kürzere Vortragsdauer, dem Verbot von Folien und der Bewertung durch eine Jury anstatt durch das Publikum. (englisch). Abgerufen am 19. April 2016.
FameLab International findet jährlich in ca. 30 Ländern weltweit statt. Seit 2007 haben weltweit insgesamt über 10000 Teilnehmende bei FameLab International mitgemacht.FameLab: science communication competition. British Council. Abgerufen am 8. April 2019. In den meisten Ländern finden als erste Stufe regionale Vorentscheide statt. Die Sieger treten dann in einem nationalen Finale gegeneinander an. Die Gewinner aller nationalen Finalrunden treffen dann beim FameLab International im Vereinigten Königreich beim Cheltenham Science Festival gegeneinander an.Die Regionalentscheide. British Council. Abgerufen am 19. April 2016.
FameLab Deutschland Seit 2011 finden auch jährliche FameLab-Wettbewerbe in Deutschland statt. Die Bielefeld Marketing GmbH organisiert das Format gemeinsam mit dem British Council in Deutschland und koordiniert die regionalen Vorentscheide und das jährliche Deutschlandfinale.FameLab. British Council Deutschland. Abgerufen am 8. April 2019. 2023 holte zum ersten Mal die Finalistin aus Deutschland, Aysel Ahadova (geboren in Baku, Aserbaidschan), mit dem Vortrag "DNA Reparatur - Kleine Fehler mit großen Folgen" den ersten Platz bei der Weltfinale.
Gewinner
Jahr Siegerhttps://www.britishcouncil.de/famelab/finalisten/alumni Beitrag 2011 Carsten Graf von Westarp Nur die Liebe zählt 2012 Timo Sieber Zellreprogrammierung mit dem Nudelholz 2013 Thien Ngoc Tran Nguyen Bakterien beim Plaudern stören 2014 Anna Stöckl Warum können Motten im Dunkeln eigentlich so gut sehen? 2015 Dong-Seon Chang What makes humans special? 2016 Hanzey Yasar Mit Nanokugeln gegen Allergien 2017 Olga Sin How a brainless worm could help to cure brain diseases 2018 Dr. Veli Vural Uslu crayfish against cancer 2019 Thora Schubert Carbon Capture and Storage - der Retter in der Not? 2020 Nicola Ganter Pimp My Part 2021 Stefan Golfier Unser entknotetes Erbgut 2022 Christian Scharun Methan aus der Nordsee – Ein Fall für EDGAR und WALLACE 2023 Aysel Ahadova DNA Reparatur – kleine Fehler mit großen Folgen
Literatur Science Slam: Wettbewerb für junge Wissenschaftler. Eisenbarth, Britta; Weißkopf, Markus. In: Handbuch Wissenschaftskommunikation. VS Verlag für Sozialwissenschaften, 2012. S. 155–163. ISBN 978-3-531-17632-1 Zarkadakis, George. FameLab: A talent competition for young scientists. Science Communication, 2010, 32. Jg., Nr. 2, S. 281–287. Giles, Jim. Scientists speak out in search of fame and fortune. Nature, 2005, 434. Jg., Nr. 7036, S. 947–947.
Weblinks
FameLab Germany – Offizielle FameLab Deutschland Seite des British Council Carmen Pförtner: Famelab. Deutschland sucht den Wissenschaftserklärer. ZEIT Online vom 8. Mai 2013 Fritz Habekuß: Wissenschaft populär. Forschung in drei Minuten. Süddeutsche Online vom 13. April 2011
Einzelnachweise
Kategorie:Wissenschaftswettbewerb Kategorie:Wissenschaftskommunikation Kategorie:Erstveranstaltung 2005