mini|Grab von Fritz Gerth auf dem Alten Friedhof in Wiesbaden Fritz Gerth (* 24. Juni 1845 in Wiesbaden; † 1. Oktober 1928 in Berlin-CharlottenburgSterberegister Standesamt Berlin-Charlottenburg 1, Nr. 687/1928) war ein deutscher Bildhauer.

Leben Von seinem Vater, Johann Julius Gerth, der als Modelleur und Bildhauer tätig war und die Steinmetzarbeiten am Waterloo-Denkmal in Wiesbaden ausführte, erhielt Fritz Gerth die erste künstlerische Ausbildung. Während seines Aufenthalts in Rom von 1875 bis 1900 war er jahrelang stellvertretender Vorsitzender des dortigen Deutschen Künstlervereins. Anschließend lebte er in Bad Homburg. Nach den Adressbüchern von 1900 und 1916 war sein Atelier im Brunnensälchen, in diesem Gebäude befindet sich seit 1949 wieder die Spielbank.

Ausstellungen Porträtbüsten und Medaillons von Fritz Gerth waren auf den Sommerausstellungen 1888–1892 der Royal Academy of Arts in London zu besichtigen. Darunter war eine Marmorbüste des Rev. Charles Langton, die heute in der Pfarrkirche St Peter & St Paul in Langton by Spilsby, England steht. Auch auf der Ausstellung zum 50-jährigen Jubiläum des Nassauischen Kunstvereins in Wiesbaden im Jahre 1897 wurden Werke von Fritz Gerth gezeigt.

Werke mini|hochkant|Statue von Fritz Gerth mini|Kaiserin Friedrich, Gruppe 34, Berlin Portraitrelief des Bankiers Onken Benedikt Schmitt auf dem Campo Santo Teutonico, dem Friedhof der Deutschen in Rom Marmor-Skulptur Kaiserin Friedrich (sogenannte Gruppe 34) in der Berliner Siegesallee, 1903 (verschollen) Denkmal Kaiser Wilhelm I im Kurpark von Bad Homburg vor dem Kaiser-Wilhelms-Bad, 1905 Landgrafen Denkmal im Kurpark von Bad Homburg, 1906 Kriegerdenkmal im Friedhof von Wiesbaden-Biebrich, 1907 Denkmal Landgräfin Elizabeth in Bad Homburg, 1908 Landesdenkmal in Wiesbaden, 1909 Grabsteine wie die große Trauernde in Marmor auf dem Familiengrab Gustav Weigands und das Reliefmedaillon in der Komposition aus verschiedenen Taunussteinen im Grabmonument des Geologen Dr. Friedrich Rolle auf dem Evangelischen Friedhof in Bad Homburg.

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise . Abgerufen am 14. April 2016. . Abgerufen am 14. April 2016. . Abgerufen am 16. April 2016. Erwin Gatz, Albrecht Weiland u. a.: Der Campo Santo Teutonico in Rom und seine Grabdenkmäler. Band 1, Verlag Herder 1988, ISBN 3-451-20882-2, S. 528. Nassauische Annalen: Jahrbuch des Vereins für Nassauische Altertumskunde und Geschichtsforschung. Band 120, 2009, S. 487.

Louise, Das Bad Homburg Magazin, Ausgabe 03/2013, S. 9 (PDF; 5,1 MB). Ulrich Henke: Waterloo-Denkmal auf dem Luisenplatz, Wiesbaden, in kudaba, die Kulturdatenbank, abgerufen am 14. April 2016. Church of St Peter & St Paul, Webseite von Langton by Spilsby, abgerufen am 16. April 2016 (englisch). , Webseite Nassauischer Kunstverein Wiesbaden, abgerufen am 16. April 2016.

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